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Sportmix Hoffenheim nach 2:0 gegen Schalke Tabellenführer
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22:55 10.09.2010
Hoffenheimer Freud nach dem 2:0-Erfolg.
Hoffenheimer Freud nach dem 2:0-Erfolg. Quelle: dpa
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Der FC Schalke 04 steckt auch nach seinen neuen Millionen-Investitionen tief in der Krise. Die Mannschaft von Chefeinkäufer Felix Magath kassierte mit dem 0:2 (0:1) bei Spitzenreiter 1899 Hoffenheim im dritten Saisonspiel die dritte Niederlage. Der Rekordtransfer von Klaas Jan Huntelaar für 14 Millionen Euro zahlte sich noch nicht aus. Der Niederländer hatte bei seinem mit Spannung erwarteten Debüt in der Fußball-Bundesliga am Freitagabend in Sinsheim kein Fortune.

Schalke fährt mit dem denkbar geringsten Selbstvertrauen zum Champions-League-Auftakt am Dienstag zu Olympique Lyon - und dann kommt mitten in der Findungsphase im nächsten Bundesliga-Spiel ausgerechnet Borussia Dortmund. „In der Champions League können wir vielleicht etwas wettmachen. In der Bundesliga ist es brisant. Wir wissen, was da auf dem Spiel steht“, sagte der enttäuschte Schalke- Schlussmann Manuel Neuer.

Ganz anders ist die Stimmung in Hoffenheim: Die Kraichgauer verteidigten dank der Tore von Isaac Vorsah (37. Minute) und Sejad Salihovic (90.+3) vor 30 150 Zuschauern durch den dritten Saisonsieg die Tabellenführung. „Ich bin begeistert. Wir haben alles richtig gemacht. Das ist ein Bilderbuchstart“, sagte 1899-Torwart Tom Starke. Sein Trainer Ralf Rangnick war nicht so euphorisch und bemängelte die weniger gute erste Halbzeit.

Trotz der Niederlage sprach Schalke-Coach Magath von einem „guten Spiel“ seiner Mannschaft - und hatte nicht einmal unrecht. Keine zehn Minuten waren gespielt, da hatte Huntelaar die große Chance auf sein erstes Bundesligator. Aus gut zehn Metern schoss der Niederländer entgegen seiner jüngsten Gewohnheiten unbedrängt vorbei. Zuvor waren schon früh die auch nach den Späteinkäufen für 27 Millionen Euro nicht verschwundenen Schalker Unzulänglichkeiten offenbar geworden. Vedad Ibisevic (6.) enteilte dem unerwartet als rechten Verteidiger eingesetzten Christoph Metzelder, strauchelte aber, bevor er zum Schuss ansetzen konnte.

Bundestrainer Joachim Löw konnte mit seinem Assistenten Hansi Flick als Tribünengast anschließend durchaus eine stabilere Schalker Mannschaft sehen. Die besseren Chancen hatten aber die cleveren Hoffenheimer. Demba Ba (19.) zielte über das Tor. Neuer zeigte gegen Ibisevic (25./31.) zweimal seine ganze Klasse. Gegen den Kopfball von Vorsah nach Flanke von Andreas Beck war auch Deutschlands Nummer 1 machtlos. Der Ghanaer traf nach seinem Siegtreffer bei St. Pauli am vergangenen Spieltag überhaupt erst zum zweiten Mal in der Bundesliga.

Und Königsblau? Bessere Ansätze waren erkennbar. Jermaine Jones räumte vor der Abwehr ordentlich ab, was angesichts der zu oft indisponierten Innenverteidigung mit Zugang Nicolas Plestan und Rückkehrer Benedikt Höwedes auch nottat. Ganz vorne bei Rául war mehr Spielfreude feststellbar, auch das Zusammenspiel mit dem ehemaligen Madrider Kollegen Huntelaar funktionierte schon leidlich. Doch auf Tore wartete Schalke vergeblich.

Mit Joel Matip für Metzelder und Alexander Baumjohann für Edu wollte Trainer Magath nach dem Seitenwechsel die Wende einleiten. Doch das Bild blieb das gleiche. Hoffenheim setzte S04 zu. Ibisevic war bei seinen Chancen (57./71.) zu sorglos und im Aufbau zu verspielt. Als Schalke dem Ausgleich ganz nah kam, standen bei einem Huntelaar-Kopfball (59.) 1899-Torwart Tom Starke und die Latte im Weg. 13-Millionen-Mann José Manuel Jurardo kam in der Schlussphase. Ein Schalker Aufbäumen konnte er aber auch nicht initiieren. Im Gegenteil: Neuer hatte bei dem finalen Freistoß von Salihovic das Nachsehen.

dpa

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