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Sportmix Hamburg verliert bei Werder Bremen mit 0:2
Sportbuzzer Sportmix Hamburg verliert bei Werder Bremen mit 0:2
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20:22 10.09.2011
Bremen hat Hamburg mit 2:0 besiegt. Quelle: dpa
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Bremen

Allen Treueschwüren der Vereinsführung zum Trotz scheint die erste Trainerentlassung der Fußball-Bundesliga in der noch jungen Saison immer näher zu rücken, denn der HSV bleibt mit nur einem Punkt Tabellenletzter. Oenning wartet als HSV-Trainer seit nunmehr zwölf Partien auf einen Dreier.

Vor 40.600 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion traf Claudio Pizarro mit einem Doppelpack (52., 78.) für die Bremer, die sich durch den vierten Sieg in der Spitzengruppe festsetzten und hinter dem punktgleichen Spitzenreiter Bayern München Platz zwei belegen. Zudem feierte bei Werder der eingewechselte Brasilianer Naldo nach 15monatiger Verletzungspause ein Comeback.

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Im ersten Spiel nach dem Verkauf von Per Mertesacker bekam die Werder-Abwehr äußerst wenig zu tun und durfte dem munteren Sturmtreiben zuschauen. Sebastian Prödl und Andreas Wolf in der Innenverteidigung hatten gegen den HSV-Sturm einen weitestgehend geruhsamen Abend. Die Gäste schafften es nicht sehr häufig gefährlich in den Werder-Strafraum.

Die Bremer bestimmten die Partie, diktierten das Tempo und brachten die HSV-Abwehr in viele Verlegenheiten. Die Hamburger boten dagegen nur Leidenschaft und Einsatz. Sie konzentrierten sich auf aggressives Stören und Ruhe bei Ballbesitz. Das wirkte zuweilen aber auch ängstlich und einfallslos.

Vor allem die agilen Marko Marin und Aaron Hunt sorgten für einige Verwirrung in der HSV-Abwehr. Die beiden Bremer Mittelfeldspieler wirbelten die Gäste-Defensive nach einer Anlaufzeit von rund fünfzehn Minuten immer wieder durcheinander. David Jarolim hielt in seinem 300. Bundesligaspiel fast alleine dagegen, Robert Tesche tauchte hingegen ab. Nach vorne brachten beide zu wenig.

Im Tor hatte der HSV in Jaroslav Drobny zunächst einen guten Rückhalt. Der umstrittene und zuletzt fehlerbehaftete Keeper rettete unter anderem bei einem Fernschuss von Marko Arnautovic (23.), wäre allerdings ohne Chance gewesen beim Lattenkracher von Sokratis (39.).

In der zweiten Halbzeit traf dann aber Pizarro, nachdem zunächst ein Tor des Peruaners wegen Aufstützens nicht gegeben wurde (49.). Im Anschluss an Marins Freistoß an den Innenpfosten staubte der Südamerikaner per Kopf ab.

Die HSV-Stürmer bekamen hingegen kaum vernünftige Anspiele und konnten den Umbau der Bremer Abwehr nicht nutzen. Trainer Thomas Schaaf musste neben dem zu Arsenal gewechselten Mertesacker diesesmal auch den angeschlagenen Linksverteidiger Lukas Schmitz ersetzen und baute erstmals auf Aleksandar Ignjovski - und der Debütant zeigte einen guten Einstand. Naldo, erstmals seit dem DFB-Pokalfinale 2010 wieder im Werder-Kader, blieb zunächst auf der Bank.

Das Derby war nicht unbedingt hochklassig, vor allem weil der HSV zu schwach war. Die Partie lebte zusehends von den Emotionen. Für zusätzliche Hektik sorgte der unsicher wirkende Schiedsrichter Manuel Gräfe.

Das Spiel in Bremen fand unter verschärften Sicherheitsmaßnahmen statt. Dennoch schafften es die HSV-Anhänger, reichlich Pyrotechnik ins Stadion zu schmuggeln. Kurz vor dem Anpfiff brannten bengalische Feuer im Hamburger Block. Auf dem Weg zum Stadion blieb es nach Angaben der Polizei relativ ruhig, lediglich sieben Personen wurden in Gewahrsam genommen.

dpa