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Sportmix Haas als letzter Deutscher in Melbourne raus
Sportbuzzer Sportmix Haas als letzter Deutscher in Melbourne raus
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13:37 23.01.2010
Tommy Haas ist bei den Australian Open in Melbourne ausgeschieden.
Tommy Haas ist bei den Australian Open in Melbourne ausgeschieden. Quelle: afp
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„Es ist bitter. Vor allem bin ich enttäuscht, dass ich den vierten Satz noch verloren habe. Wer weiß, was sonst passiert wäre“, sagte der 31-jährige Hamburger, der sich bei der 4:6, 6:3, 1:6, 5:7-Niederlage gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga vom ersten Schlag an unwohl gefühlt hatte. „Schon beim ersten Spiel kamen die Probleme - und ich weiß nicht, was es ist.“

Die Schmerzen im rechten Knie, die möglicherweise vom Rücken kommen, machten nach dem Satzausgleich zum 1:1 eine längere Behandlungspause notwendig. „Wenn ich wieder zu Hause in den Staaten bin, muss das untersucht werden. Ich will wissen, was da ist“, sagte Haas, der sich wegen der Schmerzen nie richtig auf sein Spiel konzentrieren konnte. Der Finalist von 2008 auf der anderen Seite des kleinen Center Courts im Melbourne Park tat ein Übriges. Tsonga konterte die von Haas herausgearbeiteten Vorteile knallhart. Und wenn alle Stricke rissen, schlug er einfach ein Ass - insgesamt waren es 20 und damit 11 mehr als sein Gegenüber.

„Wenn er so serviert, ist es natürlich schwer, überhaupt etwas auszurichten“, sagte Haas. „Aber wenn er mir die Chance gegeben hat, ins Spiel zu kommen, habe ich sehr gut ausgesehen.“ So wie auch im vierten Satz, als er schon den erneuten Ausgleich vor Augen hatte, nachdem das Break zum 3:1 gelungen war. Doch Tsonga blieb stur bei seiner Linie, nutzte jede kleine Schwäche gnadenlos aus, machte zwei weitere Breaks zum 7:5 und entkam so dem ersten Fünfsatz-Match seiner Karriere. Mit einem Preisgeld von 47 600 Dollar musste sich der dreimalige Melbourne-Halbfinalist Haas schon nach der dritten Runde verabschieden, während der an Position 10 gesetzte Tsonga auf den Spanier Nicolas Almagro trifft.

Roger Federer und die Williams-Schwestern Venus und Serena hatten es am Sonnabend leicht und gaben auf dem Weg in die Runde der besten 16 nicht einen Satz ab. Topstar Federer setzte sich mit 6:3, 6:4, 6:4 gegen Albert Montanes aus Spanien durch und erwartet nun zur Freude der „Aussies“ Lokalmatador Lleyton Hewitt. Der Finalist von 2005 hatte gegen Marcos Baghdatis nur eine Kurzschicht zu verrichten, weil der Zyprer bei eigenem 0:6, 2:4-Rückstand aufgab. „Ich habe Schmerzen in der Schulter und konnte die Vorhand nicht richtig spielen“, erklärte Baghdatis.

Serena Williams machte beim 6:0, 6:3 kurzen Prozess mit Carla Suarez Navarro aus Spanien, die in der vorigen Runde die Darmstädterin Andrea Petkovic ausgeschaltete hatte. Die Titelverteidigerin aus den USA trifft auf Samantha Stosur aus Australien. Ihre Schwester Venus Williams machte es im zweiten Satz gegen die Australierin Casey Dellacqua spannend. Doch nach einigem Hin und Her siegte sie mit 6:1, 7:6 (7:4) und erwartet die Italienerin Francesca Schiavone.

dpa