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Sportmix Fußballbund fordert Gefängnisstrafen für Wettbetrüger
Sportbuzzer Sportmix Fußballbund fordert Gefängnisstrafen für Wettbetrüger
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23:23 21.11.2009
Theo Zwanziger, der Präsident des Deutschen Fußballbundes. Quelle: ddp

Das sagte Zwanziger am Sonnabend in der ARD-„Sportschau“. Der ehemalige Schiedsrichter Robert Hoyzer habe für seinen Betrug ins Gefängnis gemusst. „Das muss dann im gegebenen Fall auch passieren“, verlangte der Verbandspräsident.

„Wir werden das nicht dulden, dass solche Manipulationen und Betrügereien stattfinden. Die Menschen können uns vertrauen, dass wir aufklären“, versicherte er. Bei einem nachgewiesenen Betrug handele es sich um „kriminelle Handlungen“, die „durch die Gesellschaft bestraft“ werden müssten.

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) setzt im Wettskandal auf das geltende Strafrecht. Die Verurteilungen im Wettskandal des Jahres 2005 zeigten, „dass auch auf der Basis des geltenden Rechts Manipulationen und Betrugsvorwürfe im Sport sachgerecht geahndet werden können. Und zwar sowohl mit Mitteln des Strafrechts als auch im Zivilrecht, wenn es um einen Ausgleich des entstandenen Schadens geht“, sagte die FDP-Politikerin dem Berliner „Tagesspiegel am Sonntag“. Zum Versagen des nach dem Wettskandal um Hoyzer eingeführten Frühwarnsystem wollte sich der Verbandspräsident nicht äußern: „Wir kennen noch nicht das Ermittlungs-Ergebnis der Staatsanwaltschaft.“ Gegebenenfalls müsse das Warnsystem verbessert werden. „Wir tun alles, was wir können, auf diesem Gebiet.“

Nach Einschätzung Zwanzigers liegt „die Dimension dieses Wett-Skandals in erster Linie auf internationaler Ebene“. In den anderen Ländern seien anders als in Deutschland auch Spitzenligen betroffen. Er wünsche sich, dass die zuständige Staatsanwaltschaft in Bochum die Ermittlungen schnell voranführt.

ddp

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