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Die Tournee-Bilanz: Springer, Wetter, Stimmung, Corona

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07:17 07.01.2022
Ryoyu Kobayashi (M) jubelt mit dem Pokal für den Gesamtsieger, einem goldenen Adler, neben dem Gesamtzweiten Marius Lindvik (l) und dem Gesamtdritten Halvor Egner Granerud.
Ryoyu Kobayashi (M) jubelt mit dem Pokal für den Gesamtsieger, einem goldenen Adler, neben dem Gesamtzweiten Marius Lindvik (l) und dem Gesamtdritten Halvor Egner Granerud. Quelle: Daniel Karmann/dpa
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Bischofshofen

Die 70. Vierschanzentournee der Skispringer ist vorbei. Ein Japaner jubelt, für Deutschlands Athleten geht eine endlos wirkende Serie weiter. 21 Jahre wird der Triumph von Sven Hannawald 2002 im nächsten Tournee-Jahr alt sein. 

Nach zwei Ausgaben ohne Publikum hoffen die Veranstalter dann wieder auf etwas mehr Normalität.

Stimmung: In Bischofshofen war alles bereit. Die Organisatoren hatten sogar zusätzliche Tribünen aufgebaut, um feste Sitzplätze ermöglichen zu können. Doch Corona verhinderte schon im zweiten Jahr das sonst zahlreich vertretene Stadionpublikum. Einige Zuschauer ließen sich das Spektakel trotzdem nicht vor Ort entgehen. In Oberstdorf sahen Interessierte von einem Hügel zu, in Garmisch-Partenkirchen war dies sogar von der Terrasse eines Cafés im Stadionbereich möglich. Beim Finale im Pongau sorgten Anwohner mit Tröten und die örtliche Feuerwehr mit ihrer Hupe für lautstarke Unterstützung.

Springer: Das große Ziel haben die Deutschen nicht erreicht und sprachen auch offen darüber. "Gemischte Gefühle" empfand Karl Geiger, der im Gelben Trikot in die Tournee gestartet war und vor allem beim Neujahrsspringen bitter enttäuscht wurde. "Das Ziel war ganz klar was anderes. Das war ziemlich schnell mal durch." Immerhin: Geiger in Bischofshofen (3.) und Markus Eisenbichler (2.) in Garmisch-Partenkirchen holten Einzelpodestplätze. Das Verpassen des goldenen Adlers, den Ryoyu Kobayashi aus Japan holte, wurmte die Springer von Chefcoach Stefan Horngacher aber.

Wetter: So richtig winterlich und verschneit wurde es nur an den beiden Tagen in Bischofshofen. In Oberstdorf regnete es stark, das Neujahrsspringen fand unter blauem Himmel und bei frühlingshafter Sonne statt. Und am Bergisel herrschte so starker Wind, dass erst zum zweiten Mal in der Tournee-Geschichte ein Springen abgesagt und an einem anderen Ort nachgeholt werden musste.

Corona: Im Gegensatz zu anderen Sportveranstaltungen blieb die Vierschanzentournee sportlich von Corona-Fällen unbeeinflusst. Kein einziger Springer verpasste einen Wettkampf wegen eines positiven Tests. Das war zuvor im Weltcup noch anders gewesen, als unter anderem Tournee-Champion Kobayashi Wettkämpfe wegen einer Infektion und Quarantäne verpasste.

© dpa-infocom, dpa:220106-99-618508/3

dpa