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Sportmix Deutsche Biathleten sind zufrieden
Sportbuzzer Sportmix Deutsche Biathleten sind zufrieden
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11:27 02.03.2012
Die deutsche Biathleten sind mit den Medaillen zufrieden. Quelle: dpa
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Ruhpolding

Mit WM-Bronze um den Hals konnte Arnd Peiffer bei der Siegerehrung schon wieder lächeln. Und Magdalena Neuner kündigte den Sturm auf Gold bei der Heim-WM an. «Es wäre schön, irgendwann da oben mal die deutsche Nationalhymne zu hören», sagte die Rekord-Weltmeisterin nach der stimmungsvollen Feier am Donnerstagabend im proppenvollen Champions-Park. «Selbst Arnd kann sich mittlerweile damit anfreunden. Ich habe mich bei ihm bedankt. Ich habe gesagt: Arnd, jetzt habe ich endlich meine allererste Bronzemedaille bei Weltmeisterschaften», meinte Neuner.

Stunden vorher wäre Peiffer, der Pechvogel der deutschen Mixed-Staffel, am liebsten erst einmal in den Katakomben der ChiemgauArena verschwunden, um einen Moment allein zu sein. «Wenn man so nah an Gold dran ist, dann tut es schon weh. Ich ärgere mich über mein letztes Schießen. Die anderen haben so toll vorgelegt», sagte der Schlussläufer der deutschen Biathleten.

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Am Abend dann sah die Welt schon wieder anders aus. «Ich freue mich jetzt über die Bronzemedaille. Klar, meine Leistung war heute nicht so toll. Schön, dass es trotzdem zu einer Medaille gereicht hat. Mit dieser Bronzemedaille können wir sehr gut leben», meinte der Sprint-Weltmeister.

Mit drei Nachladern und einer Strafrunde beim letzten Schießen gab Peiffer den schon sicher geglaubten Sieg beim Auftakt der Heim-WM in Ruhpolding noch aus der Hand. Am Ende freuten sich Andrea Henkel, Magdalena Neuner, Andreas Birnbacher und auch Peiffer trotzdem über Rang drei. «Wir haben nicht Gold verloren, sondern Bronze gewonnen», befand Andreas Birnbacher am Donnerstagabend. Er und seine Kollegen hatten Peiffer unmittelbar nach dem Zieleinlauf in den Arm genommen und getröstet.

«Wir haben gesagt, Arnd super, wir haben Bronze gewonnen. Wir haben eine Medaille geschafft im eigenen Land, das ist schon prima», sagte Magdalena Neuner. Die Rekord-Weltmeisterin will bei jedem ihrer sechs WM-Starts eine Medaille gewinnen. «Ich bin froh, dass ich Magdalenas Medaillenziel nicht zerstört habe», sagte Peiffer. «Die Mädels sind richtig gut drauf. Das hat meine Stimmung auch wieder gehoben.»

Den Titel in der gemischten Staffel verteidigte Norwegen, obwohl Schlussläufer Emil Hegle Svendsen hinter Sloweniens Jakov Fak nur als Zweiter ins Ziel kam. Da aber der nun 17-malige Weltmeister Ole Einar Björndalen bei seinem stehenden Schießen aufgrund eines technischen Defekts der Schießanlage eine unberechtigte Strafrunde lief, bekamen die Norweger nach einer Juryentscheidung eine Zeitgutschrift von 28,5 Sekunden. «Das war ein verrücktes Rennen. Es ist kein schönes Gefühl, wenn man Weltmeister ist und nicht als Erster ins Ziel läuft», sagte Björndalen.

Bei strahlendem Sonnenschein und vor knapp 30 000 Zuschauern in der schicken ChiemgauArena sah alles nach einem goldenen WM-Auftakt für die deutschen Skijäger aus. Andrea Henkel Magdalena Neuner und der überragende Birnbacher hatten einen riesigen Vorsprung von über einer Minute herausgelaufen. Und auch Peiffer blieb cool, bis zum letzten Schießen. Doch dann blieb Scheibe um Scheibe stehen, die Fans wie die Trainer stöhnten gleichermaßen auf.

«Mir hat die Sonne voll ins Visier geschienen. Ich hätte auch fünf Fehler schießen können, das war reine Glückssache. Aber trotzdem ist es schön, mit einer Medaille in die WM zu starten», erklärte Peiffer. Auch Bundestrainer Uwe Müssiggang war zufrieden: «Wenn man so weit vorne liegt, liebäugelt man natürlich mit Gold. Aber wir haben die erwünschte Medaille und das gibt uns Selbstvertrauen.»

Für Magdalena Neuner begann mit einem Rückstand von 46,3 Sekunden auf die zu diesem Zeitpunkt führenden Norweger ihre letzte WM. Die Rekord-Weltmeisterin lief taktisch klug, arbeitete am Schießstand trotz ihrer drei Nachlader hochkonzentriert. Mit einem Rückstand von lediglich 7,2 Sekunden auf die zwischenzeitlich führenden Franzosen übergab die 25-Jährige als Zweite an Birnbacher. «Ich hatte Gänsehaut als ich ins Stadion lief. Ein bisschen Zittern war da schon dabei. Aber ich glaube, ich habe es ganz gut gelöst», sagte die 25-Jährige.

Stunden vor dem Start war die butterweiche Strecke mit 110 Kilogramm Brezel-Salz gehärtet worden. Mit dem Salz wurde dem Schnee das Wasser entzogen. «Das ist kein Problem, die Bedingungen sind für alle gleich», sagte Müssiggang.

dpa