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Sportmix Burgdorf muss zum schweren Auftakt gegen die Füchse Berlin ran
Sportbuzzer Sportmix Burgdorf muss zum schweren Auftakt gegen die Füchse Berlin ran
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07:27 02.09.2011
Von Uwe Kranz
Der Isländer Vignis Svavarsson (Mitte) muss sich vorerst wieder allein am Kreis für die TSV Hannover-Burgdorf durchsetzen. Quelle: zur Nieden
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Hannover

Die Knieverletzung von Mario Clößner macht Nordmeyer aber einen Strich durch die Rechnung. Das in den Testspielen so gut einstudierte System, das auf Abwehr und Gegenstoß basiert, ist ohne den Neuzugang von der HSG Ahlen-Hamm nur noch bedingt umsetzbar.

Gemeinsam mit dem neuen Geschäftsführer Benjamin Chatton hatte Nordmeyer in der Sommerpause versucht, die Mannschaft mit minimalen Ergänzungen zu optimieren. Die sechs Abgänge Jendrik Meyer, Jacek Bedzikowski, Thomas Bergmann, Mark Hohenberg, Jannis Fauteck und Sigubergur Sveinsson brachten den aufgeblähten Kader in eine schlankere Form. Clößner und der zweite Neuzugang Csaba Szücs (vom TV Großwallstadt) sollten im Gegenzug die Lücken sinnvoll schließen. „Wir erhoffen uns von den beiden neue Impulse für unseren Rückraum, weil sie andere Typen sind. Damit sind wir schwerer ausrechenbar“, sagt der Trainer. Für beide spricht, dass sie sowohl im Angriff als auch in der Defensive einsetzbar sind. Störende Wechsel in der Umschaltphase fallen damit weg – ein wichtiger Faktor, wenn es ganz schnell gehen soll.

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Nach Clößners Meniskusoperation in der vergangenen Woche muss Nordmeyer „im Angriff personell einiges umstellen“. Voraussichtlich vier Wochen lang bleibt Vignir Svavarsson damit praktisch der einzige Kreisläufer, und da der Isländer nicht 60 Minuten lang Vollgas geben kann, kehren zwangsläufig die Wechsel ins TSV-Spiel zurück, um Svavarsson zumindest in der Abwehr zu entlasten.

Dort kommt auf die Burgdorfer am Sonnabend ohnehin einiges zu. Für ihre erste Champions-League-Saison haben die Füchse ihren überragenden Rückraum – Sven-Sören Christophersen, Bartomiej Jaszka und Alexander Pettersson – mit dem spanischen Starspieler Iker Romero (FC Barcelona) und dem Schweden Jonathan Stenbacken (IK Sävehof) mit sehr viel Qualität ergänzt. Dazu kommen in der Startformation mit Torsten Laen ein starker erster Mann am Kreis und der Weltklassetorwart Silvio Heinevetter. „Im Auftaktspiel wird es für beide Teams schwierig, eine gute Leistung zu zeigen, aber bei uns muss schon einiges zusammenkommen, damit wir diese Mannschaft aufhalten können“, sagt Nordmeyer, der aber die Hoffnung nicht aufgegeben hat, die Berliner, anders als beim 18:26 zum Saisonauftakt im vergangenen Jahr, doch auf dem falschen Fuß zu erwischen.

Dabei könnte Torwart Nenad Puljezevic einmal mehr die Rolle des emotionalen Anführers zufallen. Der gebürtige Serbe versteht es prächtig, mit seinen Paraden und Gesten die Stimmung auf den Rängen anzufachen. Neben dem „Supermann“ verfügt die TSV zudem mit Adam Weiner (von FA Göppingen) seit einigen Wochen über einen weiteren Keeper mit internationaler Erfahrung. Der Pole brennt wie der restliche Kader darauf, „endlich um Punkte zu spielen“, wie Nordmeyer festgestellt hat – in der Hoffnung, dass sich die ersten Zähler schneller einstellen als die Rückkehr des so vermissten verletzten Kreisläufers Clößner.

01.09.2011
01.09.2011