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Sportmix Bundestrainer Löw plant mit Khedira
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14:33 06.02.2011
Bundestrainer Joachim Löw
Bundestrainer Joachim Löw Quelle: dpa
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Die fünf Dortmunder Himmelsstürmer fiebern ihrem Heim-Länderspiel entgegen, aber Joachim Löw wird im Klassiker gegen Italien in erster Linie auf seine bewährten WM-Kräfte vertrauen. Das Einspielen des Stammpersonals für die weiteren wichtigen Aufgaben in der Qualifikation für die Fußball-Europameisterschaft 2012 soll am Mittwoch (20.45 Uhr/ARD) in Dortmund erst einmal Vorrang haben vor Experimenten. Aufgedrängt haben sich Lokalmatadoren von Mats Hummels über Supertalent Mario Götze bis zu Neuling Sven Bender.

„Natürlich werden Spieler wie Lahm und Schweinsteiger spielen. Im Großen und Ganzen wird eine Mannschaft auf dem Platz stehen, die schon zusammengespielt hat“, kündigte Bundestrainer Löw bereits am Sonntag an. Hoffnung machte er den nachdrängenden Jungstars dennoch. „Ich habe die Möglichkeit, einige Wechsel vorzunehmen. Das hängt auch vom Spielverlauf ab“, erläuterte der Bundestrainer.

Aller Voraussicht nach kann der Chefcoach personell aus dem Vollen schöpfen. Auch der angeschlagene Mittelfeldspieler Sami Khedira werde anreisen, berichtete Löw vor dem Treffpunkt seines 22-köpfigen Kaders am späten Sonntagabend in der Sportschule Kaiserau in Kamen.

„Normalerweise gibt es keine Probleme bei Khedira für die Partie am Mittwoch“, sagte Löw. Khedira hatte sich unter der Woche beim Sieg von Real Madrid im spanischem Pokal gegen den FC Sevilla am Knie verletzt, aber offenbar nur eine Prellung erlitten. Allerdings muss noch abgewartet werden, wie es körperlich bei Khedira nach dem Punktspiel am Sonntagabend gegen San Sebastián aussieht.

Khediras Fitness könnte die Debüt-Chancen des Dortmunders Sven Bender im defensiven Mittelfeld beeinflussen, zumal Löw seinen Kapitän Michael Ballack in einem persönlichen Gespräch auf ein mögliches Comeback bei den kommenden Partien gegen Kasachstan und Australien im März vertröstet hatte.

„Ich war schon überrascht über die Nominierung, nichts hatte darauf hingedeutet“, sagte Bender. Der 21-Jährige weiß um die große Konkurrenz gerade im zentralen Mittelfeld des DFB-Teams: „Ich freue mich erstmal, dabei zu sein. Da sind so viele gute Kicker dabei, da kann man sich wieder was abgucken“, erklärte Bender.

Löw will den zweikampfstarken Youngster zunächst einmal in den Trainingseinheiten begutachten: „Ich will ihn mal zwei, drei Tage sehen und testen“, erklärte Löw. Neben Bender und Götze komplettieren Marcel Schmelzer und Kevin Großkreutz das BVB-Quintett im Aufgebot. Ex-Teamchef Franz Beckenbauer nannte es „logisch“, dass Löw auf die Jungstars „des kommenden deutschen Meisters“ setzt: „Die Besten gehören in die Nationalmannschaft, selbst wenn sie jung sind.“

In der Debatte um ein Ballack-Comeback stellte der Bundestrainer frühzeitig klar, dass eine Versetzung von Bastian Schweinsteiger auf die Zehner-Position - wie derzeit beim FC Bayern - für ihn kein Thema ist. „Wir haben in der Offensive Özil, Kroos, Götze, Holtby. Und Bastian hat bei uns auf der Sechser-Position viele Ballkontakte, sorgt für Stabilität und Organisation“, erklärte der Bundestrainer. Löw freut sich auf den Start ins turnierlose Länderspiel-Jahr 2011. „Mit den Italienern zu beginnen, ist ein sehr interessantes Spiel. Ich gehe davon aus, dass wir sehr viele Dinge mitnehmen können.“

Bundestrainer Joachim Löw hat 22 Akteure nominiert:

Tor: René Adler (Bayer Leverkusen), Manuel Neuer (FC Schalke 04)

Abwehr: Dennis Aogo (Hamburger SV), Holger Badstuber (FC Bayern München), Jérome Boateng (Manchester City), Arne Friedrich (VfL Wolfsburg), Mats Hummels (Borussia Dortmund), Philipp Lahm (FC Bayern München), Per Mertesacker (Werder Bremen), Marcel Schmelzer (Borussia Dortmund), Heiko Westermann (Hamburger SV)

Mittelfeld: Sven Bender (Borussia Dortmund), Mario Götze (Borussia Dortmund), Kevin Großkreutz (Borussia Dortmund), Sami Khedira (Real Madrid), Mesut Özil (Real Madrid), Bastian Schweinsteiger (FC Bayern München), Christian Träsch (VfB Stuttgart)

Angriff: Mario Gómez (FC Bayern München), Miroslav Klose (FC Bayern München), Thomas Müller (FC Bayern München), Lukas Podolski (1. FC Köln)

dpa