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Sportmix Bremen unglücklich über "schwersten Gegner" - auch HSV unzufrieden
Sportbuzzer Sportmix Bremen unglücklich über "schwersten Gegner" - auch HSV unzufrieden
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08:52 23.08.2010
Pokalknaller: Bremen trifft auf den FC Bayern München und kann so schon in der 2. Runde verhindern, das die Bayern den Pokal am Ende wieder hochhalten.
Pokalknaller: Bremen trifft auf den FC Bayern München und kann so schon in der 2. Runde verhindern, das die Bayern den Pokal am Ende wieder hochhalten. Quelle: ap (Archiv)
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„Glücksfee“ Steffi Jones hat mit der Neuauflage des Vorjahresfinales Bayern München gegen Werder Bremen für den Kracher in der 2. Runde des DFB-Pokals und Entsetzen an der Weser gesorgt. Neben dem Topspiel bescherte die OK-Präsidentin der Frauenfußball-WM 2011 bei der Auslosung am Samstagabend dem VfL Wolfsburg eine machbare Aufgabe. Der deutsche Meister von 2009 muss beim Fünftligisten Victoria Hamburg ran. „Es ist schade für den deutschen Fußball, dass das Endspiel der letzten Saison jetzt schon in der zweiten Runde stattfindet“, kommentierte Bremens Sportdirektor Klaus Allofs das „Hammerlos“.

Dennoch sinnt Werder auf Revanche für die 0:4-Finalschlappe vom Mai. „Für den Pokalsieg müssen wir sowieso alle schlagen, außerdem haben wir mit den Bayern ja auch noch eine Rechnung offen“, sagte Sebastian Prödl. Und Torsten Frings meinte: „Das ist natürlich der schwerste Gegner, der uns zugelost werden konnte, aber auch gegen die Bayern kann man gewinnen.“

Beim Rekord-Pokalsieger wurde das Los ebenfalls mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Kapitän Mark van Bommel ließ jedoch keinen Zweifel an der Marschrichtung: „Unser Ziel ist auch in dieser Saison das Finale in Berlin. Von daher nehmen wir jeden Gegner, wie er kommt. Gegen Bremen ist es sicher kein Nachteil, dass wir vor eigenem Publikum spielen.“

Fußball-Bundesligist Hamburger SV ist unzufrieden mit seinem Los in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Die Hamburger müssen am 26. oder 27. Oktober beim Liga-Rivalen Eintracht Frankfurt antreten, nachdem sie in der ersten Runde den Fünftligisten Torgelower SV Greif (5:1) ausgeschaltet hatten. Das ergab die Auslosung am Samstagabend in Hamburg.

„In Frankfurt haben wir natürlich sehr früh einen Bundesligisten zugelost bekommen, und das auch noch auswärts. Es wird sehr schwer“, sagte Nationalspieler Marcell Jansen. „Wir hätten gerne zu Hause mit unseren tollen Fans im Rücken gespielt.“ Bereits am nächsten Samstag (15.15 Uhr) stehen die Hamburger in der Bundesliga bei den Frankfurtern auf dem Rasen und können den Gegner studieren.

Für Oberligist Victoria Hamburg hat sich die Hoffnung auf Rekordmeister Bayern München nicht erfüllt. Dennoch haben die Amateure in Ex-Meister VfL Wolfsburg einen Elite-Verein erwischt. Victoria-Trainer Bert Ehm warnte die Wolfsburger unmittelbar nach der Auslosung. „Die sollen sich vorsehen. Ich sehe unsere Chancen bei 20 Prozent.“

Das spricht für Zuversicht. Denn nach der Auslosung der ersten Runde hatte Ehm die Chancen für das Spiel gegen den Zweitligisten Rot-Weiß Oberhausen auf lediglich zehn Prozent taxiert. „Vicky“ gewann bekanntermaßen mit 1:0. „Wolfsburg ist ein gutes Los. Ich hätte mir aber noch einen Größeren gewünscht“, sagte Ehm. Die Abend-Partie wird wegen nicht ausreichenden Flutlichts nicht im heimischen Hoheluft-Stadion, sondern mit großer Wahrscheinlichkeit im Millerntor-Stadion des FC St. Pauli ausgetragen.

dpa