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Boris Herrmanns Segelkrimi vor der Entscheidung

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10:47 27.01.2021
Hat bei der Vendée Globe mit einer Zeitgutschrift von sechs Stunden noch ein Ass im Ärmel: Boris Herrmann.
Hat bei der Vendée Globe mit einer Zeitgutschrift von sechs Stunden noch ein Ass im Ärmel: Boris Herrmann. Quelle: Boris Herrmann/Team-Malizia.com/dpa
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Les Sables-d'Olonne/Frankreich

Rund fünf Stunden später könnte Boris Herrmann ("Seaexplorer - Yacht Club de Monaco") seine Vendée-Globe-Premiere erfolgreich beenden. "Die Karten liegen schon seit ein paar Tagen auf dem Tisch. Ich weiß nicht, ob ich jemals so aufgeregt war. Wie ein Kind zu Weihnachten", sagte Boris Herrmann.

Der 39-Jährige lag am frühen Morgen des 27. Januar mit 72 Seemeilen Rückstand auf Charlie Dalin und zehn Seemeilen hinter "Bureau Vallée 2"-Skipper Louis Burton auf Platz drei, hat aber mit einer Zeitgutschrift von sechs Stunden noch ein Ass im Ärmel. Die Wiedergutmachung hatte ihm und zwei weiteren Teilnehmern die Wettfahrtleitung in Folge ihrer Beteiligung an der Rettungsmission für den schiffbrüchigen Kevin Escoffier in der Nacht vom 30. November auf den 1. Dezember zugesprochen.

Deshalb kann auch der fünftplatzierte Yannick Bestaven ("Maître Coq IV") mit einem Guthaben von 10 Stunden und 15 Minuten nach zuletzt furioser Aufholjagd noch in den Kampf um die Vendée-Globe-Krone eingreifen. Die dritte Unbekannte im Rechenspiel um die Platzvergabe ist Escoffier-Retter Jean Le Cam. Der Franzose lag als Achter zuletzt 432 Seemeilen hinter Dalin zurück. Könnte er diese Distanz noch deutlich verkürzen, kann auch er noch in den Kampf um die Top fünf eingreifen.

© dpa-infocom, dpa:210127-99-188209/2

dpa