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Sportmix Bayern wollen das „Klub-Double“
Sportbuzzer Sportmix Bayern wollen das „Klub-Double“
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20:02 12.05.2012
Foto: BVB-Trainer Jürgen Klopp will sich am Samstag im DFB-Pokal-Finale gegen Bayern München durchsetzen.
BVB-Trainer Jürgen Klopp will sich am Samstag im DFB-Pokal-Finale gegen Bayern München durchsetzen. Quelle: dpa
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Köln

Nobodys gegen Rekordchampion, hungrige Talente gegen erfahrene Nationalspielerinnen, Herausforderer gegen Titelverteidiger - die Rollen im 32. DFB-Pokal-Finale der Frauen sind klar verteilt. Der FC Bayern München geht an diesem Samstag in Köln (16.00 Uhr/ZDF) gegen den mit zahlreichen Stars gespickten 1. FFC Frankfurt als Außenseiter ins Duell um die elf Kilogramm schwere Silbertrophäe. Gleichwohl wollen die Münchnerinnen den Grundstein für ein Novum in der deutschen Pokal-Historie legen. Gelingt ihnen der Sieg, können Lahm und Co. beim Berliner Cup-Finale gegen Borussia Dortmund vier Stunden später das erste „Club-Double" perfekt machen.

Für den ersten Erfolg bei ihrer dritten Finalteilnahme nach 1988 und 1990 beschwören die Bayern-Frauen sogar das Selbstbewusstsein der Vereinskollegen, in deren Schatten sie seit Jahren um Anerkennung ringen. „Wir haben auch eine Mia-san-Mia-Mentalität", behauptet Managerin Karin Danner. Bayer-Trainer Thomas Wörle ist da eher zurückhaltender in der Wortwahl. „Wir freuen uns extrem, im Finale vor einer tollen Kulisse dabei zu sein. Aber bei uns muss schon sehr viel passen. Meine junge Mannschaft muss über sich hinauswachsen, um das starke Frankfurter Team zu schlagen", sagte Wörle am Freitag in Köln - und hofft auf einen „historischen Tag".

Bei den Münchnerinnen macht das ihnen zugeteilte Jahresbudget ungefähr soviel aus, wie ein „schlecht bezahlter" Bayern-Profi pro Saison verdient. „Wir werden vom Hauptverein sehr gut unterstützt, das muss man betonen", sagte Wörle. Gleichwohl wären die 60 000 Euro, die dem Cup-Sieger als DFB-Prämie winken, für die Bayern-Frauen ein willkommenes Zubrot. 40.000 Euro bekommt der unterlegene Finalist.

Obwohl der Etat des Titelverteidigers aus Hessen (1,8 Millionen Euro) ungleich höher ist, traut Karl-Heinz Rummenigge seinen Fußballerinnen den Coup zu. Es sei eine "wunderbare Sache", mit Frauen und Männern im Finale zu stehen. „Darauf können wir alle in unserem Club sehr stolz sein. Es zeigt, dass beim FC Bayern auch abseits der Lizenzspielerabteilung erstklassige Arbeit geleistet wird", sagte der FCB-Vorstandsvorsitzende. Zwar sind die Frankfurterinnen bei ihrer zwölften Endspielteilnahme für Rummenigge favorisiert. „Aber unser junges Team wird alles geben, den Cup nach München zu holen."

Anders als sein FFC-Kollege Sven Kahlert, der fast nur international erfahrene Akteurinnen aufbieten kann, muss Wörle auf den Erfolgshunger seiner Talente vertrauen. In Lena Lotzen (18 Jahre) und Torhüterin Kathrin Längert hat er nur zwei aktuelle deutsche Nationalspielerinnen im Team, muss zudem die routinierte Petra Wimbersky und Mittelfeldstar Julia Simic (beide Kreuzbandriss) ersetzen. "Natürlich wäre ich gern dabei. Aber ich werde versuchen, meine jungen Kolleginnen nach Kräften zu unterstützen", sagte Simic.

München - das ist das Stichwort für den FFC. Fünf Tage nach dem Pokal-Finale wartet auf den Branchenriesen genau wie auf die Männer des FC Bayern mit dem Champions-League-Finale das nächste Highlight. Im Olympiastadion ist Titelverteidiger Olympique Lyon der Gegner. Frankfurts Manager Siegfried Dietrich lässt nach der verpassten Meisterschaft keinen Zweifel an den Zielen: "Wir wollen zum neunten Mal den Pokal nach Frankfurt holen und dann alles daran setzen, uns die europäische Krone aufzusetzen." Auch Nationalverteidigerin Saskia Bartusiak gab sich selbstbewusst: "Wenn man in zwei Finals steht, will man auch beide gewinnen. Nichts anderes als ein Sieg zählt."

dpa

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