Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Sportmix Alle Deutschen raus: Henin und Federer weiter
Sportbuzzer Sportmix Alle Deutschen raus: Henin und Federer weiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:52 30.05.2010
Roger Federer Quelle: dpa
Anzeige

Bei ihrem letzten Auftritt in Paris 2007 - vor ihrer „Tennis-Auszeit“ - hatte sie triumphiert. Im Achtelfinale wartet auf die nur an Nummer 22 gesetzte Wallonin Vorjahreshalbfinalistin Samantha Stosur aus Australien.

Titelverteidiger Roger Federer steht nach seinem 6:3, 7:6 (7:5), 6:2-Erfolg über seinen Schweizer Landsmann Stanislas Wawrinka bereits im Viertelfinale. Dort könnte es zur Neuauflage des letztjährigen Finals gegen Robin Söderling (Schweden) kommen, der gegen den Kroaten Marin Cilic antreten musste. Die Runde der besten Acht verpasst hat dagegen überraschend die Weltranglisten-Zweite Venus Williams, eine der Mode-Attraktionen des Turniers. Die 29-jährige Amerikanerin hatte in der Woche mit ihrer durchsichtigen Unterwäsche den ungehinderten Blick auf ihren „wohlgestalteten Popo“ (Williams) zugelassen und damit für Schlagzeilen gesorgt. Sie unterlag mit 4:6, 3:6 der Russin Nadia Petrowa, der French-Open-Halbfinalistin von 2003 und 2005.

Anzeige

„Ich bin einfach froh, dass ich hier in Roland Garros schon wieder so weit gekommen bin“, sagte die 27-jährige Henin nach dem bisher mit Abstand besten Damenmatch des Turniers. Dabei hatte sie im dritten Satz schon mit 0:2 und 0:40 zurückgelegen. Die nach ihrer Schulteroperation wiedererstarkte Scharapowa, zuletzt siegreich in Straßburg, meinte: „Ich habe gut gespielt, aber es hat heute gegen Justine nicht gereicht. Ich hatte aber eine gute Woche.“

Kohlschreibers Aus beim 6:2, 3:6, 3:6, 7:6 (7:1), 4:6 gegen den Weltranglisten-Neunten Fernando Verdasco aus Spanien passte unterdessen zum durchwachsenen Auftritt der Deutschen. Insgesamt standen beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres 17 Profis des Deutschen Tennis Bundes (DTB) im Hauptfeld. Neben Kohlschreiber kam allerdings nur Qualifikant Julian Reister aus Reinbek, die Turnierüberraschung aus deutscher Sicht, in die dritte Runde.

„Ich bin nicht unzufrieden, das Ziel zweite Woche ist aber irgendwo immer da“, sagte Davis-Cup-Teamchef Patrik Kühnen über das Abschneiden der zwölf deutschen Herren. Kohlschreiber, seiner Nummer eins nach der Absage von Thomas Haas (Hüft-OP), bescheinigte Kühnen einen couragierten Auftritt: „Das war ein hartumkämpftes Match, ganz eng, einzelne Bälle haben am Ende den Ausschlag gegeben.“

Der deutsche „Einzelkämpfer“ Kohlschreiber, im Vorjahr wie Thomas Haas im Achtelfinale, haderte nach dem 4:02 Stunden langen Match mit sich: „So eine Niederlage ist natürlich verdammt schmerzhaft, wenn man so lange auf dem Platz steht und einfach mehr drin war.“ Der Weltranglisten-35., mit einer Erkältung in Roland Garros angetreten, bilanzierte aber: „Schlussendlich bin ich froh, dass ich hier überhaupt zwei Matches gewinnen konnte. Das war ein gutes Turnier.“

Die Titelkandidaten Rafael Nadal und Serena Williams konnten sich das Geschehen am Sonntag entspant anschauen. Der viermalige French- Open-Champion aus Spanien setzte sich 6:3, 6:4, 6:3 gegen den Australier Lleyton Hewitt durch, die Weltranglisten-Erste aus den USA gegen die Russin Anastasia Pawljutschenkowa 6:1, 1:6, 6:2. Ihr Landsmann Andy Roddick scheiterte dagegen überraschend an dem russischen Qualifikanten Teimuras Gabaschwili mit 4:6, 4:6, 2:6.

dpa