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Sportmix 400 Judoka kämpfen in Hannover
Sportbuzzer Sportmix 400 Judoka kämpfen in Hannover
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09:29 29.03.2012
Von Björn Franz
Drei Tage lang haben sich 400 Judoka am Maschsee getummelt. Quelle: Ulrich zur Nieden
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Hannover

Einsam gefühlt haben dürfte sich keiner auf der improvisierten Großraum-Judomatte im Olympiastützpunkt Hannover. So viel ist sicher. Angesichts von rund 400 Judoka aus 24 Ländern, die an den vergangenen drei Tagen ein gemeinsames Trainingslager am Ufer des Maschsees absolvierten, wurde jede Wurftechnik schon fast zum logistischen Problem. Da half auch die Tatsache nichts, dass die Kampfsportler wegen der Masse an Teilnehmern in die Leichtathletikhalle ausgewichen waren, in der eigens zu diesem Zweck eine 1200 Quadratmeter große Judomatte ausgelegt worden war.

Beschwerden gab es aber trotz der beengten Verhältnisse nicht. Schließlich hat das Trainingscamp schon Tradition – und die Anzahl der Teilnehmer darf auch als Kompliment für dessen Qualität gewertet werden. Bereits zum elften Mal trafen sich die Judoka der Alterklassen „U 17“ und „U 20“ zum gemeinsamen Üben in Hannover. Der Großteil der internationalen Gäste, die unter anderem aus Japan, Brasilien, Usbekistan und Kanada kamen, war direkt vom Masters-Turnier in Bremen, das am Wochenende ausgetragen wurde, zum Olympiastützpunkt weitergefahren.

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Außer den guten Trainingsbedingungen ist es vor allem der Vergleich mit Gegnern, auf die man nicht regelmäßig trifft, die für die Judotalente den besonderen Reiz des Camps ausmacht. „In diesem Alter ist es wichtig, dass man starke Trainingspartner hat und auch mal Kampfstile aus anderen Ländern kennenlernt“, erklärte Sven Loll. Der Trainer des Bundesstützpunktes Hannover hatte gemeinsam mit seinen Kollegen Raik Schillbach und Patrick Kuptz die Aufsicht über die etwa 400 Nachwuchskämpfer – unter denen sich auch ein Dutzend Athleten befanden, die regelmäßig in Hannover trainieren.

Einer von ihnen konnte sich sogar mit einem beachtlichen Erfolg auf die kurze Reise von Bremen nach Hannover machen. Marius Piepke vom Garbsener SC belegte beim Masters-Turnier bei den „U 20“-Junioren in der Klasse bis 100 Kilogramm den 3. Platz und bestätigte damit seinen Titelgewinn bei den deutschen Junioren-Meisterschaften. Viel Zeit, sich zu erholen, blieb ihm aber nicht. Schon gestern Abend stand der 18-Jährige in Holle bei Salzgitter schon wieder bei einem Länderkampf auf der Matte. Dort aber dann zumindest nur gemeinsam mit einem anderen Judoka.

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