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Sportlerwahl Handballer Kai Häfner
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13:04 11.12.2017
JUBEL: Kai Häfner freut sich über ein Tor.
JUBEL: Kai Häfner freut sich über ein Tor. Quelle: Petrow
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Hannover

Sie sind ja eigentlich Schwabe durch und durch. Fühlen Sie sich trotzdem schon als Hannoveraner?

Das stimmt (lacht). Trotzdem fühlen meine Frau und ich uns hier sehr, sehr wohl. Uns macht es Spaß hier. Hannover ist eine zweite Heimat geworden.

Auch kulinarisch? Der Schwabe steht ja auf Spätzle und Maultaschen. Gibt es etwas, was das verdrängen könnte – Calenberger Pfannenschlag zum Beispiel?

Nein. Was das Essen angeht, bin ich wirklich sehr heimisch. Ich freue mich, wenn Mutter oder Schwiegermutter etwas kochen. Da geht das Herz auf.

Kochen Sie auch?

Ich versuche es. Bei Maultaschen kann man nicht viel falsch machen. Allerdings habe ich die noch nicht gemacht. Spätzle und Linsen kann ich zwar, aber da bin ich nicht so der Held. Da gibt‘s große Unterschiede, wenn die Mutter oder die Oma zubereiten.

Es war ein außergewöhnliches Jahr für die Recken und Sie. Erst die Sieglos-Serie in der Rückrunde der vergangenen Saison, jetzt der Siegeszug in der neuen Runde. Wie haben Sie die Phasen erlebt?

Es ging wirklich nicht gut los, sowas habe ich noch nie erlebt. Das war nicht einfach. Es war eine Katas-trophe, kein guter Zustand. Nach den Spielen hockst du daheim und denkst: Was ist hier los? Dann kam die Sommerpause. Da hat sich viel verändert. Jetzt zeigen wir, was in uns steckt, dass es ein Ausrutscher war. Es macht deutlich mehr Spaß, wieder zu gewinnen. Es ist ein tolles Gefühl, wie die Stadt das annimmt und wie der Verein sich weiterentwickelt.

Wie sind Sie persönlich mit der Krise umgegangen?

So eine Saison geht nicht spurlos an einem vorbei. Das Wichtigste, dass man sich als Team und individuell da wieder rauskämpft. Erfolg ist wichtig. Wenn die Mannschaft gut spielt, kann man sich auch persönlich besser entfalten. Ich fühle mich mittlerweile wieder sehr wohl, auch mit dem Amt des Kapitäns. Das ist eine neue Herausforderung, der ich mich gerne stelle. Ich wachse da ganz gut rein.

Zur Nationalmannschaft: Die WM im Januar lief enttäuschend ...

Wir haben uns das im Januar alle anders vorgestellt. In der Gruppenphase hatten wir alles gewonnen, dann erhofft man sich natürlich mehr. Dann ein schlechtes Spiel im Achtelfinale – und alles war aus. Es war deutlich mehr drin.

Was geht bei der kommenden EM in Kroatien, wo Deutschland Titelverteidiger ist?

Die Quali verlief überzeugend. Sie hat gezeigt, dass das Team aus der WM gelernt hat. Jetzt fahren wir zur EM, um Gas zu geben, das Maximale rauszuholen und etwas mit Heim zu nehmen. Eine Medaille ist auf jeden Fall das Ziel.

Im vorläufigen Kader stehen Sie. Der endgültige Kader steht noch aus. Vor zwei Jahren sind sie während des Turniers nachnominiert worden, fuhren vom Sofa direkt zur EM und wurden zum Helden …

Diesmal würde ich gerne von Anfang an dabei sein (lacht).

Wie tickt Kai Häfner abseits des Handballs – wie können Sie entspannen?

Ich unternehme sehr gerne Kurztrips irgendwo hin, in andere Städte. Da kann man am besten abschalten. Mal etwas anderes sehen. Einen Kaffee trinken, gut essen gehen liebe ich auch.

Und wie läuft Ihr Management-Studium?

Leider steht gerade eine Hausarbeit an. Das ist meganervig. Damit beschäftige ich mich sehr ungern. Ich bin im sechsten Semester meines Masters. Da ich das nicht Vollzeit machen kann, brauche ich sicher noch zwei Semester. Mein Vertrag läuft bis 2020. Bis dahin sollte ich fertig sein (lacht).

Von Simon Lange

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