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Sportler des Jahres 2018 Judo-Team Hannover: Der Durchmarsch in die Bundesliga
Sportbuzzer Sportler des Jahres 2018 Judo-Team Hannover: Der Durchmarsch in die Bundesliga
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16:23 20.12.2018
Das Judo-Team feiert den Aufstieg in die Bundesliga. Quelle: Lobback
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Seit dem Neuanfang in der Bezirksliga hat das Judo-Team Hannover keinen Kampf verloren. Geht das in der Bundesliga so weiter, Herr Toni Grohn (Kämpfer im Team des JT Hannover)?

Wir haben uns gut aufgestellt für die nächste Saison und wollen weiter mit regionalen Kräften kämpfen. Das ist nicht üblich in der Bundesliga. Da möchten wir das Gegenstück sein und auch Kämpfer von unserem Olympia-Stützpunkt, die woanders in der ersten Liga kämpfen, zurückholen. So wollen wir zeigen, dass wir auch in dieser Liga oben mitkämpfen können.

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Was ist in der nächsten Saison drin?

Das Ziel ist erst einmal der Klassenerhalt. Wir sind ja jetzt erst aufgestiegen und müssen schauen, wie wir da mit einer regionalen Truppe mitkämpfen können.

Mehr zur Sportlerwahl

Welche Sportlerinnen und Sportler sind nominiert? Was können Sie gewinnen? Alle Informationen zur Sportlerwahl finden Sie hier.

Ist es nicht auch von Vorteil, nur auf hannoversche Kämpfer zu setzen?

Ja, definitiv – alleine von der Einstellung her. Wenn du wie beim Deutschen Meister in Hamburg nur Kämpfer dazukaufst, haben die dann vor Ort nicht wirklich viele Leute, die das Niveau für die erste Liga haben. Wenn du das Geld hast, dann ist es logisch, dass das von Erfolg gekrönt ist. Wenn du es nicht hast, wie bei uns, sind besondere sportliche Leistungen nur möglich, wenn du dich gegenseitig motivierst. Weil wir alle vor Ort trainieren, ist das eher gegeben, als wenn man sich nur am Wochenende zum Kampftag sieht.

Judo ist ja eher eine Einzelsportart: Kämpfen Sie lieber im Team oder allein?

Ich fühle mich tatsächlich im Einzelbereich wohler. Da bin ich für mich selber verantwortlich. Am Ende des Tages weiß ich dann, warum es vielleicht nicht gereicht hat. Bei der Mannschaft ist das anders. Das hat auch seine Vorteile, denn im Team wird man von außerhalb noch einmal ganz besonders angespornt. Mich hat es in den letzten Jahren eher unter Druck gesetzt, und ich konnte damit auch nicht so ganz umgehen. Trotzdem freue ich mich auf die kommende Saison. Ich hoffe, dass ich die positiven Aspekte dann in eine Leistungssteigerung ummünzen kann.

Wer ist die Mannschaft des Jahres?

Zu Ihren Kämpfen kommen viele Zuschauer. Hat Sie das überrascht?

Auf jeden Fall, gerade weil wir in den letzten Jahren in einer nie­drigen Liga waren. Auch die 2. Liga ist noch nicht so publikumswirksam. Es hat etwas damit zu tun, dass wir uns andere Sportarten wie Rugby oder Wasserball anschauen. Das ist gut angekommen, und es wird damit wertgeschätzt, dass die anderen Sportler auch bei unseren Kampftagen dabei sind. Deswegen war es echt ein Super-Feeling am Heimkampftag, als wir aufgestiegen sind.

Mehr zum Judo-Team

In vier Jahren ohne einzige Niederlage ist das Judo-Team Hannover von der Bezirks- bis in die Bundesliga marschiert. Im September war der Aufstiegstraum perfekt. 400 Zuschauer waren in der Halle des Sportleistungszentrums, als die Gastgeber den Brühler TV deutlich be­zwangen. Das Team von Trainer Detlev Knorrek geht in der nächsten Saison in der Bundesliga an den Start – und kommt dabei ausschließlich mit hannoverschen Kämpfern auf der Matte aus. Das ist eine Seltenheit in Deutschlands Spitzen-Judo-Sport. 

Sie haben ja für den JLC Leipzig in der Bundesliga gekämpft. Warum sind Sie trotzdem noch für Hannover an den Start gegangen?

Hannover war für mich seit Beginn des Projektes eine Herzensangelegenheit. Das JT war zu dem Zeitpunkt noch in der Regionalliga, und ich durfte dann nebenbei noch in der ersten Liga kämpfen. Mir war wichtig, dass wir das mit Hannover schaffen und jedes Jahr aufsteigen, damit ich dann nicht mehr für Leipzig zu kämpfen brauche. Die erste Liga ist in meiner Ge­wichtsklasse nochmal was an­deres, da gibt es viele ausländische Gegner auf Topniveau. In der zweiten Liga durfte ich dann nicht mehr beides machen, und da habe ich mich für Hannover entschieden.

So wählen Sie mit!

Telefon: Wenn Sie beispielsweise für das Judo-Team Hannover stimmen wollen, wählen Sie 0137/ 9880823 – und die Endziffer 05. Der Anruf kostet aus dem Festnetz der Telekom 50 Cent. Abweichende Preise können für Mobilfunkteilnehmer gelten.

Citipost: Kupon ausschneiden, pro Kategorie jeweils ein Kreuzchen ma­chen, auf eine Postkarte kleben und un­frankiert in einen der 320 blauen Citipost-Briefkästen werfen. Adressiert an: Neue Presse Hannover, Stiftstraße 2, 30159 Hannover.

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Interview: Sascha Priesemann