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Sportler des Jahres 2018 Igor Wandtke greift zur Olympia-Medaille
Sportbuzzer Sportler des Jahres 2018 Igor Wandtke greift zur Olympia-Medaille
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11:48 26.12.2018
Igor Wandtke will bei Olympia eine Medaille.
Igor Wandtke will bei Olympia eine Medaille. Quelle: imago/Revierfoto
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Es war ein sehr erfolgreiches Jahr für Sie. Mannschaftseuropameister, Silbermedaille beim Grand Prix, deutscher Meister im Einzel und im Team. Welcher Erfolg bedeutet Ihnen am meisten?

Der Europameister-Titel ist schon etwas Besonderes. Das haben wir das erste Mal seit mehr als 20 Jahren ge­schafft. Für mich geht es aber um die Olympia-Qualifikation für Tokio 2020, dort will ich um eine Medaille kämpfen. Dafür war die Silbermedaille beim Grand Prix ein wichtiger Schritt. Das gibt im Gegensatz zum Teamwettkampf wichtige Punkte.

Sie waren an der Schulter verletzt. Wäre da sogar noch mehr drin gewesen?

Das war definitiv ein Handicap. Ich habe noch zwei wichtige Kämpfe der Olympia-Quali vor der Weltmeisterschaft ausgelassen. Und ich war auch nicht hundertprozentig fit bei der WM in Baku. Da wäre mehr für mich drin gewesen. Aber Verletzungen gehören leider dazu.

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Sie sind jetzt 28 Jahre alt. Viele Judokas hören Mitte dreißig auf. Denken Sie auch schon an das Karriereende?

Ja, klar! Es ist irgendwann vorbei. Ich hoffe natürlich, dass ich mit meinen 28 Jahren erst auf dem Zenit oder auf dem Weg dorthin bin. Diese Schulter-Verletzung war schon schwerwiegender.

Was heißt das für die Karriereplanung?

Tokio 2020 werde ich auf jeden Fall noch angehen. Danach muss ich dann mal gucken. Durch die Leistungsreform sind die Verbände ja angehalten, Sportler, die älter als 30 Jahre und nicht mehr erfolgreich sind, auszusortieren. Mein Ziel bleibt aber weiterhin auch Olympia in Paris 2024. Dann wäre ich 33 Jahre alt und würde die Karriere danach ausklingen lassen. Das wäre mein Wunschplan.

Wer ist der Sportler des Jahres?

Haben Sie schon Ideen für die Zeit nach der Karriere?

Ich wollte ursprünglich mal Lehrer werden, aber das habe ich bereits verworfen. Zurzeit studiere ich Betriebswirtschaft und Management. In Hildesheim möchte ich dann einen Abschluss in Wirtschaft und Sport machen. Dann stehen mir alle Wege offen – vom Sportdirektor bis zum Trainer oder ein klassischer Job in der Wirtschaft. Damit habe ich mich auch schon etwas befasst. Aber ich merke, dass ich noch im Leistungssport stecke und noch nicht bereit bin, davon loszulassen.

Sie haben schon mit vier Jahren mit dem Judo begonnen. Wie kam es dazu?

Meine Eltern sind beide Judo-Trainer. Sie haben im Verein das Training geleitet, und ich war als Kind immer schon mit dabei. Als ich vier war, war mir langweilig, und da dachte ich, dass ich das auch kann, und habe mitgemacht. Meine Eltern begleiten mich noch heute, wo sie können.

Das ist Igor Wandtke

Der gebürtige Lübecker ist einer der erfolgreichsten Judoka aus Hannover. Bei den Olympischen Spielen in Rio schafft er es bis ins Achtelfinale. In Tokio soll es eine Medaille werden. Das vergangene Jahr war für den 28-Jährigen trotz einer schwerwiegenden Schulterverletzung sehr erfolgreich. Wandtke ist mit dem Team Europameister geworden, holte sich beim Grand Prix die Silbermedaille und wurde deutscher Meister mit dem Judo-Team Hamburg, für das er in der ersten Liga antritt. 

Geben dir deine Eltern noch weiterhin Tipps?

Wenn die Zeit es erlaubt, trainiere ich noch mit meinem Vater. Mein Judo-Stil ist sehr speziell, und den hat er mit mir zusammen entwickelt. Da hilft das Training dann doch nochmal, um ein paar Kleinigkeiten zu verbessern.

Sie wohnen in Ricklingen. Wieso hat es Sie noch nicht in die große, weite Welt gezogen?

Ich bin glücklich in Hannover. Ich bin jemand, der gerne und oft nach Hause fährt, und dafür liegt Hannover optimal. Dass ich die Familie in der Nähe habe, ist mir wichtiger als bessere Trainingsbedingungen. Daraus kann ich mehr Energie und Kraft ziehen.

So wählen Sie mit!

Telefon: Wenn Sie beispielsweise für Igor Wandtke stimmen wollen, wählen Sie 0137/ 9880822 – und die Endziffer 02. Der Anruf kostet aus dem Festnetz der Telekom 50 Cent. Abweichende Preise können für Mobilfunkteilnehmer gelten.

Citipost: Kupon ausschneiden, pro Kategorie jeweils ein Kreuzchen ma­chen, auf eine Postkarte kleben und un­frankiert in einen der 320 blauen Citipost-Briefkästen werfen. Adressiert an: Neue Presse Hannover, Stiftstraße 2, 30159 Hannover.

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Interview: Sascha Priesemann