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Sportler des Jahres 2018 Andreas Toba will über die Heim-WM nach Tokio
Sportbuzzer Sportler des Jahres 2018 Andreas Toba will über die Heim-WM nach Tokio
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18:55 28.12.2018
Andreas Toba kämpft für seine Träume. Quelle: Petrow
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In diesem Jahr hatten Sie mehrere Verletzungen – und gewannen trotzdem bei den deutschen Meisterschaften eine Goldmedaille. Ein gutes Ergebnis?

Na ja, es war okay. Das Jahr war aufgrund der Verletzungen nicht einfach. Bei den deutschen Meisterschaften hatte ich einen schlechten Tag. Ich habe bei manchen Übungen gepatzt und konnte wegen meiner Probleme mit der Achillessehne am Boden nur eine Grundübung turnen.

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Auch bei der Weltmeisterschaft Ende Oktober in Doha lief es mit Platz zehn in der Mannschaftswertung für das deutsche Team nicht so gut. Wie blicken Sie darauf zurück?

Wir hatten nicht die optimalen Bedingungen. Ich war noch nicht hundertprozentig fit, und Marcel Nguyen hatte sich vier Wochen vorher eine Rippe gebrochen. Ein Finale wäre unter anderen Umständen möglich gewesen.

Mehr zur Sportlerwahl

Welche Sportlerinnen und Sportler sind nominiert? Was können Sie gewinnen? Alle Informationen zur Sportlerwahl finden Sie hier.

Was also können die nächsten Ziele sein?

Der Weltcup in Cottbus und die Heim-WM im nächsten Jahr in Stuttgart. Die gilt dann auch gleichzeitig als Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020. Dann bin ich 30 und werde schauen, wie es weitergeht.

Haben Sie schon eine konkrete Idee?

Ich möchte nach meiner sportlichen Karriere gerne als Trainer weitermachen. Die Grundlagen habe ich mit meinem Bachelor in Sport bereits gelegt. Im Moment mache ich noch einen Master in Sportmanagement.

Zurück zur Gegenwart: Wie viel Training ist notwendig für diesen Erfolg?

Von Montag bis Freitag trainiere ich zweimal am Tag, am Samstag einmal, und Sonntag habe ich frei. Vor einem Wettkampf trainiere ich auch mal ein bisschen mehr. Einmal im Monat bin ich dann noch für eine Woche im Trainingslager in Kienbaum.

Wer ist der Sportler des Jahres?

Ihr Vater war auch Turner. War es für Sie also immer klar, in seine Fußstapfen zu treten?

Ich habe schon mit drei oder vier Jahren mit dem Turnen angefangen. Mein Vater hatte natürlich großen Einfluss, weil er mich schon damals mit in die Turnhalle genommen hatte. Was anderes ausprobieren wollte ich nie.

Und doch trainieren Sie nicht bei Ihrem Vater. Warum?

Er ist kein ausgebildeter Trainer, hat aber natürlich immer irgendwie seine Finger mit im Spiel und begleitet mich bei Wettkämpfen. Wenn er mein Trainer wäre, würde es auf Dauer auch nicht funktionieren.

Sie sind Ihrem Heimatverein in Hannover treu geblieben. Warum?

Ich bin ein Familienmensch – und die Stadt gefällt mir. Hannover ist nicht zu klein und nicht zu groß.

Das ist Andreas Toba

Andreas Toba (28) ist ge­bürtiger Hannoveraner und trainiert hauptsächlich im Sportleistungszen­trum Hannover. Seit Ende 2012 trainiert er bei Adrian Catanoiu, der ihn bereits im Kindesalter gecoacht hat. Bei den Olympischen Spielen 2012 und 2016 erreichte er mit der Mannschaft den 7. Platz – in Rio wurde er dabei zum „Hero de Janeiro“, er turnte mit einem Kreuzbandriss die Pferd-Übung, um der Mannschaft zu helfen. Auch mehrere deutsche Meistertitel stehen auf seiner Erfolgsliste.

Was ist Ihre Lieblingsdisziplin und warum?

Ich mag das Reck und die Ringe sehr gerne. Es macht einfach Spaß zu fliegen, man kann sich an beiden Geräten so richtig auspowern.

Wie viel Kontakt haben Sie zu anderen Turnern?

Sehr viel. Mit Marcel tausche ich mich fast täglich aus. Er ist quasi mein bester Freund, wir trainieren ab und zu in Stuttgart zusammen.

Als Turner träumt man von Fußballgehältern. Wie schaffen Sie es trotzdem, Ihren Sport zu finanzieren?

Das ist natürlich vor allem in so einer Randsportart wie dem Turnen schwierig. Ohne staatliche Projekte und Fördergruppen lässt sich das nicht finanzieren. Ich selber werde über Sponsoren finanziert.

So wählen Sie mit!

Telefon: Wenn Sie beispielsweise für Andreas Toba stimmen wollen, wählen Sie 0137/ 9880822 – und die Endziffer 07. Der Anruf kostet aus dem Festnetz der Telekom 50 Cent. Abweichende Preise können für Mobilfunkteilnehmer gelten.

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