Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Sport-Regional Reserve der TSV Burgdorf stellt dem HSV Hannover ein Bein
Sportbuzzer Sport-Regional Reserve der TSV Burgdorf stellt dem HSV Hannover ein Bein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:42 12.11.2017
Grätsche beim Handball: Malte Donker (linkes Bild, am Boden) stoppt Maximilian Forst unsanft, am Ende dürfen Lars Hoffmann und die TSV jubeln. Quelle: Sielski
Anzeige
Handball

Während die TSV Burgdorf II dem HSV Hannover in eigener Halle einen Punkt abgeknöpft hat, ist Handball Hannover-Burgwedel am Tiefpunkt angelangt.

Für diejenigen, die angesichts des Abrutschens auf den letzten Tabellenplatz, meinen, es gebe in den verbleibenden drei Spielen in diesem Jahr keine Ausreden mehr, hat Trainer Jürgen Bätjer eine klare Aussage: „Die gibt es schon lange nicht mehr.“ Nach dem 27:30 (12:13) bei den HF Springe ist Handball Hannover-Burgwedel ganz unten im Tableu angekommen. Schlimmer geht es nicht mehr.

Anzeige

Das Drumherum sei nach wie vor eine Katastrophe, die personelle Situation weiterhin angespannt. „Aber wir kriegen es ja trotzdem hin, einem Spitzenteam auf Augenhöhe zu begegnen“, sagte Bätjer. „Wir haben da noch viele Alibis drin, und die können wir uns in unserer jetzigen Situation nicht mehr leisten. Wer jetzt nicht verstanden hat, was die Stunde geschlagen hat, dem ist auch nicht mehr zu helfen.“

Und dennoch habe seine Sieben vor 454 Zuschauern alles reingehängt, was sie derzeit bieten könne. „Problematisch war, dass wir ganz viele einfache Bälle weggeschenkt haben, einfachste Bälle nicht gefangen haben oder der Gegenstoßpass nicht ankommt – gerade Mitte der zweiten Halbzeit“, erklärte Burgwedels Trainer. Bis zur 45. Minute legte sein Team vor, lag fünf Minuten zuvor sogar mit drei Toren in Führung (18:15). Nach einer eigenen Auszeit kassierten die Gäste allerdings das 21:21 und liefen wenig später einem Rückstand hinterher – vergeblich. Eine unnötige Zeitstrafe gegen das Team schwächte sie zusätzlich.

„Es war ein hartes Stück Arbeit, aber wir haben uns ins Spiel gekämpft, das war der ausschlaggebende Faktor“, sagte Springes Rückraumspieler Hendrik Pollex. Kampf allein dürfte den Burgwedelern in den nun anstehenden Partie gegen Empor Rostock, die TSV Burgdorf II und den VfL Postdam nicht reichen.

Handball Hannover-Burgwedel: Kinzel, Räbiger – Freitag, Dunekacke (je 5), Michailidis, Behnke (je 4), Antonevitch (4/1), Hoff (3), Fischer (2), Bergmann, Behr, Otto, Paternoga

Sechs Sekunden fehlten den Burgdorfern zu einer großen Überraschung beim HSV Hannover. Kurz vor der Schlusssirene markierte Milan Mazic den nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich zum 26:26 (11:12). TSV-Trainer Heidmar Felixson hätte zwar gern zwei Punkte aus Misburg entführt, doch letztlich war er hochzufrieden. „Kämpferisch haben wir alles gegeben. Die Zuschauer haben eine packende und intensive Partie gesehen. Am Ende hat uns etwas das Glück gefehlt“, erklärte der TSV-Coach.

Die ersten 30 Minuten verliefen ausgeglichen, wobei sich die TSV den Luxus erlaubte, zehn Fehlwürfe zu fabrizieren. Aus dem 11:12 zur Pause wurde in Halbzeit zwei ein 11:14. Doch anschließend dominierten die Gäste eindeutig das Geschehen. Aus einem 14:16-Rückstand in der 40. Minute wurde innerhalb von sechs Minuten eine 18:16-Führung. Der alles überragende Hannes Feise erzielte in der 59. Minute das 26:25. Die TSV kam danach wieder in Ballbesitz, doch diesmal scheiterte Feise mit seinem finalen Wurf an HSV-Torwart Jonas Lange.

„Vor allem in der zweiten Halbzeit hat unsere Deckung hervorragend funktioniert. Hinten und vorn war Hannes Feise überragend. Auch Lars Hoffmann war ein sicherer Schütze. Stark auch Torwart Jonas Wilde mit elf Paraden. Sie ragten noch aus einer starken Mannschaft heraus“, lobte Felixson.

TSV Burgdorf II: Wilde, Ullrich – Feise (6), Hoffmann (6/5), Marx (3), Donker, Diebel, Kalafut, S. Schröter (je 2), M. Dräger, Thiele, Krone (je 1), Koch

Von Christoph Hage und Rolf Linda