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Sport-Regional Nordosten Hannovers verliert zwei Spitzenathletinnen
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17:00 21.03.2018
„Ich wusste gleich, dass es etwas Schlimmeres ist.“ Mittlerweile ist Smilla Kolbe Friederikenstift am linken Knie operiert worden. Quelle: privat
Leichtathletik

Zwei Sprünge – und beide sind folgenreich gewesen. Die hannoversche Leichtathletik-Szene verliert mit Smilla Kolbe aus Brelingen und Henrike Fiedler aus Langenhagen zwei Talente – zumindest demnächst oder zeitweise. Die eine setzt zum Sprung über den Großen Teich an und beginnt in den USA ihr Studium an der University of Idaho, die andere blieb beim Sprung über eine Hürde mit dem linken Knie hängen. Ein Kreuzbandanriss sowie ein Meniskusriss waren die bitteren Folgen.

Auf Krücken in die Schule

„Ich wusste gleich, dass es etwas Schlimmeres ist“, berichtet Kolbe. Ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk zu ihrem 16. Ehrentag am 1. März war das wahrlich nicht. Doch die Brelingerin, im vergangenen Jahr deutsche Meisterin mit der Siebenkampf-Mannschaft des TK Hannover, meistert auch diese Situation. „Es war nun mal so, ändern konnte ich es ja nicht mehr“, sagt sie. Auf Krücken ging es die ersten Tage in die Schule, nur dass sie nicht mehr mit Bus und Bahn von Brelingen zur Waldorffschule nach Hannover musste, sondern von den Eltern chauffiert wurde. Dann Voruntersuchung und noch etwas später die Operation im Friederikenstift in Hannover.

Seit Montag ist sie wieder zu Hause – und schmiedet schon wieder Zukunftspläne. „In einem halben Jahr kann ich wieder mit dem Training anfangen. In einem Jahr bin ich wieder auf dem Stand von vor der Verletzung“, lautet das ehrgeizige Ziel. Und daran arbeitet sie. Physiotherapie oder Krankengymnastik sind nicht das Einzige. Die Gruppe von Landestrainerin Astrid Fredebold-Onnen reist über Ostern zum Trainingslager nach Juist. „Da fahre ich trotzdem mit“, sagt Kolbe. Denn dass sie dazugehört, haben ihr alle Mitstreiterinnen auch in der schweren Phase immer wieder klargemacht – mit Besuchen, Aufmunterungen, Zuspruch.

Sportstipendium für Fiedler

Noch etwas Zeit hat Fiedler. „Ich muss ja erst noch mein Abitur zu Ende bringen“, sagt die Langenhagenerin. Aber der Entschluss, im August das Archäologie- und Anthropologie-Studium in Mos­cow in dem US-Bundesstaat an der kanadischen Grenze zu beginnen, steht, die Zusage für ein Sportstipendium auch. „Seit einem Praktikum in der 9. Klasse, als ich auch auf Ausgrabungsfeldern dabei sein durfte, interessiert mich das“, sagt die Weitspringerin, die in der U-20-Klasse zur erweiterten deutschen Spitze gehört. Und weil sie die Welt, die Menschen und die Kulturen kennenlernen will, reifte der Entschluss, fernab der Heimat zu studieren. „Und weil ich ein Naturmensch bin, habe ich mich auch gegen die Uni von Chicago und für das eher ländliche Moscow entschieden“, sagt die 19-Jährige.

Sportliche Gründe sprachen ebenfalls für die beschauliche 25 000-Seelen-Stadt, in der fast jeder Zweite ein Student ist. „Der dortige Trainer Timothy Cawley war immerhin Weitsprungcoach der amerikanischen Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen 2012 in London“, sagt Fiedler.

Doch vorerst sollen sich in der Heimat Weitsprung- und Hürden-Erfolge einstellen. Die Qualifikationsweite für die deutsche Meisterschaft von 5,85 Metern und der erste Sechs-Meter-Sprung der Karriere stehen auf der Wunschliste. Erst dann wird nicht nur im Sand der Weitsprunggrube nach Gold gesucht, sondern auch auf den Feldern der Menschheitsgeschichte.

Von Matthias Abromeit

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