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Sport-Regional Lions unterliegen ärgstem Widersacher
Sportbuzzer Sport-Regional Lions unterliegen ärgstem Widersacher
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14:18 26.12.2017
Die ERC Wunstorf Lions kämpfen weiter um Platz eins in der Landesliga.
Die ERC Wunstorf Lions kämpfen weiter um Platz eins in der Landesliga. Quelle: Chris
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Eishockey

Es gibt ihn also doch, den Gegner, der sich mit dem ERC Wunstorf Lions in dieser Saison messen kann. Und an dem sich die Mannschaft von Trainer Jörg Meyer selbst wird messen lassen müssen, wenn es nach dem Jahreswechsel darum geht, wer in der Landesliga am Ende ganz oben in der Tabelle stehen wird. Die Wunstorfer haben nun die Gewissheit, dass die Weserstars Bremen 1b ihr ärgster Widersacher sind. Sie wussten das im Grunde schon vor dem direkten Vergleich, den sie in der Mellendorfer Hus-de-groot-Arena gegen die Hanseaten verloren haben.

Mehr als 200 Zuschauer

Mit 4:6 (2:3, 2:2, 0:1) mussten die Lions ihre erste Niederlage einstecken. Natürlich werden sie deshalb ihre neuen Trikots, die sie in dem Topspiel das erste Mal getragen haben, nicht gleich wieder gegen die älteren austauschen. Nach der Begegnung vor etwas mehr als 200 Zuschauern war ihnen jedoch klar, eine Partie verpatzt zu haben, die sich trotz der Ausfälle wichtiger Spieler wie Ken Uplegger, Stefan Kühne, Marvin Sölter, Chris Otten oder Sergey Tryapitsin siegreich hätte gestalten lassen. „Ohne die Stärken der Bremer zu schmälern, aber manchmal gewinnen eben die Glücklicheren“, sagte Lions-Clubchef Heiko Becker.

Einen zweistelligen Erfolg wie in allen vorangegangenen Begegnungen hatte von den Wunstorfern niemand erwartet; das wäre vollkommen vermessen gewesen. Sie legten aber einen gelungenen Start hin, zunächst mit dem Führungstor ihres herausragenden Kapitäns Markus Köppl, der „ohne Ende einstecken musste und selbst alles reingeworfen hat“, wie Becker berichtete. Meyer erhöhte, 2:0 stand es nach 14 Minuten und zehn Sekunden für die Lions, die zu diesem Zeitpunkt aber mitunter schon die Zähne zusammenbeißen mussten. Christian Schweizer etwa, der ab Mitte des ersten Drittels mit einer Rippenprellung weiterspielte.

Die Bremer seien mit der Härte zu Werke gegangen, mit der man auch gerechnet habe, sagte Becker. „Von unseren bisherigen Gegnern waren wir das weniger gewohnt.“ Und im Gegensatz zu den anderen Konkurrenten trafen die Weserstars auch besser. Aus dem Zwei-Tore-Vorsprung wurde bis zur ersten Pause ein 2:3, weil „wir tolle Geschenke verschenkt haben“, sagte Becker. Passend zur Weihnachtszeit. Und nach 29 Minuten hieß es sogar 2:5; den fünften Gegentreffer hatten die Lions in eigener Überzahl kassiert.

Wiedersehen am 7. Januar

Sebastian Steller und Meyer machten es wieder spannend, knapp 23 Minuten wären nach dem 4:5 für die Wunstorfer noch Zeit gewesen, um die Partie zu drehen und zu zeigen, wer der Meisterschaftskandidat Nummer eins ist. Im letzten Drittel eines für beide Teams kräftezehrenden Spiels reichte es aber weder für die Lions, zum Ausgleich zu kommen, noch für die Gäste, sich wieder abzusetzen. Als die Wunstorfer alles riskierten und ihren Torwart Danny Sellmann zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis nahmen, trafen die Weserstars 15 Sekunden vor Schluss ins verwaiste ERC-Gehäuse zur Entscheidung.

„Beim Rückspiel in Bremen hoffen wir auf mehr“, sagte Becker, „wir freuen uns aufs Wiedersehen.“ Das gibt es schon am 7. Januar.

Von Dirk Herrmann