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Sport-Regional Germania schiebt Derby-Frust
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19:03 08.10.2017
Kraftprobe: Die Rugby-Spieler von Germania List und Hannover 78 geben keinen Zentimeter Boden freiwillig ab. Ein Duell auf Augenhöhe. Quelle: Petrow
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Hannover

Dieses Rugby-Derby ist nichts für Weicheier. Zwei- bis dreimal hat es pro Minute gescheppert. Gastgeber Germania List hat alles gegeben, am Ende aber eine spannende und sehr gute Erstligapartie gegen Hannover 78 mit 14:20 (0:8) verloren. Von den knapp 700 Zuschauern gab es viel Applaus, die Lister liefen eine Ehrenrunde.

Es sah auch zunächst nach einem Erfolg für die Hausherren aus. 78 lag fünf Minuten vor dem Abpfiff noch mit 8:14 hinten. „Wir haben alle gekämpft wie die Bekloppten und deshalb verdient gewonnen“, sagte Coach Benjamin Krause. Germanias nordirischer Trainer Duaine Lindsay gratulierte fair und sagte: „Uns hat ein Lenker gefehlt.“

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Dieses Rugby-Derby ist nichts für Weicheier. Zwei- bis dreimal hat es pro Minute gescheppert. Gastgeber Germania List hat alles gegeben, am Ende aber eine spannende und sehr gute Erstligapartie gegen Hannover 78 mit 14:20 (0:8) verloren.

In den ersten 20 Minuten waren die Lister tonangebend, verpassten aber zu punkten. 78 verteidigte geschickt, ließ Germanias Hintermannschaft selten ins Laufen kommen. 15er-Nationalspieler Pascal Fischer kam nach 35 Minuten für den blutenden Guillermo Cattaneo zu einem prima Comeback nach einem Jahr Verletzungspause. Ein Stollen hatte das Ohr des Paraguayers eingerissen – das kann mal passieren im Gedränge. Jan Piosik kickte das 3:0 für die Gäste, kurz vor dem Wechsel legte David Schohr den Versuch zum 8:0.

Aus der Pause kamen die Lister wieder druckvoller. Jarrod Saul lief ins Malfeld, Patrick Riethmüller legte den zweiten Versuch, Niklas Koch erhöhte beide. Das Duell war binnen drei Minuten gedreht (56.), es hieß 14:8 für die Platzherren. Es entwickelte sich eine Art Abnutzungskampf, beide Verteidigungslinien hielten. In der hektischen Schlussphase sahen die Lister Sören Sievers (74.) und Kapitän Stefan Mau jeweils Gelb (Zehn-Minuten-Strafe). Daniel Windolf legte prompt den Versuch zum 13:14, Piosiks Erhöhungskick verfehlte die Goalstange nur um einen Meter. Nach einem Handgemenge sah dann 78er Kain Rix Gelb (80.). In der Nachspielzeit tauchte der eingewechselte Jaap Bremste mit der finalen Aktion ins Malfeld, Piosik erhöhte.

Von Stefan Dinse