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Sport-Regional Final Four: Tischtennis-Elite spielt in Hannover
Sportbuzzer Sport-Regional Final Four: Tischtennis-Elite spielt in Hannover
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17:42 09.01.2018
Top-Tischtennis: Bingens Hana Matelova (links) spielt im Pokalfinale 2017 in Hannover gegen Berlins deutsche Nationalspielerin Petrissa Solja.
Top-Tischtennis: Bingens Hana Matelova (links) spielt im Pokalfinale 2017 in Hannover gegen Berlins deutsche Nationalspielerin Petrissa Solja. Quelle: Sielski
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Hannover

Für Uwe Rehbein schließt sich am Sonntag beim „Lotto Final Four“ in der Swiss-Life-Hall ein Kreis. Wenn die besten deutschen Tischtennisdamen ab 10 Uhr den Pokalsieger ermitteln, blickt Hannovers „Mister Tischtennis“ auf eine 30-jährige Laufbahn als Organisator von hochrangigen Veranstaltungen zurück. Die Pokal-Endrunde am Wochenende ist seine 20. Veranstaltung.

Alles begann 1987 mit dem Länderkampf Deutschland gegen China, (fast) legendär ist auch das Europaligafinale vier Jahre später, als 5500 Zuschauer in der damaligen Stadionsporthalle mit Wunderkerzen den deutschen 5:2-Sieg gegen Schweden feierten. Organisator: immer Rehbein.

Eine solche Gänsehautatmosphäre und Wunderkerzenmeer sind beim Pokal zwar nicht zu erwarten, richtig gute Spiele gibt’s aber auch da. Schon die Halbfinals TuS Bad Driburg gegen den TSV Langstadt und vor allem der TTG Bingen gegen Titelverteidiger TTC Berlin eastside versprechen hochklassigen Sport. „Die Fans sollten früh aufstehen“, empfiehlt Rehbein. Der große Star der Berlinerinnen ist Ding Yaping, die seit 25 Jahren in der Bundesliga spielt. In der Saison 2008/2009 schlug die zweifache WM-Bronzemedaillengewinnerin sogar für Hannover 96 auf.

Jetzt kehrt sie für den Pokal zurück nach Hannover. Dabei hatten Rehbein und sein Team von Badenstedter SC, SG Misburg und TTC Helga eigentlich nicht geplant, das Pokalfinale zum dritten Mal nach 2016 und 2017 auszurichten. Im August kam der Anruf von Andreas Hain vom Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB). Obwohl sich Rehbein seit einem Jahr mit einem Ermüdungsbruch im Fuß plagt, sagte er zu. „Die Schmerzen geraten bei der Arbeit für das Turnier in Vergessenheit.“ Tischtennis als Schmerztherapie!

Liebevoll wie eh und je kümmerte sich Rehbein um viele Details. Erstmals gibt es zum Beispiel im Internet auf der Seitte www.tischtennis.de einen Livestream von einem der Tische. Rehbein sind die Fans eben wichtig – am liebsten hat er sie aber vor Ort in der Swiss-Life-Hall. Karten gibt es im Vorverkauf bei TMS-TT-Shop Hannover (Weidendamm 41) und TT-2000 (Liebigstraße 5). Rehbeins Angebot: Wer zehn Karten kauft, bezahlt nur acht. Ein Schmankerl zum Abschluss von Rehbeins langer Organisationskarriere? Nicht ganz. Er kann es ja doch nicht lassen. Rehbein lacht: „Wenn der DTTB wieder anruft, würde ich den Hörer abnehmen.“

Von Uwe Serreck