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NP-Sportlerwahl 2019 Sportler des Jahres: Das sind unsere Gewinner
Sportbuzzer NP-Sportlerwahl 2019 Sportler des Jahres: Das sind unsere Gewinner
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13:43 22.01.2020
Imke Onnen in Aktion. Quelle: dpa
Hannover

Die Recken räumen ab, und Imke Onnen springt auf Platz 1 – die Wahl zu den Sportlern des Jahres bescherte Favoriten den Sieg, hielt bei der NP-Sportgala im Theater am Aegi aber auch einige Überraschungen bereit.

Die Recken sind die Mannschaft des Jahres 2020. Quelle: Rainer-Droese

TSV Hannover-Burgdorf ist das Überraschungsteam der Saison und krönte mit der aktuellen Leistung ein tolles Jahr mit Platz zwei im DHB-Pokal und Viertelfinale im europäischen EHF-Cup. Seit dieser Saison ist Fabian Böhm Kapitän. Der 30-Jährige: „Die Spiele im Europapokal waren schon etwas ganz Besonderes – wie das Pokal-Final-Four in Hamburg. Das Turnier ist jedes Mal was Geiles, Besonderes.“

Zwölf Frauen zwischen 20 und 37 Jahren turnen für das Team des VfL Eintracht. Landesmeister, Nordmeister, zweimal deutscher Meister – in Deutschland gibt es aktuell kein besseres Team. Beim VfL Eintracht haben die Turngruppen Tradition – aktuell trainieren sieben Mannschaften. Turnerin Nina Traulsen: „Wir absolvieren als Gruppe verschiedene Disziplinen und müssen absolute Allrounder sein.“ Kollegin Lina Kunze ergänzt: „Das Wichtige an unserem Sport ist das Funktionieren als Gruppe. Die Choreografien werden nach Synchronität bewertet, alles muss ineinanderfließen.“ Auch Medizinbälle werden geworfen.

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Die Trainer Lars Gänsicke (37) und Marcel Geisenhainer (36) sind die Sportlichen Leiter der 96-Frauenteams. Sie führten die erste Mannschaft von der Bezirks- in die Regionalliga – und sind aktuell Tabellenzweiter. Es war das Jahr des Aufstiegs für die 96-Frauen. Nach dem 6:1 bei Eintracht Braunschweig wurden die 96-Frauen souverän Meister der Oberliga (neun Punkte Vorsprung, 119:15 Tore). In der Relegation gab es ein 3:0 ge­gen Hollage.

Onnen mit Glückstränen

Imke Onnen sorgte für einen hochemotionalen Moment der Leichtathletik-WM in Katar – Freitag, früher Abend, ZDF live, und die Hochspringerin aus Hannover weint vor Glück in die Kameras. Menschen weinten vor Rührung spontan mit, weil das so nahbar wirkte. Auch sportlich war die WM für die 25-Jährige der Höhepunkt des Jahres – sie landete nach einem Krimi in der Qualifikation mit dem Satz über 1,94 Meter im Finale. Ihre Freiluftbestleistung! „Ich musste trotzdem mit mir selbst reden: Imke, konzentrier dich, alles gut. Du hast die Höhe drauf.“ Hatte sie – und bekam nun 21,1 Prozent der Stimmen. Gold bei der Gala, Sportlerin des Jahres. Onnen ist Studentin, startet für 96, ihre Trainerin ist auch ihre Mutter: Astrid Fredebold-Onnen.

Anna-Lena Füllkrug ist die kleine Schwester von Ex-96-Sturmstar Niclas, der jetzt in Bremen spielt. Die 22-Jährige ist in der Regionalligamannschaft der 96-Frauen mit 17 Treffern in elf Spielen die erfolgreichste Schützin. In einem Spiel gelangen ihr sogar sechs Treffer – statistisch braucht Anna-Lena Füllkrug 52 Minuten für einen Treffer. Die 96-Frauen stehen nach dem Aufstieg aus der Oberliga jetzt in der Regionalliga auf dem 2. Platz. Die Stürmerin studiert auf Grundschullehramt und arbeitet redaktionell für 96 – die Vorjahressiegerin landete bei der Gala auf Platz zwei.

In ihrem zweiten Jahr über die 400 Meter sprintete Luna Bulmahn gleich zum nationalen Titel. Bei der WM in Doha gehörte sie zur 4×400-Meter-Staffel, hat das Finale allerdings verpasst. Die Schaumburgerin trainiert im Landesleistungszentrum Hannover bei Trainer Edgar Eisenkolb. Die 20-Jährige studiert parallel in Hannover Public Relations. Sie wurde Dritte bei der Sportlerwahl.

Olsen genießt es bei der Bande

Der 35-jährige HandballerMorten Olsenspielt seine letzte Saison für seine Recken-Bande. Im Sommer kehrt der Däne zu seinem ersten Verein GOG Gudme zurück. „Es war als Kind ein Traum, in Deutschland Handball zu spielen. Jetzt sind es schon acht Jahre. Und ich habe jede Sekunde genossen.“ Nach Hannover war Olsen 2010 gekommen. 2013 ging er für zwei Jahre nach Frankreich und kurz nach Katar. Dann kam der verlorene Sohn zurück zu den Recken. Olsen führte die TSV Hannover-Burgdorf schon zweimal nach Europa, aktuell sieht es nach einem dritten Mal aus. Die Sky-Zuschauer wählten ihn zum Spieler des Jahres 2019, die NP-Leser nun zu Hannovers Sportler des Jahres. Im Januar führte er Dänemark zum Triumph bei der Heim-WM, bei der jüngsten EM schied Olsen mit seinem Team allerdings schon in der Vorrunde aus.

So sehen Sieger aus: Imke Onnen und Morten Olsen. Quelle: Florian Petrow

Hendrik Weydandt bezeichnet sich als „gebürtiger Hannoveraner“, am 16. Juli 1995 kam er zur Welt, groß geworden ist er, darauf legt sein Vater und Berater Heinrich Wert, in Lan­dringhausen. Sein Weg vom Kreisliga-Torschützenkönig in Groß Munzel über Egestorf bis zu den 96-Profis machte ihn als „Märchenstürmer“ bekannt. Weydandt schoss im Jahr 2019 neun Tore für 96 bei 32 Profieinsätzen. Ende 2018 gab Weydandt seine Bachelorarbeit an der Fachhochschule für die Wirtschaft ab. Thema der Arbeit: „Verdeckte Gewinnausschüttungen in Konzernstrukturen“.

Auch Andreas Toba (29) ist gebürtiger Hannoveraner – und gehört zu den besten Mehrkampf-Kunstturnern Deutschlands. Der „Hero de Janeiro“, zweifacher Olympiateilnehmer vom TKH, gewann etliche deutsche Titel. Toba ist Turner des Jahres 2019.

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Von NP

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