Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Hannover Scorpions Deutsches Team jubelt über Viertelfinal-Einzug
Sportbuzzer Hannover Scorpions Deutsches Team jubelt über Viertelfinal-Einzug
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:04 18.05.2010
Von Björn Franz
Der deutsche Torwart Dennis Endras wehrt den Puck ab.
Der deutsche Torwart Dennis Endras wehrt den Puck ab. Quelle: dpa
Anzeige

Die letzten Spielminuten waren nichts für schwache Nerven. Langsam, viel zu langsam verrannen die Sekunden aus Sicht der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft. Und die Slowaken versuchten im entscheidenden Zwischenrundenspiel der Weltmeisterschaft noch einmal alles, um doch noch zum Ausgleich zu kommen. Doch es reichte nicht. Torhüter Dennis Endras wehrte in den letzten Sekunden auch die Schüsse von Marek Zagrapan und Andrej Sekera ab und rettete den 2:1 (1:0, 1:1, 0:0)-Sieg über die Zeit. Deutschland steht damit tatsächlich zum ersten Mal seit 2003 im WM-Viertelfinale und trifft dort morgen (20.15 Uhr, live bei Sport1) in Mannheim entweder auf Schweden, die Schweiz oder Tschechien.

Schon der Auftakt in das zweite „Endspiel“ des Turniers verlief für die Gastgeber nahezu perfekt. Denn bereits in der 8. Minute gelang ihnen der so wichtige Führungstreffer, der den Druck auf die Slowaken erhöhte. Der Hamburger Stürmer Alexander Barta leistete dabei zunächst die Vorarbeit für eine Chance von Daniel Kreutzer, und als der Puck nach dem am Tor vorbeifliegenden Schuss des Düsseldorfers von der Bande zurücksprang, vollendete Barta per Rückhand zum umjubelten 1:0 für die deutsche Mannschaft. Die blieb mit der Führung im Rücken dominierend, verpasste es zunächst aber unter anderem in zwei Überzahlspielen, den Vorsprung auszubauen.

Doch das gelang ihr schon kurz nach Wiederbeginn. Und erneut war es die Reihe um Barta, die erfolgreich war. Der Mittelstürmer gewann hinter dem slowakischen Gehäuse einen Zweikampf, passte auf den völlig frei vor dem Tor lauernden Kreutzer, und der Routinier traf eiskalt zum 2:0. „Ich habe gerufen, und Alex hat mich zum Glück gesehen“, sagte Kreutzer, der erst als Nachrücker ins Team gekommen war. „Ich freue mich riesig, dass ich meine Chance bekommen habe und glaube auch, dass ich gezeigt habe, dass ich in diese Mannschaft gehöre.“

Es sah also gut aus für die Gastgeber. Zumal den Slowaken im Gegensatz zu ihnen ja auch noch ein Spiel am Vortag gegen Finnland (2:5) in den Knochen steckte. Doch trotzdem gerieten die Deutschen noch einmal in Schwierigkeiten. Als Felix Schütz wegen eines Stockfouls gleich für vier Minuten auf die Strafbank musste, hatte Marek Svatos seinen großen Auftritt. Der Stürmerstar vom NHL-Klub Colorado Avalanche, der bei dieser WM bisher alles schuldig geblieben war, verlud in Überzahl gleich zwei Deutsche und beförderte den Puck hoch zum Anschlusstreffer ins Netz.

Doch danach zeigten die Gastgeber sich ungemein abgeklärt. Angriff um Angriff der Slowaken rollte in Richtung deutsches Tor, doch immer wieder beförderte das Krupp-Team die Scheibe souverän aus der eigenen Verteidigungszone. „Wir haben im letzten Drittel so gut gespielt, wie man das bei einer Eintoreführung nur tun kann“, sagte der Bundestrainer, der mit Blick auf das Viertelfinale nach Spielschluss sogar mutig wurde: „Für die meisten Jungs war das Viertelfinale das Ziel. Jetzt setzen wir uns zusammen und schauen, wie hoch wir zielen. Wir genießen den Moment, aber wir wollen noch ein bisschen mehr.“

Tore: 1:0 (7:19) Barta (Kreutzer), 2:0 (24:42) Kreutzer (Barta, Felski), 2:1 (39:18) Svatos (Granak bei 5–4)

Zuschauer: 15.137

Strafminuten: Deutschland 6, Slowakei 8

Mehr zum Thema

Für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft geht es am Dienstag wieder einmal um Alles oder Nichts: Verliert sie gegen die Slokawei, ist sie bei der Heim-WM ausgeschieden. Bei einem Sieg zöge das Team erstmals seit 2003 ins Viertelfinale ein.

Björn Franz 17.05.2010

Bittere Niederlage im Schüsselspiel - die Tür zum WM-Viertelfinale ist für das deutsche Eishockey-Team nur noch einen Spalt breit offen. Nach dem enttäuschenden 1:2 (0:1, 0:0, 1:0) nach Verlängerung gegen Weißrussland am Sonntag in Köln ist nun dringend ein Sieg am Dienstag gegen die Slowakei zum Weiterkommen bei der Heim-Weltmeisterschaft nötig.

16.05.2010

Den Eishockey-Weltmeister geärgert, aber eine Sensation verpasst: Gastgeber Deutschland hat auch den 36. WM- Vergleich gegen Rekordchampion Russland verloren, darf trotz des 2:3 (0:1, 1:1, 1:1) am Sonnabend aber weiter auf das Viertelfinale hoffen.

15.05.2010