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Hannover Indians Indians: Feuer unterm Dach am Pferdeturm
Sportbuzzer Hannover Indians Indians: Feuer unterm Dach am Pferdeturm
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20:02 21.02.2013
GUTE STIMMUNG – VON WEGEN! Wunderkerzen im Eisstadion am Pferdeturm, aber bei den Indians gehts nicht mehr nur um den Sport. Quelle: Ulrich zur Nieden
Hannover

Nachdem Indians-Chef Dirk Wroblewski gegenüber der NP einen Umzug in die TUI-Arena nachgedacht hat, schlägt die Betreiberin des Stadions zurück: „So wie ich das sehe, ist Herr Wroblewski pleite und will davon ablenken. Letztes Jahr gab es das Gerücht, dass er nach Langenhagen umziehen will. Das ist eine Drohgebärde mir gegenüber. Mehr nicht. Das kann er gerne machen, wirkt für mich aber nicht strategisch durchgeplant“, sagt Kathrin Müllerchen.

Auch Wroblewskis Vorwurf, die Eisqualität sei am Pferdeturm zu schlecht, lässt sie nicht gelten: „Wir haben uns von der Eishockeyspielbetriebsgesellschaft ESBG und anderen Eismeistern aus der Umgebung bestätigen lassen, dass unser Eis gut ist. Das ist halt ein Ding von Herrn Wroblewski, wo er meint, dass er mir damit schaden kann.“

Der Indians-Chef bleibt gelassen. „So kenne ich Kathrin. Diese Aussagen haben mich nicht weiter überrascht.“ Rechtlich vorgehen will er gegen den Vorwurf, pleite zu sein, vorerst aber nicht. „Diese Baustelle brauche ich nicht auch noch. Wenn das jemand gesagt hätte, den ich ernst nehme, würde ich dagegen vorgehen. Aber das ist so bedeutend, als wenn es der zweite Betreuer von Weißwasser gesagt hätte.“

Meldungen nach denen er noch immer über den Kauf der Soccio-Hall in Langenhagen nachdenkt, widersprach der Indians-Chef . „Ich habe mich zwar mit dem Insolvenzverwalter Peter Baumgarte zum Essen getroffen. Einen eventueller Kauf der Halle habe ich schon vor Monaten ad acta gelegt und kommt auch jetzt nicht infrage.“ Nach NP-Informationen soll stattdessen TUI-Arena-Eigner Günter Papenburg ein entsprechendes Angebot unterbreitet haben.

Auch wenn es im Fan-Lager der Indians immer noch strikte Gegner gegen den Umzug in die TUI-Arena gibt, kann der Fan-Sprecher Sascha Hartung einem Abschied vom Pferdeturm nicht nur Schlechtes abgewinnen. „Auf der einen Seite ist der Pferdeturm unsere Heimat, aber bevor das Ding hier an die Wand gefahren wird, ist der Schritt in die Arena eine Alternative.“ Hauptgrund für Hartung ist vor allem wirtschaftliche Seite: „Am Pferdeturm hat der Verein nun einmal viele Extrakosten, die man beispielsweise besser in die Mannschaft stecken könnte.“

Tim Burchardt und Jens Wilke