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Hannover Indians Der neue Indians-Häuptling
Sportbuzzer Hannover Indians Der neue Indians-Häuptling
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00:19 18.04.2015
Quelle: Petrow
Hannover

„Der Pferdeturm ist die beste Adresse in der Oberliga – so lange Ruhe hier ist“, sagte Carroll, der immer in Kontakt geblieben war mit seinem alten Verein. In der Saison 1999/2000 stand er in Kleefeld als Spieler unter Vertrag, löste Anfang Dezember Bruce Keller vorübergehend an der Bande ab, ehe er den Trainerjob wieder an Siggi Reiss abgab. Carroll ging damals als 15-Tage-Trainer in die ECH-Geschichte ein. 2007 vertrat Carroll für ein Spiel den gesperrten Joe West an der Bande.

Diesmal planen sie am Turm ein wenig länger mit dem 52-Jährigen. Carroll erhält einen Vertrag bis 2017. Am Abend des ersten Nord-Finales gegen die Scorpions wurde er von Indians-Geschäftsführer David Sulkovsky, der einen Nachfolger für Willmann suchte, direkt angesprochen.

Carroll konnte sich schnell mit den Verantwortlichen beim Oberligisten Weiden einigen, wo er noch einen laufenden Vertrag hatte. Auch mit den Indians ging alles ganz schnell. Beim zweiten Treffen vergangenen Donnerstag (NP berichtete) war schon alles klar. Im Gegensatz zu Willmann wird Carroll den Trainerposten hauptberuflich ausüben. Frau und Sohn bleiben in Schöppenstedt (bei Wolfenbüttel), Carroll wird sich in Hannover eine Wohnung nehmen.
„Ich freue mich, wieder hier zu sein, ich habe lange auf die Möglichkeit gewartet, wieder hier zu arbeiten. Das Potenzial im Verein ist riesig, aber wir müssen jetzt erstmal Ruhe reinbringen, ehe wir das Potenzial abrufen können“, sagte Carroll und spielte auf den möglichen Steuer-Skandal am Pferdeturm an.

Carrolls Vertrag gilt zwar offiziell erst ab 1. August, „meine Arbeit beginnt aber sofort“. Der Mann aus Toronto wird das Team in großen Teilen verändern. Einige Spieler bleiben. Nach NP-Informationen gehört auch Armin Finkel dazu.
Willmanns Vertrag bleibt vorerst unaufgelöst. Eine Abfindungsangebot der Indians hatte er abgelehnt. Beide Parteien sitzen die Angelegenheit erst einmal aus.

Simon Lange und Jens Wilke