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Hannover 96 Keine 96-Ultras bei Eis-Randale
Sportbuzzer Hannover 96 Keine 96-Ultras bei Eis-Randale
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00:17 25.01.2015
Von Simon Lange
ÄRGER AN DER ARAL-TANKSTELLE: Die Polizei nahm am 9. Januar 51 Personalien auf.
Hannover

Die Fan-Randale nach dem letzten Eishockey-Derby zwischen den Hannover Indians und den Hannover Scorpions am 9. Januar beschäftigte Donnerstag auch den niedersächsischen Landtag. Der SPD-Abgeordnete Marco Brunotte hatte schriftlich nachgefragt, welche Erkenntnisse mittlerweile vorliegen und ob tatsächlich - wie vermutet - Fußball-Ultras von Hannover 96 sich in Richtung Eishockey orientieren. Brunotte bekam eine schriftliche Antwort vom Ministerium für Inneres und Sport.

Demnach waren bei den Ausschreitungen vor der Aral-Tankstelle zwischen Scorpions-Ultras und einer unbekannten Gruppe keine 96-Ultras verwickelt. Der Polizeidirektion liegen demnach auch keine Erkenntnisse vor, dass sich Fußball-Ultras nun grundsätzlich beim Eishockey austoben würden.

Nach dem Spiel hatte die Polizei die Identität von 51 Personen festgestellt: Angehörigen des Ultra-Blocks der Scorpions sowie Mitgliedern der unbekannten Gruppe. Gegen jeweils eine Person der beiden Gruppierungen laufen Ermittlungsverfahren wegen Verdacht auf Landfriedensbruch. Vier der rund 50 Personen sind dem szenenkundigen Polizeibeamten (für den Bereich Fußball) allerdings bekannt. Diese seien jedoch nicht der aktiven Ultraszene von 96 zuzuordnen, heißt es.

In Hannover gebe es eine Gruppierung von etwa 50 Eishockey-Fans im Alter von 17 bis 25 Jahren, von denen 20 der gewaltbereiten Kategorie B zugeordnet werden, so das Ministerium.