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Die Recken Recken lassen nichts anbrennen
Sportbuzzer Die Recken Recken lassen nichts anbrennen
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21:11 16.11.2017
IN TREFFERLAUNE: Kai Häfner (links) und Casper Mortensen waren – mal wieder – die besten Recken-Schützen beim Sieg über Stuttgart.
IN TREFFERLAUNE: Kai Häfner (links) und Casper Mortensen waren – mal wieder – die besten Recken-Schützen beim Sieg über Stuttgart. Quelle: Petrow
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Der Ball flog eher langsam durch die Halle. Und Casper Mortensen, der Topscorer der Recken, hatte natürlich Erfolg, weil ihm derzeit nahezu alles gelingt. So gingen die Recken nach knapp 17 Minuten mit 10:5 in Führung. Die Partie nahm nach einer noch ausgeglichenen Startphase den erwarteten Verlauf zugunsten des Gastgebers.

Sechs Minuten später gab es dieselbe Konstellation zentral vor dem Wurfkreis. Dieses Mal wagte Sven-Sören Christophersen den Weitwurf. Und der Abwehrchef traf ebenfalls, es war sein erster Treffer in dieser Spielzeit, zum zwischenzeitlichen 13:7. Entsprechend herzlich fielen die Gratulationen an den strahlenden Recken-Routinier aus.

Die Stuttgarter Überzahl-Variante war gegen die in dieser Saison starke TSV-Abwehr nicht mutig, eher übermütig, weil sie kräftig nach hinten losging. Dabei haben die Gäste mit Johannes Bitter einen der besten Schlussleute der Liga. Bitter verhinderte in der Startphase einen Mortensen-Treffer nach Schnellangriff. Nur stand er bei Würfen der Recken zu selten in seinem Kasten. Und zu Beginn der zweiten Hälfte überließ Bitter Jonas Maier den Platz im TVB-Kasten.

Wenig zu sehen war vom Häfner-Duell. Bruder Max beim TVB war meist dann auf dem Feld, als Kai pausierte, und kam zu keinem Abschluss in der ersten Halbzeit.

Der 16:11-Pausenstand war verdient für den Gastgeber, der gleichermaßen konzentriert in der Abwehr und im Angriff agierte. Aufseiten der Recken kam Malte Semisch ins Tor für den guten Martin Ziemer. Und der 25-Jährige zeigte sich unbeeindruckt von Spekulationen über einen Transfer nach Berlin. Semisch wehrte mit voller Konzentration auf sein derzeitiges Team gleich einen Siebenmeter der Gäste ab. Wenig später gab es die ersten direkten Häfner-Duelle am Recken-Wurfkreis. Kai blockte Max mehrfach humorlos ab, der dennoch wenig später zum 14:18 aus Gästesicht traf. Eine Episode in einem zweiten Abschnitt, in dem die Konzentration beim Gastgeber etwas nachließ, ohne dass er in Gefahr geriet.

Bejubelt wurde auch noch nach einer Dreiviertelstunde Lars Lehnhoff. Er gab in seiner 13. Recken-Saison das Heimdebüt in dieser Saison und warf sogar ein Tor, nachdem er lange unter Achillessehnenbeschwerden gelitten hatte und pausieren musste. Und mit gemischten Gefühlen sah Holger Kretschmer, der zur Jahrtausendwende die TSV in die 3. Liga geworfen hatte, die Partie. Er freute sich mit dem alten Verein, musste aber Sohn Finn trösten, der beim Verlierer TVB mitspielte.

Von Carsten Schmidt