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Die Recken „Ich komme für einen Sieg“
Sportbuzzer Die Recken „Ich komme für einen Sieg“
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00:00 14.10.2017
„Wir sind gut drauf“:  Erik Schmidt (links) fährt mit den Füchsen nach Hannover, um zu gewinnen.
„Wir sind gut drauf“: Erik Schmidt (links) fährt mit den Füchsen nach Hannover, um zu gewinnen. Quelle: imago
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Hannover

Zwei Jahre lang machte sich Erik Schmidt für den Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf extra breit am Kreis. Im Sommer wechselte der 24-Jährige zum Europacup-Finalisten Füchse Berlin. Und dort läuft es richtig gut – acht Spiele, acht Siege, Platz eins in der Bundesliga. Am Sonntag (Beginn um 12.30 Uhr in der Tui-Arena) kehrt der 2,04 Meter große Kreisläufer zum Topspiel zurück an seine alte Wirkungsstätte – und nahm sich vorher Zeit für ein Gespräch.

Herr Schmidt, die Füchse Berlin stehen als einziges ungeschlagenes Team auf Platz eins in der Bundesliga. Warum läuft’s so gut?

Wir hatten ein Auftaktprogramm, das nicht undankbar war. Da waren einige Gegner dabei, die wir schlagen mussten. Aber vor allem bei den Siegen gegen Leipzig und Magdeburg haben wir richtig gute Leistungen gezeigt. Wir sind gut drauf, unsere individuelle Qualität ist sehr hoch. Vor allem die Besetzung im Rückraum gehört zu den besten der Welt.

Sie sind im Sommer von Hannover nach Berlin gewechselt. Fühlen Sie sich schon heimisch im neuen Team?

Absolut. Das hat nicht lange gedauert, mittlerweile bin ich ja schon vier Monate hier. Ich wurde super aufgenommen vom Team und vom Umfeld. Ich hatte sofort das Gefühl, dass ich der Mannschaft helfen kann. Das versuche ich so gut wie möglich.

Ist Berlin jetzt schon ein Titelkandidat?

Bei uns läuft es im Moment, ja. Aber wir haben noch Spiele gegen Hochkaräter wie Flensburg, die Rhein-Neckar Löwen und auch Hannover noch vor uns. Über höhere Ansprüche können wir nachdenken, wenn die Hinrunde vorbei ist und wir noch immer so weit oben stehen.

Sie zählen Ihr Ex-Team aus Hannover zu den Hochkarätern – und das nach der Horror-Rückrunde 2017. Wo liegt deren neue Stärke?

Die Negativserie aus der Rückrunde ist komplett aus den Köpfen heraus. Eine Stärke ist definitiv die individuelle Qualität auf allen Positionen. Außerdem haben Abwehr plus Torwart vor allem zu Saisonbeginn einen sehr, sehr guten Job gemacht. Das ist eine unheimlich große Qualität, die sie sehr konstant auf die Platte gebracht haben. Allerdings taten die Verletzungen von Mait Patrail und „Smöre“ Christophersen wirklich weh.

Sie sind ja gut informiert! Schauen Sie sich die Spiele der ehemaligen Kollegen an – und gibt’s noch Kontakt?

Ich habe fast jedes Spiel von Hannover geschaut, zumindest wenn ich die Zeit dafür hatte. Ich bin zwar absolut fokussiert auf Berlin, aber natürlich interessiert mich das schon noch. Und Kontakt zu ehemaligen Mitspielern gibt es durchaus noch. Mit Timo (Kastening, d. Red.) habe ich mich seit dem Wechsel nach Berlin schon zweimal in Hannover zum Kaffeetrinken getroffen. Da war ich quasi auf der Durchreise. Und mit anderen Spielern schreibt man sich mal Whatsapp-Nachrichten, zum Beispiel mit Casper Mortensen und Morten Olsen.

Herrscht denn dann eine besondere Vorfreude, die Ex-Kollegen wiederzusehen?

Eine extreme Vorfreude verspüre ich nicht. Aber würde ich sagen, es sei ein Spiel wie jedes andere, würde ich auch lügen. Es hat für mich schon eine gewisse Brisanz, gegen den Ex-Club zu spielen. Ich freue mich auf die Leute, die da sein werden. Aber ich komme nicht nach Hannover, um jemanden wiederzusehen – sondern für einen Sieg.

Von Jonas Szemkus

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