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Reisereporter Heiße Quellen und hügelige Dächer
Reisereporter Heiße Quellen und hügelige Dächer
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00:56 22.08.2009
Das Hotel Roger Bad Blumau: Begrünte Dächer, runde Formen, bunte Fassaden, goldene Kuppeln. Im Sinne des Künstlers Friedensreich Hundertwasser - im Einklang mit der Natur.
Das Hotel Roger Bad Blumau: Begrünte Dächer, runde Formen, bunte Fassaden, goldene Kuppeln. Im Sinne des Künstlers Friedensreich Hundertwasser - im Einklang mit der Natur. Quelle: Koll
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Meist sind die Steirer nur Zweiter. Von der Fläche her das zweitgrößte Bundesland Österreichs. Von der Bevölkerungszahl her die zweitgrößte Stadt der Alpenrepublik. Aber bei den Einheimischen ist die Steiermark die Nummer eins: das liebste Urlaubsziel der Österreicher.

Grünes Herz nennen sie das knapp 16 400 Quadratkilometer große Bundesland, von dem 61 Prozent bewaldet sind und das bekannt ist unter anderem für sein Kürbiskernöl, Johann Lafer, den Roséwein Schilcher und das Steirische Thermenland. Von dort brachte unsere Autorin Tipps für den Kurzurlaub mit.

FÜR BADEFANS:

Thermalwasser bis zu 110 Grad heiß, Heilwasser aus bis zu 3000 Metern Tiefe – das bieten die sechs Thermenorte Bad Radkersburg, Bad Gleichenberg, Loipersdorf, Bad Blumau, Bad Waltersdorf und Sebersdorf. Einige haben sich spezialisiert: So zielen in Sebersdorf die Veranstalter auf Familien mit kleinen Kindern, daher bietet die Therme auch Wasserrutschen an, verfügt über eine Cocktailbar und ein Wellenbad. Bad Gleichenberg will ältere Kundschaft locken: Hier liegt der Fokus auf der Gesundheit, das frühere Kurhaus ist im vergangenen Jahr frisch renoviert worden.

FÜR BLUMENFANS:

Sie ist eine Seltenheit in der Pflanzenwelt: die Schachblume (Fritillaria meleagris; Blume des Jahres 1993). Die Lilie mit den schachbrettgemusterten, glockigen Blüten gilt in Deutschland als stark gefährdet, in Österreich sogar als vom Aussterben bedroht. Ihre natürlichen Lebensräume sind zerstört – Feuchtwiesen und Auwälder etwa. Die steiermärkische Gemeinde Großsteinbach ist allerdings bekannt für ihre Schachblumen. Hier blühen die Pflanzen jedes Jahr gegen Ende März, Anfang April auf einer naturgeschützten Wiese.

FÜR STÄDTEFANS:

Als Ausgangspunkt für einen Aufenthalt in der Steiermark bietet sich der Besuch von Graz an. Schön ist die Fahrt mit der Bergbahn auf den Schlossberg. Der Glockenturm oben ist das Wahrzeichen der Stadt, der Rundblick ist atemberaubend und das Essen im Restaurant an der Bergstation recht ordentlich. Ein Muss an der Talstation: der Altstadtbummel. Wer mehr Zeit mitbringt, sollte einen Abstecher zu Schloss Eggenberg einplanen.

FÜR HOTELFANS:

Einmal wohnen im Kunstwerk: Das geht im Rogner Bad Blumau. Friedensreich Hundertwasser (1928–2000) hat im 682-Betten-Hotel sein „Hügelwiesenland“ verwirklicht. Die 40-Hektar-Anlage mit eigener Therme schmiegt sich in die steirischen Hügel. Die als Augenschlitze oder Burgen gebauten Gebäude sind verziert mit psychedelischen Traumbildern aus Mosaiken und Kacheln sowie mit Säulen und Türmchen. Ein Wochenendangebot (zwei Übernachtungen, Halbpension) gibt es ab 345 Euro, Tel. (00 43/33 83) 51 00-0.
www.rogner.com

FÜR KOCHFANS:

Drei-Gänge-Luxusmenüs mit weniger als 700 Kalorien – die gibt es. Im neuen Designhotel Das Kurhaus in Bad Gleichenberg bietet Spitzenkoch Otto Bayer (hat sich im Niederndorfer „Tiroler Hof“ zwei Gault-Millau-Hauben erkocht) sonnabends Kochkurse für 99 Euro pro Person an. Die Vormittage stellt er unter Themen wie „Fisch und Krustentiere“, „Absolute Beginners“ oder „Finger Food“. Ein Kennenlernpaket (zwei Übernachtungen, Halbpension, Spa, zwei Massagen inklusive) kann man im Hotel ab 280 Euro pro Person buchen, Tel. (00 43/31 59) 22 94-0.
www.lifemedicineresort.com

FÜR SPORTFANS:

Laufstrecken, die so beschildert sind, dass sie einen auch ans Ziel führen. Wanderwege mit sanften Höhenunterschieden. Radrouten vorbei an der mit 1000 Jahren angeblich ältesten Eiche Europas, die Baumchirurgen schon dräniert haben – das gilt es, entlang beispielsweise des Thermenrundwegs (4,3 Kilometer), der Wein- und Wassertour (42 Kilometer) oder des Raabtal-Radwegs (96 Kilometer) zu erleben. Karten sowie die Infobroschüre „Genussradeln“ verteilen die Hotels kostenlos. In dem Heft sind auch zahlreiche Ausflugstipps beschrieben.

von Verena Koll