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Reisereporter Das ganz große Rauschen
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16:10 15.01.2010
Wasserfälle
Iguaçu-Fälle: In mehr als 270 Kaskaden stürzen sich die Iguaçu-Wasserfälle in die Tiefe. Ihr Name, den sie von den Guarani-Indianern erhalten haben, bedeutet so viel wie „großes Wasser“. Quelle: Fotolia
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Tosender Lärm, feiner Sprühnebel und schillernde Regenbögen: Die Schönheit und Gewaltigkeit von Wasserfällen ziehen seit jeher die Besucher in ihren Bann. Einige sind gigantisch breit, andere stürzen in Hunderten Kaskaden in die Tiefe. Wir stellen einige der schönsten donnernden Naturschauspiele vor.

Berühmt

Die wohl bekanntesten Wasserfälle der Welt sind die Niagara-Fälle. Indianer gaben ihnen einst ihren Namen. Der Strom an Touristen reißt genauso wenig ab wie der tosende Lärm der herunterstürzenden Fluten. Die Niagara-Fälle sind ein Magnet für Flitterwöchner, Teufelskerle und zwölf Millionen gewöhnliche Touristen, die sie jedes Jahr besuchen. Mehrere Fälle markieren die Grenze zwischen USA und Kanada. Die 54 Meter hohen Horseshoe-Falls (Hufeisen-Fälle) auf kanadischer Seite sind die eindrucksvollsten, weil sie sich in weitem Bogen 670 Meter im Halbrund spannen. Abends werden sie farbig angestrahlt.

Schillernd

Bei den Iguaçu-Fällen im Dreiländereck von Brasilien, Argentinien und Paraguay sorgen Dutzende Regenbögen für schillernde Farben. Ihren Namen haben die Iguaçu-Fälle den Guarani-Indianern zu verdanken.
Am besten lässt sich bei einem Hubschrauberflug beobachten, wie der gemächlich aus dem Urwald fließende Río Iguaçu in 275 Kaskaden über unzählige Abbruchkanten fällt. Promenaden und Stege führen die Besucher ganz nah an die Fälle heran. Das Donnern des Wassers ist aus vielen Kilometern Entfernung zu hören.

Hoch

Der Salto Angel im venezolanischen Nationalpark Canaima ist der höchste Wasserfall der Welt. Ausgangspunkt des Falls ist die Kante eines Tafelbergs, auf dessen Hochplateau heftige Gewitter für reichlichen Wassernachschub sorgen. Aus 980 Metern stürzt er in meist dünnen Rinnsalen in die Tiefe des Tals. Benannt wurde der Salto Angel nach seinem Entdecker, dem Buschpiloten Jimmy Angel, der 1935 auf der Suche nach Gold die Fälle fand.

Spektakulär

Den Sutherland-Fällen gelingt es mühelos, in dem an Naturspektakeln reichen Neuseeland aufzufallen. Vom Quill Lake, einem Bergsee, der dramatisch von Felswänden eingerahmt wird, stürzt das Wasser in immer breiter werdenden Stufen 580 Meter in die Tiefe. Über Holztreppen gelangen Besucher zu den Aussichtsplattformen. Vor allem nach Regenfällen bietet das stürzende Wasser einen spektakulären Anblick.

Gigantisch

Zu den größten und eindrucksvollsten Wasserfällen der Welt gehören die Victoria Falls im Grenzgebiet von Simbabwe und Sambia. Bis zu 110 Meter stürzen die Wassermassen des Sambesi-Flusses in die Tiefe. Auf einer Breite von 1700 Metern donnern pro Minute durchschnittlich 5,55 Millionen Kubikmeter Wasser über die Abbruchkante. Das Gelände an den Fällen ist durchtränkt von einem permanenten Wassernebel. Unbedingt zu empfehlen ist ein viertelstündiger Rundflug.

Dreistufig

Die Krimmler Wasserfälle westlich von Mittersil im Salzburger Land sind die höchsten Europas. Die Wassermassen donnern in drei Fallstufen, die über einen Wanderweg mit Aussichtskanzeln zu erreichen sind, eindruckvoll zu Tal. Der Wasserfall wird von einem Gletscherfluss gespeist, der vor allem in den Monaten Juni/Juli enorme Mengen an Schmelzwasser führt.

Von Brigitte von Imhof