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Reisereporter Aloha im Dreierpack
Reisereporter Aloha im Dreierpack
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17:04 26.04.2018
Maui: Hohe Wellen umschäumen Lavafelsen. Hier halten sich im Winter vor der Küste bis zu 2000 Buckelwale auf. Quelle: srt
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Mitten im Pazifik gibt es eine aufregende Mischung aus Exotik und amerikanischem Lebensgefühl – Hawaii ist der Inbegriff vieler Urlaubssehnsüchte.

Beachboys und Wellen – Oahu

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Schon bei der Gepäckausgabe am Flughafen von Honolulu duftet es verführerisch nach den aufgefädelten Blütenkränzen, mit denen Besucher traditionell willkommen geheißen werden. Doch ich ächze noch unter elf Stunden Zeitverschiebung. Der Jetlag wirft mich am folgenden Morgen schon vor Sonnenaufgang aus den Federn. Die Zeit bis zum Frühstück vertreibe ich mir mit einem Spaziergang im Ala Moana Beach Park, der wie eine grüne Faust ins Meer hinausragt und das westliche Ende von Waikiki markiert.

Bereits vor sieben Uhr ist hier einiges los. Der tropische Park mit seinen uralten, knorrigen Banyon-Bäumen, aus denen ein tausendstimmiges Vogelkonzert tönt, ist schon fest in der Hand von Frühsportlern. Langsam erwacht Waikiki zum Leben. Der berühmte Strand ist die touristische Schlagader Hawaiis. Die Strandschönheiten und die braun gebrannten Beachboys mit weizenblonden Haarschöpfen und ihren Surfbrettern passen wunderbar in das von zahlreichen Hollywood-Filmen geprägte Klischee.

Aber die wahren Meister der Monsterwellen treffe ich erst an der North Shore. Dort branden im Winter die hochhaushohen Brecher an die Strände. Die Fahrt dorthin ist eine gute Gelegenheit, die landschaftlichen Reize der Insel Oahu kennenzulernen: Ananasfelder, üppig bewachsene Bergketten, spektakuläre Steilklippen und lauschige Fischerdörfer.

Naturgewalten – Big Island Hawaii

Was die landschaftliche Vielfalt und Urgewalt der Natur betrifft, kann keine mit der größten Insel des hawaiianischen Archipels mithalten. Karge, dunkle Kraterlandschaften prägen weite Teile der Insel, die aus dem Feuer von fünf riesigen Vulkanen entstanden ist. Daneben überrascht mich Big Island (offiziell: Hawaii) mit Wüste und Regenwald, grünen Tälern, vereinzelt weißen Sandstränden und schwarzer Lava.

Ein Superlativ folgt dem anderen. Ka Lae heißt der südlichste Platz der Vereinigten Staaten. Und neu war mir auch, dass gar nicht der Mount Everest im Himalaja der höchste Berg der Welt ist, sondern der Mauna Kea auf Hawaii. Zu seinen überirdischen 4205 Metern muss man nämlich noch einmal gut 5500 Meter unter dem Meeresspiegel dazu zählen.

Bei einem Helikopterflug liegt uns die ganze Urgewalt der Insel zu Füßen. Über dem Hawaii Volcanoes Nationalpark beim Überqueren des Kilauea-Vulkans kreisen wir über dem rot glühenden Schlund eines Kraters. Ein Lavastrom wälzt sich in verzweigten Bahnen zum Meer hinab, wo sein Weg mit Tosen, Rauchen und Zischen endet. Auf diese Weise wächst Big Island jedes Jahr um ein paar Hektar.

Es geht weiter über saftig grünes Weideland. Es gehört zur Parker Ranch, die mit 90.000 Hektar und gut 50.000 Rindern die zweitgrößte Ranch der USA ist. Die größte befindet sich, wie sich das gehört, in Texas. An der Nordküste tänzelt unser Helikopter wie ein Schmetterling zwischen engen Canyons rauf und runter, bringt uns vorbei an riesigen Wasserfällen, über denen sich gleich mehrere Regenbogen drängeln.

Für Sportler ist Big Island schon längst ein Dorado. Vier Weltklasse-Golfplätze stehen zur Auswahl. Zahlreiche Rennradfahrer bevölkern die Straßen. Viele davon trainieren für den Iron Man, den berühmtesten Triathlon der Welt. Strände gibt es nicht so inflationär wie auf den anderen Inseln. Die schönsten findet man im Westen, wo sich auch die besten Hotels etabliert haben.

Strandparadies – Maui

„Als ich vor 25 Jahren hierhergekommen bin, konnte man noch jeden Touristen per Handschlag begrüßen. Und jetzt landet alle 20 Minuten ein Flugzeug“, erzählt Steve. Der ergraute Landschaftsmaler ist ein lebendes Überbleibsel aus der Flower-Power-Generation. Typen wie ihn – Lebenskünstler, Aussteiger, Hippies – gibt es immer noch auf Maui. Doch mehr und mehr wird die zweitgrößte Hawaii-Insel vom internationalen Jetset in Beschlag genommen. Ihr Reichtum ist die einzigartige Vielfalt der Strände, die die knapp 200 Kilometer Küstenlinie säumen.

Im Westen zählen Kaanapali Beach und Kapalua Beach zu den schönsten Sandstränden der gesamten USA. Mokuleia Bay und Honolua Bay im äußersten Nordwesten ziehen Taucher und Schnorchler an. Im Winter warten hier Top-Bedingungen für Surfer. Windsurfer schätzen an Maui vor allem die North Shore westlich von Kahului. Im Süden dann lassen Namen wie Kamaole, Mokapu, Wailea oder Makena die Herzen der Beach-Fans höher schlagen.

Wie anmutig die Insel ist, wird uns bei einer Rundfahrt schnell klar. „The Road to Hana“ heißt die berühmte Straße, die von Kahului entlang der Nordküste nach Hana führt. Wir hangeln uns eine an den Berg geklebte Serpentinenstraße mit unzähligen Haarnadelkurven entlang, es geht über 50 Brücken und durch enge Ortschaften. Urwälder und tosende Wasserfälle flankieren die Fahrt.

Unvergesslich bleibt auch ein Sonnenaufgang auf dem Gipfel des Haleakala. 90 Minuten dauert die Autofahrt von Kahului zu dem 3055 Meter hohen Vulkan. Gegen sechs Uhr tauchen die ersten Sonnenstrahlen die karge Kraterlandschaft in purpurrotes Licht.

Auch Tage wie diese, die so spektakulär beginnen, haben noch Überraschungen bereit. Bei unserem Ausflug zu der vor Makena Beach liegenden Insel Molokini statten wir der kunterbunten Unterwasserwelt Hawaiis einen Besuch ab. Wäre ich eine Modedesignerin, ich würde mir hier meine Anregungen holen. Und bei unserem Sundowner am Strand sorgen Dutzende von Buckelwalen für ein ergreifendes Rahmenprogramm. Bis zu 2000 Tiere halten sich im Winter hier auf, um ihre Jungen großzuziehen – und begeisterte Urlauber zu entertainen.

von Brigitte von Imhof

Anreise
Wegen der großen Entfernung gibt es zwischen Deutschland und Hawaii keine Nonstopflüge. Meist wird ein Umsteige-Stopp auf dem amerikanischen Festland eingelegt, z. B. in Los Angeles, San Francisco oder Dallas. Für das Ticket Deutschland-Hawaii muss man mit ca. 1350 Euro rechnen.

Einreise
Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz benötigen einen maschinenlesbaren Reisepass. Für einen Aufenthalt bis zu 90 Tage ist kein Visum erforderlich.

Klima
Das Wetter ist ganzjährig nahezu perfekt, mit Tagestemperaturen von 24 bis 29 Grad C, im Sommer etwas wärmer. Beständige Passatwinde machen auch Hitzephasen erträglich. Die Wassertemperatur beträgt 20 bis 27 Grad C.

Preisbeispiele
Eine Woche am Waikiki-Strand (Oahu) im Fünfsternehotel ab 574 Euro (TUI). 8-tägige Kreuzfahrt mit der "Pride of Hawaii", (Norwegian Cruise Lines) ab Honolulu mit Halt in Big Island, Maui und Kauai. Ab ca. 1100 Euro (FTI). Eine Woche auf Big Island im Dreisterneresort ab 240 Euro (Dertour).