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Region Wunstorf Nachrichten Fridays for Future: Nächstes Mal sollen mehr Wunstorfer dabei sein
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16:16 23.09.2019
Wenige Schüler: Eindrücke von der ersten Fridays-for-Future-Demonstration in Wunstorf. Rund 100 Teilnehmer zogen vom Rathaus zum Bahnhof. Quelle: Mario Moers
Wunstorf

Die Fridays-for-Future-Demonstration in Wunstorf soll kein einmaliges Ereignis bleiben. Nach der Premiere mit mehr als 100 Teilnehmern am Freitag, denken die Veranstalter über eine Fortsetzung Ende Oktober nach. Bis dahin will man versuchen, sich weiter mit den Schülervertretungen zu vernetzen und Schüler gezielter anzusprechen, kündigt Elias Kraeft (22), Mitorganisator aus dem Umfeld des Jugendzentrums Wohnwelt, an. Anders als bei dem großen Sternmarsch in Hannover nahmen an der Demonstration in Wunstorf auffällig wenige Schüler teil. „Wir waren ein sehr kleines Organisationsteam und vielleicht etwas überfordert“, räumt Kraeft ein. So habe man etwa nicht alle Schülervertretungen rechtzeitig kontaktiert. Grundsätzlich sei man aber sehr zufrieden mit der Resonanz auf die Wunstorfer Demo.

Schulleiter ist auch überrascht

Über die geringe Schülerbeteiligung hat sich auch der Schulleiter des Hölty-Gymnasiums Jobst Heizmann gewundert. „Von Schulseite haben wir den Schülern keine Hemmnisse in den Weg gelegt. Aber es haben wirklich nur sehr, sehr wenige die Möglichkeit wahrgenommen“, sagt er. An dem Gymnasium galt die Regelung, dass sich Schüler einmalig von den Eltern freistellen lassen konnten. Heizmann geht nicht davon aus, dass in Umland-Städten wie Wunstorf grundsätzlich weniger Interesse an dem Thema Klimaschutz herrsche. Eine konkrete Erklärung für die geringe Beteiligung habe er aber auch nicht.

Diakon begleitet Schüler nach Hannover

Einen leichten Zuwachs an demonstrierenden Schülern verzeichnete am Freitag Diakon Stefan Krüger. Er ist an der evangelischen IGS eine Art Reisebegleiter für Schüler, die gemeinsam zur großen Klimademo nach Hannover fahren. In einem Elternbrief hat die IGS auf diese Möglichkeit hingewiesen. „Bei der ersten Fahrt vor zwei Monaten haben fünf Schüler teilgenommen, diesmal waren es zehn“, sagt Krüger. Die Vor-Demo in Wunstorf war seiner Einschätzung nach etwas zu kurzfristig anberaumt, um mehr Schüler zu erreichen. „Ich habe selber eher zufällig und auf den letzten Drücker von meiner Mutter davon erfahren und die Information dann an die Schüler weitergeleitet“, berichtet IGS-Schülersprecher Xander Brockmann (16).

Besser mit anderen Klimaaktivsten vernetzen wollen sich auch Wunstorfs Grüne. „Wir müssen uns hier vor Ort strukturieren, um künftig noch mehr auf die Beine zu stellen“, sagt die Grünen Ratsfrau und stellvertretende Bürgermeisterin Birgit Mares. Sie war selbst am Freitag dabei –im grünen Jacket. „Wir nehmen als Partei keine Fahnen oder ähnliches mit“, erzählt sie. Die Grünen haben zwar online zur Beteiligung an der Wunstorfer Demo aufgerufen, aber sind bislang nicht in die Organisation eingebunden. Das könnte sich ändern. Eine Wunstorfer Fridays-for-Future.Gruppe will sich künftig immer donnerstags um 19.30 Uhr im Kulturzentrum Wohnwelt, Bahnhofstraße 93, treffen. „Wir wollen sehen, dass dort auch von uns jemand teilnimmt“, so Mares. Den höheren Altersdurchschnitt bei der ersten Demo vor Ort findet sie grundsätzlich nicht verkehrt. „Es ist doch gut, dass es so gemischt war. So können sich auch Ältere beteiligen“, sagt sie.

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Von Mario Moers

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