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Nachrichten 10 Millionen Euro sollen in die Kläranlage Luthe fließen
Region Wunstorf Nachrichten 10 Millionen Euro sollen in die Kläranlage Luthe fließen
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17:06 30.09.2019
Künftig soll in Luthe nicht mehr so viel Klärschlamm übrig bleiben. Quelle: Leon Denecke
Wunstorf

Kurz vor der Sitzung des Bauausschusses am Dienstag, 1. Oktober, hat die Stadtverwaltung neben der Wohnraumentwicklung noch ein zweites großes Thema auf die Tagesordnung gesetzt: Nun sollen die Politiker auch den Startschuss für Investitionen in die Kläranlage in Luthe geben. Groß ist die Sache auch deshalb, weil die Investitionen mittlerweile auf rund 10,2 Millionen Euro geschätzt werden.

Die Bauten haben das Ziel, dass die Stadt künftig weniger Klärschlamm teuer entsorgen muss –um etwa ein Drittel soll sich das Volumen reduzieren. Nachdem das Ausbringen auf Feldern schwerer geworden ist, wird der Klärschlamm seit diesem Jahr überwiegend verbrannt. Dafür sind oft weite Wege notwendig. Außerdem soll der Stromverbrauch sinken, wenn mithilfe von Faulgas künftig Strom vor Ort produziert wird. Das künftige Verfahren soll auch weniger Kohlenstoffdioxid erzeugen.

Die Stadt will mehr als 10 Millionen Euro in die Kläranlage Luthe investieren. Quelle: Archiv

Gelände wird etwas größer

Um die neuen Anlagen bauen zu können, muss das Grundstück auf der Nordseite etwas größer werden. Um das Vorklärbecken dort zu errichten, braucht es einen Wirtschaftsweg. Für den südlichen Bereich des Betriebsgeländes sind die Gebäude für die neue Faulung mit einem Faulbehälter, Faulschlammspeicher, Maschinenhaus, Gasspeicher sowie Anlagen für die Entwässerung des Klärschlamms geplant, und zwar direkt neben der bestehenden Schlammlagerhalle. Stahltreppen sollen dafür sorgen, dass die Mitarbeiter für die Wartung alles gut erreichen können. Die bestehenden Zentrifugen, die das Wasser aus dem Schlamm herausholen, sollen im neuen Gebäude wieder aufgestellt werden.

Schon 2012 hatte die Stadt ein Gutachten erstellen lassen, wie sie in der Kläranlage etwas für einen niedrigeren Energieverbrauch und weniger Kohlenstoffdioxid-Produktion tun kann. Damals waren die Kosten auf 4,5 Millionen Euro geschätzt wurden. Auch wenn die Investition wegen gestiegener Baukosten und detaillierterer Planung mittlerweile ein Volumen von 10,2 Millionen Euro angenommen hat, schätzt die Verwaltung diese Ausgaben weiterhin als sinnvoll ein. Ein Zuschuss in Höhe von 1 Million Euro kommt von der EU.

Gebühr soll langfristig sinken

Schon im ersten Jahr nach dem Umbau könnten die Einsparungen die erhöhten Ansätze für Abschreibungen und Zinsen so weit ausgleichen, dass die Schmutzwassergebühr stabil bleibt. In den folgenden Jahren könnte sie dann sogar sinken, um bis zu 7 Cent pro Kubikmeter. Nach derzeitigem Stand müsste in 35 Jahren dann aber wieder umfangreicher in die Technik investiert werden.

Die Verwaltung hat zwar noch einmal geprüft, das bestehenden Gebäude für die Schlammentwässerung komplett in die neuen Abläufe zu integrieren. Damit müsste die Stadt zwar 1,6 Millionen Euro weniger ausgeben, dafür würden aber die Betriebskosten steigen, weil der Schlamm dann mit einer Leitung über eine größere Strecke transportiert werden müsste. Und auch dieses Gebäude muss in den nächsten Jahren überarbeitet werden. Die Schmutzwassergebühr würde das deshalb nur um rund einen weiteren Cent senken. Die Stadt sieht aber auch einen Vorteil darin, wenn sie das bestehende Entwässerungsgebäude für andere Zwecke weiter nutzen kann.

Die Sitzung des Bauausschusses beginnt am Dienstag, 1. Oktober, um 18 Uhr im Rathaus.

Mehr zum Thema: Am Ende sauberer geklärt als das Leine-Wasser

Von Sven Sokoll

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