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Region Wunstorf Nachrichten Steinhuder Uferweg wird ab nächster Woche gebaut
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08:05 18.10.2019
Der künftige Uferweg, der Blick geht vom Ferienparkgelände zur Hafenstraße. Quelle: Sven Sokoll
Steinhude

Mit dem Bau eines neuen Gehweges am Steinhuder Meer will die Stadtverwaltung den mehr als zehn Jahre andauernden Streit zum Abschluss bringen. Künftig sollen die Besucher des Ortes nun die Möglichkeit bekommen, zwischen der Hafenstraße und dem Ferienpark-Gelände am Wasser entlang zu gehen. Der Bau soll am Montag, 21. Oktober, beginnen.

Der Weg wird eine Asphaltoberfläche bekommen. Wegen der schwierigen Bodenverhältnisse direkt am Ufer soll wie auch beim Pilotprojekt Lütjen Deile Schaumbeton als Basis dafür benutzt werden. Dieses Material ist leichter als andere Bodenbeläge, weshalb der Boden nicht ganz so tief ausgegraben werden muss wie bei herkömmlichem Material – was wiederum mit höheren Kosten verbunden wäre. Diese werden sich jetzt auf rund 100.000 Euro belaufen und sind bereits entsprechend im Haushalt vorgesehen worden.

Anwachsfläche wird genutzt

Den Weg wird sonst überwiegend vom städtischen Bauhof angelegt. Auch eine Beleuchtung ist vorgesehen. Der Streifen am Ufer entlang soll mit Gras und Blumen eingesät werden. Die Arbeiten an dem rund 200 Meter langen Weg werden nach Angaben von Stadtsprecherin Jasmin Behrens voraussichtlich bis Mitte November dauern.

Der Weg soll auf sogenannten Anwachsflächen am Steinhuder Meer entstehen, die dem Land gehören. Die Eigentümer der Grundstücke hatten bis vor ein paar Jahren gepachtet. Als diese Verträge ausliefen, entstand die Idee, dort einen öffentlichen Weg am Wasser entstehen zu lassen. Bisher sind diese im östlichen Bereich Steinhudes rar.

So soll der Weg nach dem Bebauungsplan verlaufen. Quelle: Sven Sokoll

Der im Dezember 2007 beschlossene Bebauungsplan war auch in der Politik umstritten. Die Steinhuder Ratsmitglieder Christiane Schweer (CDU) und Rudolf Diersche (UWG) hatten im Rat dagegen gestimmt, acht Ratsmitglieder enthielten sich bei der Abstimmung. Bestandteil des Bebauungsplanes war auch, die Anliegergrundstücke von einer Wochenendhausbebauung zu einem allgemeinen Wohngebiet aufzuwerten.

Widerstand der Anwohner verzögert

Als sich im vergangenen Jahr abzeichnete, dass der Bau realistisch werden könnte, sprach Schweer sich im Steinhuder Ortsrat noch einmal dagegen aus. Aus der Sicht ihrer Fraktion bringe der Weg nicht mehr Attraktivität, vor allem weil er auf dem Ferienparkgelände nicht weiter geführt wird. Ulrike Pickert-Maß (SPD) entgegnete: „Steinhude braucht eine touristische Entwicklung und dazu zählen auch neue Zugänge zum Wasser.“

Der künftige Uferweg, hier von der Hafenstraße aus gesehen, führt bis zum Ferienparkgelände. Quelle: Sven Sokoll

Auch die Betroffenen wehrten sich rechtlich bis vor das Bundesverfassungsgericht gegen den Bau des Weges, aber dieses nahm die Beschwerde letztlich nicht an. Ein Anlieger wollte seine Fläche auch nach der Absage des Bundesverfassungsgerichts nicht freigeben. Nachdem dieser Streit erneut bis vor das Oberlandesgericht Celle gegangen ist, räumte im Sommer vergangenen Jahres ein Gerichtsvollzieher mit Unterstützung der Polizei die letzte fehlende Fläche. Nun wollte die Stadt den Bau schnell angehen.

Im Februar stellte sie ihre Pläne noch einmal bei einer Anliegerversammlung vor. Dabei war der Unmut noch einmal gut spürbar. Dieses Mal waren die Zäune ein Streitpunkt, die den Anwohnern künftig den Blick aufs Wasser behindern. Die Stadt versprach aber, dass die Zäune zu den Steganlagen möglichst transparent und einheitlich gestaltet werden sollen. Für die Zäune zwischen ihren Grundstücken und dem Weg sind die Anlieger verantwortlich. Die Sträucher entlang der Strecke hat der Baubetriebshof schon im Frühjahr zurückgeschnitten.

Von Sven Sokoll

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