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Region Wunstorf Nachrichten Toiletten-Problem auf der Steinhuder Badeinsel ist gelöst
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19:00 20.08.2019
An Zeltplatz und Bootshaus soll nun nur im Sommer eine mobile Toiletten- und Duscheinheit aufgestellt werden. Quelle: Sven Sokoll
Steinhude

Im Streit um eine neue Toilettenanlage auf der Steinhuder Badeinsel hat der Verwaltungsausschuss am Montag einstimmig einen Kompromiss beschlossen: Die neuen Einrichtungen werden demnach auf zwei Standorte verteilt, um den unterschiedlichen Vorstellungen von Verwaltung und Politik entsprechen zu können.

Die Stadt wollte generell neu planen, weil das Angebot an Toiletten für die Inselbesucher bisher problematisch war. Die rund 20 Jahre alten Anlagen im Meereslauschen-Pavillon sind nicht mehr gut zu pflegen und nicht winterfest, unter anderem weil die Versorgungsleitungen oberirdisch unter der Brücke verlaufen. Die einzige winterfeste Toilette am Parkplatz am Lindenhopsweg ist vor zwei Jahren geschlossen worden.

Politik verschob Entscheidung

Die Verwaltung wollte deshalb die Leitungen jetzt im Grund des Sees verlegen und zum Bootshaus an der Zeltlager-Wiese im Südosten der Insel führen. Dort sollte eine selbstreinigende Ganzjahres-Toilette so aufgestellt werden, dass die Stadt das Angebot im Sommer noch mit einer mobilen Dusch- und Toiletteneinheit ergänzen kann. In einem nächsten Schritt sollte dann über einen Abriss und eine Neugestaltung im Bereich der Gastronomie im Nordwesten der Insel nachgedacht werden.

Der Ortsrat Steinhude hatte der Verwaltung bei einer ersten Begehung im März signalisiert, dass ihm die Toilette dort zu sehr abseits ist und wünschte sich einen Standort auf der zentraleren Fläche mit den Fahrradständern. Bei ihrer Vorlage an die politischen Gremien im Frühjahr hielt die Stadt dann aber an ihrem Konzept fest, auch weil sie die beantragte Förderung von 124.0000 Euro aus dem EU-Leader-Topf und von 31.000 Euro bei der Region nicht mit Umplanungen und Verzögerungen gefährden wollte. In einer Umfrage unter Besuchern hatte es unterschiedliche Stimmen gegeben.

Mobile Einheit soll an Zeltplatz bleiben

Die Politiker reagierten allerdings verschnupft, verschoben die Entscheidung, am 15. Juli kam der Verwaltungsausschuss dann zu einer Sondersitzung auf der Insel zusammen. Der jetzt gefundene Kompromiss besteht darin, dass der Standort der Ganzjahrestoilette vor das Buschwerk neben den Fahrradständern verschoben wird, die aber bleiben können. Die Leitungen sollen so verlegt werden, dass beim Bootshaus und am Zeltplatz weiterhin im Sommer zusätzlich die mobilen Einheiten aufgestellt werden können.

Mit den zuständigen Behörden muss das noch einmal abgeklärt werden. „Wir gehen aber davon aus, dass es genehmigt wird“, sagte Stadtsprecher Alexander Stockum. Bei den Kosten in Höhe von 250.000 Euro wird es auch bleiben. Geplant war, die neuen Anlagen über den Winter zu bauen und zum Beginn der neuen Saison in Betrieb nehmen zu können.

Zum Gebäude mit dem Bistro Meereslauschen steht in dem Beschluss, dass es bis auf weiteres erhalten bleiben soll – aber dass dort in absehbarer Zeit auch etwas geschehen muss. „Wir wollen jetzt aber in Ruhe mit allen Beteiligten neue Konzepte dafür entwickeln“, betonte Stockum.

Von Sven Sokoll

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