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Region Wunstorf Nachrichten Stadt sieht für Radfahrer Mängel im Ortskern
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17:08 15.07.2019
Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt nutzt sein Fahrrad auch für dienstliche Termine. Quelle: Rita Nandy
Wunstorf

Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt ist Radfahrer aus Leidenschaft. Täglich radelt er zur Arbeit. Nur im Notfall steigt er bei dienstlichen Terminen aufs Auto um. Seinen Parkplatz als Verwaltungschef hat er seinen Mitarbeitern zur Verfügung gestellt.

Radweg an der Südstraße ist zu schmal

Wunstorf sei eine fahrradfreundliche Stadt, weil es viele Verbindungen abseits der Hauptverkehrsstraßen gebe. „Hier radelt es sich sicher und in angenehmer Umgebung“, schreibt Eberhardt. Asphaltierte Wirtschaftswege führten beispielsweise von Wunstorf nach Klein Heidorn und Großenheidorn sowie von Kolenfeld nach Wunstorf. Ferner verliefen Radwege mit wunderschöner Landschaft um das Steinhuder Meer. In der Innenstadt gäbe es aber auch unzureichende Wege. Dazu zählten beispielsweise zu schmale Radwege an der Südstraße und am Stadtgraben.

Südstraße: Hier müssen sich Fahrräder und Fußgänger einen Streifen teilen. Quelle: Anke Lütjens

„Auch der historische Abschnitt der Stiftsstraße wird den Anforderungen einer wichtigen Fahrradverbindung nicht mehr gerecht.“ Zudem kämen sich Radfahrer sowie immer mehr und breitere parkende Autos in die Quere. Es habe auch schon Beschwerden über das Kleinpflaster gegeben, das nach vielen Jahren immer unebener geworden sei.

Der Weg in der Stiftsstraße. Quelle: Anke Lütjens

Am Bahnhof soll ein Fahrradparkhaus entstehen

Auch für Pendler muss sich einiges tun. Am Bahnhof gibt es zurzeit rund 1000 Fahrradstellplätze, darunter 100 kostenpflichtige an der Bahnhofsmitte. Die Stadt unterstützt zudem das Vorhaben der Region Hannover. Diese plant, an der Nordseite ein Fahrradparkhaus für 120 Fahrräder zu errichten. Weiterer Bedarf bestünde auch an der Südseite und im mittleren Bahnhofsbereich. Mieträder seien zudem eine gute Ergänzung. „Die Erfahrung anderer zeigt allerdings, dass es nicht einfach ist, einen verlässlichen Anbieter zu finden, der brauchbare Fahrräder mit einem einfachen Zugangssystem vermietet“, sagt Eberhardt.

Radfahrer und Fußgänger würden von dem Projekt der Bahn profitieren, den Übergang am Luther Weg durch eine Unterführung zu ersetzen. „Die wichtige Fahrradverbindung LutheOststadtWunstorf Innenstadt mit über 1000 Radfahrerinnen und Radfahrern pro Tag wird so noch attraktiver“, ist sich der Bürgermeister sicher. Bis das Projekt realisiert wird, dürfte es allerdings noch ein paar Jahre dauern. Damit das Gewerbegebiet gut mit dem Fahrrad zu erreichen ist, soll zudem ein Radweg an der Adolf-Oesterheld-Straße zwischen Lise-Meitner-Straße und Kolenfelder Straße geschaffen werden.

Weitere Fahrradbügel für Steinhude geplant

Wie viele Fahrradkilometer durch Wunstorf führen, lässt sich nicht sagen. Radfahrer benutzen auch Straßen und Wirtschaftswege. Unbekannt ist auch, wie viel Geld die Stadt jährlich für das Radwegenetz ausgibt. Das Budget für die Sanierung von Wirtschaftswegen lag 2018 bei 61.000 Euro. Für den Erhalt von Straßen, Wegen und Plätzen gab die Stadt im vergangenen Jahr insgesamt 609.000 Euro aus. Das betraf auch Fahrradverbindungen. Ein größeres Projekt war 2017 der Radweg parallel zur Lütjen Deile in Steinhude. Aus Fördertöpfen wurde der Großteil der 170.000 Euro für den Bau bezahlt. Die Stadt beteiligte sich mit etwa 40.000 Euro. Aus dem 1000-Bügel-Programm der Region Hannover erhielt Wunstorf 60 Stück. Weitere sollen in Steinhude hinzukommen. Auf dem Parkplatz an der Stiftsstraße 8 wurde eine Fahrradgarage mit 40 Stellplätzen aufgestellt.

Serie zum Thema Radfahren

Wunstorf ist eine fahrradfreundliche Stadt mit zahlreichen Radlern. Um Autofahrer zum Umsteigen auf das Fahrrad zu bewegen, muss sich jedoch noch einige ändern. In einer losen Serie beleuchten wir verschiedene Aspekte des Fahrradfahrens, geben Sicherheitstipps und machen Vorschläge für eine Radtour.

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Von Rita Nandy

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