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Nachrichten Schließungspläne: Ortsrat Kolenfeld kritisiert Sparkasse
Region Wunstorf Nachrichten Schließungspläne: Ortsrat Kolenfeld kritisiert Sparkasse
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00:17 01.04.2019
Die Stadtsparkasse schließt ihre Geschäftsstelle Kolenfeld, der Ortrat will zumindest die Automaten behalten. Quelle: Albert Tugendheim
Kolenfeld/Großenheidorn

Der Ortsrat Kolenfeld hat kritisiert, dass die Stadtsparkasse die Geschäftsstelle in dem Ortsteil schließen will. Das soll zum 1. Juni geschehen, wie Stadtsparkassenvorstand Frank Wiebking auf Nachfrage bestätigte. Der Ortsrat appelliert in seinem Beschluss an Stadtverwaltung und Politik, mit den Banken in Verbindung zu treten, um zumindest die Automaten am Ort zu halten.

Politiker fordert Grundversorgung

„Die Selbstbedienungsterminals bilden die notwendige Grundversorgung“, so formulierte Karl-Peter Philipps (CDU) und war sich damit mit Ortsbürgermeister Karsten Grobe einig. Wie berichtet, schließt auch die Volksbank Nienburg ihre Kolenfelder Geschäftsstelle. Anders als dort will die Stadtsparkasse zunächst die Selbstbedienungsterminals – also Geldautomat und Kontoauszugsdrucker – am Ort belassen. Wie lange die Geräte noch bleiben sollen, konnte Vorstand Wiebking nicht sagen. Die Stadtsparkasse müsse schließlich überlegen, was sie mit ihrer Immobile mache. Mit Personal war die Geschäftsstelle zuletzt ohnehin nur eineinhalb Tage pro Woche besetzt.

Für Ortsbürgermeister Grobe ist das Argument der Banken, man könne sich inzwischen auch Geld an der Supermarktkasse holen, kein zugkräftiges. „Allein die Öffnungszeiten setzen dabei Grenzen“, sagt er. Ortsratsherr Philipps findet es für ältere Menschen und auch Behinderte kaum zumutbar, zehn Kilometer bis nach Wunstorf in die Hauptstelle zu fahren. Er hat einen Beschwerdebrief an die Stadtsparkasse geschrieben. Selbstverständlich wisse er, dass eine Bank wirtschaftlich arbeiten müsse. Gleichwohl sehe er die SB-Terminals als notwendige Grundversorgung. Die Banken argumentieren dagegen mit deutlichen Kosten, die ihnen mit den Geräte entstehen.

Auch Volksbank steht in der Kritik

Der Ärger in Sachen Schließung der Geschäftsstelle der Volksbank in Kolenfeld ist noch nicht verraucht. Die Volksbank hatte kürzlich bekannt gegeben, dass sie neben anderen die Geschäftsstelle in Kolenfeld schließt. Inzwischen kursiert ein Brief, den Volksbankkunden nutzen können, um ihren Ärger beim Vorstand der Genossenschaft vielfach kundzutun.

Unzufriedenheit hat die Volksbank auch in Großenheidorn ausgelöst. Dort will sie Geldautomat und Auszugsdrucker abbauen. Die Vorsitzende des Ortsverbandes im Sozialverband Deutschland, Ralfina Rasching, hat sich für die nächste Woche mit Volksbankvertretern verabredet. In einem ausführlich Brief kritisiert sie, dass Kunden nicht informiert wurden. Zudem richtet sie einen Fragenkatalog an die Bank. So möchte sie wissen: „Warum spielt das Themenfeld „Ältere Generation, Behinderte und Kranke“ keine Rolle? Den Hinweis der Banken auf vermehrtes Online-Banking und damit verbunden weniger Frequenz in Geschäftsstellen und an SB-Terminals will Rasching mit Blick auf den hohen Anteil älterer Menschen nicht gelten lassen.

Von Albert Tugendheim

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