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Nachrichten Paul-Moor-Schule verabschiedet ihre beliebte Schulleiterin
Region Wunstorf Nachrichten Paul-Moor-Schule verabschiedet ihre beliebte Schulleiterin
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20:01 27.06.2019
In einer Feierstunde verabschiedet die Paul-Moor-Schule ihre Leiterin Elisabeth Kurpier mit 99 guten Wünschen. Passend dazu sangen die Schüler „99 Luftballons“. Quelle: Rita Nandy
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Wunstorf

Förderschulleiterin Elisabeth Kurpiers bringt es mit einem Zitat ihrer Schülerin Klara auf den Punkt: „Das wars.“ In einer sehr herzlich gestalteten Feierstunde verabschiedeten Lehrer, Schüler und Gäste die „Kapitänin der Schule“, wie sie der Fördervereinsvorsitzende Holger Kipp nannte, in den Ruhestand. Der Schülerchor nahm die beliebte Rektorin mit auf eine Reise übers Meer. In einem musikalischen Ständchen hieß es: „Willst du wirklich schon gehen?“ Bis es so weit war, bedankte sich der Schülerrat noch für den guten Unterricht und das stets offene Ohr. Die Lehrer sparten sich eine Rede und ließen stattdessen in Filmsequenzen die Schüler zu Wort kommen. Sylvia Rohmann von der Landesschulbehörde lobte: „Ihr Lebenslauf zeigt, mit wie viel Herzblut Sie Ihren Beruf ausgeübt haben.“

„Die Erdbeertasse ist immer noch weg“

In einer humorvollen Darbietung blickten diese zudem auf die Jahre 2011 bis 2019 zurück. Gleich zum Start als Schulleiterin traf sie ein schwerer Schicksalsschlag: „Die Erdbeertasse ist weg“. 2012: Frau Kurpiers sucht immer noch ihre Erdbeertasse. Was ist die Ernennung des Papstes im Jahr 2013 gegen: „Die Erdbeertasse ist immer noch verschwunden.“? Das änderte sich auch in den folgenden Jahren nicht. Zur Verabschiedung sorgten die Schüler für Ersatz.

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Schulleiterin war im Büro eingesperrt

Die Erdbeertasse hatte für die Schulleiterin einen ganz besonderen Wert. Diese erhielt sie von ihrem vorigen Chef in der Landesschulbehörde zur Verabschiedung. Nach der offiziellen Einführung 2011 in ihr Amt als Schulleiterin blieb die Tasse wenig später verschwunden. Was sie jedoch vor allem vermissen wird, seien die Schüler, sagt sie in ihrer Abschiedsrede. Und die hatten in den vergangenen Wochen kräftig geprobt. „Ich durfte nicht aus dem Büro kommen“, erzählt Kurpiers. Die nächste Zeit wird sie ihr heimisches Arbeitszimmer nicht verlassen. „Ich werde aufräumen.“ In den 39 Jahren und drei Monaten ihrer Berufstätigkeit sei so einiges zusammengekommen, berichtet die 64-Jährige. Kein Wunder, bei fünf Kerncurricula, zehn Jahrgangsstufen und 13 verschiedenen Unterrichtsfächern.

Von Rita Nandy