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Nachrichten Ortsrat unterstützt Anbau für Hallenbad Wunstorf Elements
Region Wunstorf Nachrichten Ortsrat unterstützt Anbau für Hallenbad Wunstorf Elements
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00:16 07.04.2019
Die Bäderbetriebe wollen in das Wunstorfer Hallenbad investieren.
Die Bäderbetriebe wollen in das Wunstorfer Hallenbad investieren. Quelle: Albert Tugendheim
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Wunstorf

Das Konzept für eine Erweiterung des Hallenbads Wunstorf Elements hat die Unterstützung des Ortsrates Wunstorf gefunden, der ihm mit nur zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung zugestimmt hat. Bäderbetriebe-Geschäftsführer Andreas Saars stellte zunächst vor, welche Schritte kommen sollen, um das Bad attraktiver zu machen.

Der östliche Anbau mit einem kombinierten Nichtschwimmer- und Kleinkindbecken entspricht optisch, technisch und funktional nicht mehr heutigen Ansprüchen. „Mit einer klassischen Sanierung kommen wir dort nicht mehr aus“, sagte er. Das Grundstück bietet noch genug Flächen, um dort in mehreren Bereichen Fortschritte zu erzielen – nach einem Abriss des bestehenden Anbaus. Angedacht ist, das Angebot für Kinder und Jugendliche auszuweiten, einschließlich Rutschen, und auch ein getrenntes Areal für Kurse einzuplanen. Anschließen könnte sich ein kleines Außenbecken. Viele Details müssten noch geklärt werden.

Bäderbetriebe wollen Eintrittspreise verändern

Weil es sich bei einer geschätzten Investition von 15 Millionen Euro um ein finanzielles Großprojekt handelt, müssen nicht nur der Bau, sondern auch schon die Planung europaweit ausgeschrieben werden. Deshalb rechnet Saars damit, dass der Anbau nicht vor dem Jahr 2023 genutzt werden kann.

Der Aufsichtsrat hat das Konzept unterstützt, wie seine Vorsitzende Kirsten Riedel sagte: „Ein reines Sportbad kann uns heute nicht mehr reichen“, ist sie überzeugt. Auch die Gruppe aus SPD, Grünen und FDP, der sie vorsitzt, hat sich bereits dafür ausgesprochen, die Pläne weiter voranzutreiben.

Saars betonte, dass ein Bau in mehreren Abschnitten aus unterschiedlichen Gründen keinen Sinn machen würde. Bei den Eintrittspreisen werden die Bäderbetriebe wohl wie die Nachbarstädte auf ein zeitorientiertes Modell übergehen. Ein Schwimmer, der nur schnell seine Bahnen absolviert, würde etwa auf die gleichen Kosten kommen wie bisher, für andere Nutzergruppen ergeben sich dann höhere Preise. Weil auch insgesamt mehr Besucher erwartet werden, sollen sich die jährlichen Einnahmen mehr als verdoppeln.

An den Planungen meldete Cornelia Fricke (CDU) Zweifel an: „Der Bevölkerung das Schwimmen zu ermöglichen, ist sicher wichtig. Aber was darüber hinaus geht, muss man sich auch leisten können.“ Ortsbürgermeister Thomas Silbermann (SPD) ist dagegen überzeugt: „Das wird ein richtiger Schritt für die Zukunft unserer Stadt.“

Von Sven Sokoll