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Nachrichten Meeresnutzer wollen größeres Naturschutzgebiet verhindern
Region Wunstorf Nachrichten Meeresnutzer wollen größeres Naturschutzgebiet verhindern
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00:18 02.05.2019
Am Westufer des Steinhuder Meeres soll die gesperrte Fläche größer werden. Quelle: Sven Sokoll
Steinhude

Gegen die Pläne der Region, einen größeren Teil des Steinhuder Meers im Westen unter Naturschutz zu stellen, formiert sich Widerstand der Meeresnutzer. Bei einer gemeinsamen Veranstaltung der Notgemeinschaft und der Wettfahrtvereinigung haben rund 30 Teilnehmer am Freitag in den Räumen der Baltischen Segler-Vereinigung diskutiert.

Ähnlich wie bereits am Ostufer will die Naturschutzbehörde jetzt auch im Westen bestehende Naturschutzgebiete zusammenfassen und dabei auch Wasserflächen einbeziehen, die bisher nur unter Landschaftsschutz standen. Das neue Gebiet soll den Titel „Westufer Steinhuder Meer“ bekommen und umfasst die bisherigen Naturschutzgebiete „Meerbruch“ und „Hagenburger Moor“ – und mehr. Nach Angaben der Kritiker werden mehr als 3 Quadratkilometer Wasser künftig zusätzlich nicht mehr zu befahren sein – also etwa ein Zehntel der Meeresfläche.

„Das Gebiet rückt auf bis zu 700 Meter nah an den Wilhelmstein heran, da bleibt nicht mehr viel freie Fläche dazwischen“, sagte Johannes Franke, Vorsitzender der Notgemeinschaft. Seine Vorstandskollegin Colette Thiemann sah frühere Befürchtungen im Zusammenhang mit der Ostufer-Diskussion bestätigt und stellte fest: „Die nutzbare Meeresfläche soll scheibchenweise weiter verkleinert werden.“ Und Friedrich Göing, Chef der Wettfahrtvereinigung, vermisst bisher einen Aufschrei in der Politik – ebenso wie ein Teilnehmer sich wundert, dass die wirtschaftlich Betroffenen zu der Zusammenkunft nicht gekommen waren.

So soll nach dem Entwurf der Region Hannover die Grenze des Naturschutzgebiets Westufer Steinhuder Meer verlaufen. Quelle: Region Hannover

Argumente sollen bei Veranstaltung zur Sprache kommen

Hans-Heinrich Schmid, Kassenwart der Notgemeinschaft, betonte, dass die Region genau darlegen muss, warum sie die Grenzverschiebung für notwendig hält. „Schließlich sind auch unter den bisherigen Bedingungen viele Vögel da.“ Auch Thiemann wies darauf hin, dass das Naturschutzgesetz eine ganze Reihe von Instrumenten kennt, die nicht zur vollständigen Sperrung führen.

Aus der Versammlung wurde vorgeschlagen, über ein eigenes Gegengutachten nachzudenken, wobei das mit Kosten verbunden wäre und Experten auch nicht leicht zu finden sind. Schmid warnte auch davor, dass das Meer irgendwann auslaufen könnte, wenn Dämme nicht mehr repariert werden dürfen, die zum Naturschutzgebiet gehören.

Die Initiatoren wollen sich jetzt bemühen, bei einer Veranstaltung möglichst Fachleuten aus den Verwaltungen und vor allem politischen Entscheidungsträgern ihren Unwillen darzustellen.

Noch kein Termin beim Oberverwaltungsgericht

Nach der Diskussion über das Naturschutzgebiet im Westen des Sees war auch das Ostufer Thema: In der Mitgliederversammlung der Notgemeinschaft berichtete der Vorsitzende Johannes Franke, dass das Oberverwaltungsgericht nach wie vor keinen Termin für die Verhandlung im Normenkontrollverfahren angesetzt hat. „Die Argumente sind aber ausgetauscht“, berichtete er. Die Notgemeinschaft unterstützt Klagen ihres Vorstandsmitglieds Hans-Heinrich Schmid sowie des Hannoverschen Yacht-Clubs. Außerdem klagt das Ballonteam Steinhuder Meer.

Beim Thema Entschlammung wollen Ernst Greten und Karl-Erich Smalian für die Notgemeinschaft ein Konzept ausarbeiten, das über den Umfang der bisher üblichen Aktionen deutlich hinausgehen soll. Im Winter ist mit einem Sonarboot erstmals genau erfasst worden, wo der Schlamm sich befindet.

Vorgestellt wurde in der Versammlung außerdem die neue Homepage unter www.ng-stm.de, die Meike Greten und Michaela Franke erstellt haben.

Von Sven Sokoll

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