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Region Wunstorf Nachrichten Händler kommen gern zum ökologischen Markt nach Steinhude
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18:52 07.07.2019
Cornelia Matzeik und Stefan Koletzki versorgen die hungrigen Gäste mit Gegrilltem vom Galloway-Rind. Quelle: Marleen Gaida
Steinhude

Karl-Heinz Garberding sitzt am Sonntag auf einer Bierbank und schaut dem bunten Treiben beim 43. ökologischen Markt in Steinhude zu. Wendet er seinen Kopf nach rechts, riecht es nach Thymian, Melisse und Rosmarin. Dreht er seinen Kopf nach links, steigt ihm der vertraute Geruch der Galloway-Bratwurst in die Nase. „Ich habe den Betrieb besucht – beispielhaft. Bei uns kommt nichts anderes auf den Tisch“, sagt Garberding mit Blick auf die rote Wurstbraterei, vor der sich eine kleine Schlange bildet.

Organisator Karl-Heinz Garberding ist zufrieden mit dem Markt. Quelle: Marleen Gaida

Garberding zufrieden mit Öko-Markt

Der ehemalige Vorsitzende der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer ist Erfinder und Organisator des Öko-Marktes. Die Wurst- und Fleischwaren kommen von Familie Matzeik aus Porta Westfalica. Für viele Besucher sind Bratwürste am Stand der Fleischerei ein lieb gewonnenes Ritual bei einem Marktbesuch. Die schmecken nicht nur gut – die Rinder haben es während ihrer etwa vierjährigen Lebenszeit bei Matzeiks auch sehr gut. „Sie sind das ganze Jahr draußen auf den Naturschutzflächen und ernähren sich von Gras und Heu“, erklärt Cornelia Matzeik. Ihre Kälber bringt die robuste Rinderrasse allein auf den Weideflächen zur Welt. „Naturschützer im Zottelfell“, nennt Matzeik ihre Tiere liebevoll. Man könne sogar die Kräuter von der Weide im Fleisch schmecken, meint die Öko-Landwirtin stolz. „Bei uns geschieht alles aus einer Hand. Wir haben auch eine Wurstmanufaktur und machen die Vermarktung selbst.“

Kunsthandwerker kommen gern nach Steinhude

Ein paar Meter neben der Wurstbraterei schließt eine Kundin von Kunsthandwerkerin Elke Raddatz die Augen und konzentriert sich auf die Edelsteine in ihren Händen. „Rechts wird es warm in der Hand – ein angenehmes Gefühl“, sagt die Steinhuderin. Sie stöbert nach Handschmeichlern und Schmucksteinen. Raddatz kommt mit ihren Steinen und Perlen schon lange ans Steinhuder Meer auf den ökologischen Markt – und vor allem gern. „Ich mag die Leute hier und habe mir bereits einen Kundenstamm aufgebaut“, sagt sie. „Hier ist es nicht so anonym wie anderswo. Hier kennt man sich.“ Die Künstlerin aus Langwedel-Völkersen hat auch selbst gedrehte Murano-Glasperlen in allen Farben und Größen dabei. Um den Hals getragen sind die bunten Schmuckstücke ein Hingucker. Aber Raddatz weiß auch viel über die Wirkweisen von Edelsteinen zu berichten. Nur mit ihrem Wissen werben, das darf die fliegende Händlerin nicht.

Elke Raddatz verkauft Perlen und Steine beim Öko-Markt in Steinhude. Quelle: Marleen Gaida

Jürgen Bettner aus Eldagsen feilt noch an der perfekten Ausrichtung seiner Waren. „Es steht nicht so wackelig wie es aussieht“, beruhigt er neugierige Zuschauer. Er drapiert seine Töpferwaren mithilfe eines Bretts. Mut hat der Kunsthandwerker wohl auch. Sein Steinzeug sei robust, sagt er. Würde es auf Teppich oder Holz fallen, ginge sicher nichts kaputt. „Mein Geschirr ist mit Porzellanglasur deutlich härter gebrannt als traditionelles.“ Mit etwa fünf bis sechs Grundfarben stellt er seine Töpferkunst her, darunter Gelb, Orange, Blau und Weiß, selten auch Braun. In Steinhude sei er gern. „Das Publikum hier hat einen Sinn für künstlerische Sachen“, sagt er.

Jürgen Bettner bietet Töpferwaren an. Quelle: Marleen Gaida

Langsam treibt auch Organisator Garberding der Hunger um. Was es zum Mittag gibt? „Zwei Würschte für mich und meine Frau, bitte“, ordert der Organisator zielsicher. Cornelia Matzeik gibt je noch einen Klecks Senf und frisches Mehrkornbrot dazu. Garberding ist zufrieden und blickt schon auf die nächsten beiden Veranstaltungen. „Am letzten Sonntag im September können unsere Besucher schon ihre Weihnachtsgeschenke einkaufen“, sagt er und freut sich. Aber jetzt erst mal die Wurst.

Info: Die nächsten Termine des ökologischen Markts 2019 in Steinhude sind am 4. August und am 29. September, jeweils von 11 bis 18 Uhr, im Scheunenviertel.

Von Marleen Gaida

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