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Nachrichten Amazon: Gutachter sehen keine Verkehrsprobleme
Region Wunstorf Nachrichten Amazon: Gutachter sehen keine Verkehrsprobleme
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11:11 14.06.2019
Amazon will in das ehemalige Lidl-Zentrallager einziehen. Quelle: Rita Nandy
Wunstorf

Die Gutachter sehen keine kritischen Belastungen des Verkehrsnetzes, wenn der Online-Händler Amazon in das frühere Lidl-Logistikzentrum an der Adolf-Oesterheld-Straße einzieht. Das hat Baureferatsleiter Robert Lehmann am Donnerstag in der Sitzung des Bauausschusses mitgeteilt. Die Stadt hat ein positives Verkehrsgutachten zu einer wichtigen Bedingung für eine Baugenehmigung gemacht.

Ermittelt wurde, dass in der Regel 500 tägliche Fahrten mit kleinen Lieferwagen notwendig sein werden. In der Weihnachtszeit steigert sich das auf 900. Dann wird auch die Zahl der Mitarbeiter über die üblichen 200 ansteigen. Erwartet wird nach einer Pressemitteilung der Stadt, dass die Lieferfahrten zwischen 9 und 13 Uhr beginnen und die Wagen überwiegend nach 19 Uhr zurückkehren. Lastwagen beliefern das Verteilzentrum nachts. Somit gibt es keine Überschneidung mit dem Berufsverkehr.

Die Gutachter empfehlen langfristig allerdings, an der Einmündung der B-441-Abfahrt in die Adolf-Oesterheld-Straße eine Ampel zu bauen. „Damit soll ein Rückstau auf die Bundesstraße vermieden werden“, erläuterte Lehmann auf Nachfrage. Amazon habe zugesagt, sich an solchen Umbauten finanziell zu beteiligen. Über die Höhe des Anteils werde noch verhandelt. Von einer Ampel am Luther Ohr profitiere das gesamte Gewerbegebiet. „Der Bauantrag wird nun weiter geprüft“, sagte Lehmann. Unabhängig davon kann Amazon aber schon kleinere Umbauten in dem Gebäude vornehmen. Das Unternehmen hatte in einem Gespräch am Donnerstag mit der Stadt signalisiert, so schnell wie möglich starten zu wollen.

Politiker begrüßen Airbus-Ansiedlung

Im Bauausschuss ist außerdem der Plan für die Airbus-Ansiedlung zwischen Großenheidorn und dem Fliegerhorst vorgestellt worden. „Das wird ein sehr prägendes Vorhaben“, sagte Martin Ehlerding für die SPD-FDP-Grünen-Gruppe und kündigte Unterstützung an. Wenn das Wartungszentrum für die A400M begrünt werde, könne sogar eine optische Aufwertung gelingen. Für die CDU bescheinigte Christiane Schweer den Planern eine gute Arbeit. Anne Dalig (Grüne), die sich als einzige enthielt, regte noch eine Solarstromanlage auf dem Dach der Halle an, in der immer zwei Maschinen gleichzeitig untersucht werden sollen.

Eine Auseinandersetzung gab es um die geplante neue Toilette auf der Steinhuder Badeinsel. Lehmann bat die Politiker, dem ursprünglichen Plan für einen Standort an der Zeltlager-Wiese zu befürworten, weil bei einer Neuplanung sonst die Förderung der EU gefährdet werden könnte. Der Ortsrat hatte den Plan schon frühzeitig abgelehnt, weil er lieber auf dem zentraleren Fahrradabstellplatz bauen will. „Ich finde merkwürdig, uns jetzt unter Druck zu setzen. Es war klar, was der Ortsrat sich wünscht“, sagte Thorben Rump (FDP). Lehmann erwartet für den anderen Standort 40.000 Euro Mehrkosten. Die Fraktionen sollen jetzt noch einmal beraten.

Beschlossen wurde mit leichten Korrekturen aber das Paket, mit dem die Verkehrsverhältnisse in Steinhude sich verbessern sollen.

Zustimmung für Wohnbauprojekte

Außerdem waren im Ausschuss größere Wohnbauprojekte Thema. Die Politiker begrüßten, dass der Bauverein bei seinem Vorhaben an der Sudermannstraße auf die Nachbarn zugegangen ist, und unterstützen es weiter. Keine Bedenken gab es auch gegen das Helma-Wohnquartier am Plantagenweg, wo die Planung in der letzten Runde ist, und den zweiten Abschnitt an der früheren Wunstorfer Mühle, in dem neben Wohnungen auch ein Kindergarten entstehen soll.

Die CDU hat in der Sitzung außerdem ihre Vorschläge für mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer an der Kreuzung Klein Heidorner/Neustädter Straße vorgestellt. Die Verwaltung will darüber in der nächsten Sitzung der Unfallkommission mit Vertretern von Land, Region und Polizei sprechen.

Von Sven Sokoll und Rita Nandy

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