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Region Wunstorf Nachrichten Ausprobiert: Wir sammeln Kostenloses auf dem WuWiWo
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12:28 31.03.2019
Einen Korb voll mit Stadtwerbegeschenken halten Carolin Telleria Marloth, Alexander Stockum und Uwe Schwamm für die Besucher bereit. Quelle: Rita Nandy
Wunstorf

Jeder Aussteller kennt sie: Messebesucher, die nur auf der Jagd nach kostenlosen Präsenten an den Ständen sind. HAZ/NP-Mitarbeiterin Rita Nandy hat sich beim Wunstorfer Wirtschaftswochenende bedient.

Die roten Eimer sind in den Zelten unübersehbar. Mein erster Weg führt daher zum Hagebaumarkt. 700 rote Plastikbehälter gehen am Wochenende an die Messebesucher. Einige können davon nicht genug bekommen. „Es gibt auch Leute, die holen neun Eimer“, berichtet Kundenbetreuer Frank Kruse. Die ersten fragen schon vor Messebeginn nach den Behältern. Der Baumarkt verteilt diese seit sieben Jahren bei dem WuWiWo. Am Stand gibt es aber noch Fruchtgummis, Luftballons, Zollstöcke, Pixiebücher und Plüschtieren. Mein Eimer ist gut gefüllt, als ich weitergehe.

Bei Efu-Solartechnik wirft Andreas Frede einen Blick in meinen Eimer. „Zollstöcke haben wir auch“, sagt Andreas Frede und schenkt mir stattdessen Sonnenblumensaat. Beim Verein Frauen für Frauen gibt es kleine Säckchen mit Kaffeebohnen und einer Achtsamkeitsgeschichte sowie Muffins.

Stadt verteilt insgesamt 3000 Magnete und Flaschenöffner

Bei der Stadt Wunstorf leeren sich am Sonnabendnachmittag die Körbe. Objekte der Begierde sind Magnete und Flaschenöffner mit fünf städtischen Motiven. Insgesamt rund 3000 Exemplare haben Carolin Telleria Marloth und Uwe Schwamm von der Wirtschaftsförderung sowie Stadtsprecher Alexander Stockum am ersten Tag verteilt. Ich bediene mich und greife noch zu den Bonbons sowie Aufklebern „Wunstorf - schönste Innenstadt der Region“.

Am Stand des Arbeitskreises Senioren gehen am Nachmittag die Notfallboxen, die mit lebensnotwendigen Informationen in den Kühlschrank gestellt werden sollen, aus. „50 Stück sind schon weg. Wir brauchen ja noch welche für Sonntag“, sagt Dieter Kanne. Ich verzichte daher auf eine Mitnahme.

Aussteller ärgern sich über ungefragtes Zugreifen

Der eine oder andere Besucher bedient sich am Stand von Alfred Messerschmidt auch einmal ohne zu fragen aus dem Korb mit Gummibärchen. Ich habe gefragt und darf ein Tütchen mitnehmen. Auch bei Visionplus packt mir Mitarbeiterin Larissa Brück ein paar Bonbons in den Eimer. Sie ärgert sich, wenn ungefragt mit vollen Händen zugegriffen wird oder sich Erwachsene die Trinkpäckchen für die Kinder nehmen. Diese Erfahrungen hat Jörg Rothbart vom DRK bisher nicht gemacht. „Windmühlen und Luftballons gehen immer“, sagt Rothbart. Die passen leider nicht in meinen Eimer.

Auch Senioren möchten kostenlose Kleinigkeiten

Anders sieht es mit dem Block und dem Kugelschreiber aus, den ich vom Bewegungsnetzwerk 50 plus erhalte. „Abgreifen ist nicht nur der Jugend vorbehalten“, sagt Bernd Roßberg. Senioren fragten ganz gezielt, was es denn Kostenloses gebe.

Was mich wundert, auch bei der Polizei wird sich einfach bedient. „Manche fragen aber auch, darf ich?“, erzählt Kontaktbeamter Ralf Möllmann. Und die Kugelschreiber werden sicherheitshalber außer Griffweite, unter dem Tisch, aufbewahrt.

Besonders dreiste Messebesucher hat Karin Kretschmann, Beratungsstellenleiterin vom Steuerring erlebt. Am Faltblatt sind Kugelschreiber und Gummibärchen befestigt. „Das Infomaterial brauche ich nicht“, heißt es schon mal von den Schnäppchenjägern.

Reiche Ausbeute nach Rundgang

Als letztes landen eine Grillzange und ein Leuchtflummi von der AOK in meinem Eimer. 300 Bälle seien bereits verteilt, erzählt Leandra Kiene. Viele kämen zur Messe, um etwas abzugreifen. Ich hätte sicherlich noch viel mehr bekommen. Denn fast jeder Aussteller hat Kleinigkeiten zu verschenken. Einmal spreche ich jedoch den falschen Herrn an. Ein Flasche Wein zum Feierabend gab es weder für die Messebesucher noch für mich kostenlos zum Mitnehmen.

Von Rita Nandy

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