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Region Wunstorf Nachrichten Trauer um Karl-Heinz Knölke
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15:58 26.07.2018
Karl-Heinz „Scherry“ Knölke bei seiner Verabschiedung aus dem Staatsdienst 2006. Quelle: Archiv (Albert Tugendheim)
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Wunstorf

Viele Wunstorfer haben am Donnerstag während einer Trauerfeier Abschied von Karl-Heinz „Scherry“ Knölke genommen. Knölke war bis zu seinem Ausscheiden aus dem Dienst 2006 als Amtsleiter bei der Stadtverwaltung tätig. Er war ein bei Mitarbeitern und Kollegen sehr beliebter Beamter und insgesamt 44 Jahre in Diensten der Stadt. Am Sonntag vor einer Woche starb Knölke, er wurde 77 Jahre alt.

Während seines Arbeitslebens war er durchaus ein unkonventioneller Beamter. Er setzte sich über Dinge gelegentlich hinweg, wenn er deren Sinn nicht einsah. Gerade seine unkonventionelle Art machte ihn vermutlich so beliebt. Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt sagte gestern in seiner Rede, Knölke sei ein Problemlöser gewesen, ohne immer zuerst in das Gesetz zu schauen.

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Bei den vielfältigen Aufgaben bewies Knölke großes Organisationstalent. Er wusste, wen er anrufen musste. Heute würde er als guter Netzwerker bezeichnet werden. Besonders das städtische Schützenfest, die Feuerwehr und der Fliegerhorst lagen ihm am Herzen. Das Schützenfest organisierte er viele Jahre federführend, treu blieb er ihm auch nach Ende des Arbeitslebens.

Knölke hielt vermutlich im Hintergrund auch die Fäden zusammen, als es um die Begründung der Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Flers ging. Rat und Verwaltung wollten die Partnerschaft ursprünglich nicht. Knölke gehörte zu jenen, die die Entscheider nach dem ersten Flers-Besuch umstimmten. Mit „Scherry“ verliere Wunstorf ein Original, sagte Eberhardt. So ist es wohl.

Von Albert Tugendheim