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Region Wunstorf Nachrichten Naturbad feiert sein Rekordjahr
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19:06 03.10.2018
Der letzte Badegast der Saison zieht seine Bahn. Quelle: Markus Holz
Luthe

Die mehr als 60 Ehrenamtlichen um Naturbad-Geschäftsführer Reinhard Gräpel haben eine Meisterleistung vollbracht: Sie haben das Luther Bad instand gehalten, haben die Rekordsumme von 38.000 Besuchen bewältigt und als erstes Naturbad überhaupt den Public Value Award der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen gewonnen. Das Rekordjahr war das 13. Geschäftsjahr der Genossenschaft.

Wein, Sekt, Kuchen und Cola standen am Mittwoch auf den Tischen. Annähernd 80 Mitglieder, Förderer und ein paar Badegäste kamen zum offiziellen Saisonabschluss. Für Gräpel war es der Moment, sich bei seinen Teams zu bedanken – dem Kassenteam mit Günther Freywald, das Team Badeaufsicht um Michael Kuller und das Gartenteam. Ihnen allen ist zu verdanken, dass Luthe und Umgebung ein funktionierendes Bad haben und dass das Bad den Ansturm im Dauersommer bewältigen konnte.

Dienststunden ohne Ende: Das große Team der Badeaufsicht. Quelle: Markus Holz

Gräpel kann nach der verkorksten Saison 2017 mit 18.000 Besuchen etwas aufatmen. Die Genossenschaft hat Geld verdient, das aber eigentlich schon wieder ausgegeben ist. Da wäre die Erneuerung der Solarkollektoren mit 19.000 Euro jetzt im Oktober, da wären Reparaturen im Sanitärbereich und an den Holzkonstruktionen, da wäre das Leck im Kleinkind-Bereich. „Wir können trotz der guten Einnahmen wirklich nur das Nötigste anfassen“, sagt Gräpel.

68 Köpfe: (Fast) das ganze Naturbad-Team. Quelle: Markus Holz

Das Bad ist also selbst nach diesem Rekordsommer ohne öffentlichen Zuschuss nicht aufrecht zu erhalten? „Niemals“, sagt Gräpel, „aber wir kosten die Stadt den geringsten Zuschuss im Vergleich zu anderen Bädern in der Region.“ Die Bio-Kläranlage habe eindrucksvoll bewiesen, dass sie kostengünstig und einwandfrei arbeitet. Die Ehrenamtlichen hätten bewiesen, dass sie da sind, dass sie anpacken, dass die Badegäste sich auf sie verlassen können, sagt Gräpel. „Als wir wegen der Bakterien kurzzeitig schließen mussten und später als es an der Kasse gebrummt hat, kamen Naturbadfreunde und fragten: Können wir helfen? Niemand hat sie angesprochen, sie waren einfach da“, erzählt Gräpel.

Günther Freywald, Leiter des Kassenteams im Naturbad Luthe.. Quelle: Markus Holz

Einer dieser Anpacker ist Günther Freywald. Er organisiert das Kassenteam mit zehn bis 15 aktiven Ehrenamtlichen. Das Bad hat zwar einen Kassenautomaten. „Aber der wechselt kein Geld, der erklärt den Gästen nichts, und der öffnet auch nicht die Tür für Kinderwagen“, sagt Freywald. Zeitweise verlangte der Andrang drei Kassenhelfer – drei vormittags und drei nachmittags. Muss er lange suchen? „Nein, ich lege Schichtpläne aus. Jeder kann eintragen, wann er Zeit investieren möchte – das geht sehr oft auf. Es sind hier aber Menschen dabei, die im Sommer jeden Tag eine Schicht übernommen haben“, erzählt Freywald.

Rolf Stegemann (links) übergibt Michael Kuller ein Rettungsbrett. Quelle: Markus Holz

Anerkennenswert finden das unter anderem der Wassersportverein Wunstorf (WVW) und die Gemeinschaftspraxis Stegemann-Seifert-Bock aus Luthe. WVW-Vorsitzender Matthias Baumgart dankte der Naturbad-Genossenschaft mit einem 250-Euro-Scheck. Rolf Stegemann und Kollegen haben dem Bad ein Rettungsbrett spendiert.

Reinhard Gräpel (links) nimmt die Spende des WVW von Matthias Baumgart entgegen. Quelle: Markus Holz

Von Markus Holz

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