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Region Wunstorf Nachrichten Fliegerhorst profiliert sich auf neue Weise
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00:19 14.01.2019
Nachwuchsdirigent Jan-Aurel Jawidiuk leitet das Musikschulorchester bei "Farandole" von Georges Bizet. Quelle: Sven Sokoll
Wunstorf

Gut eine Woche nach dem überraschenden Besuch der Verteidigungsministerin gleich nach dem Jahreswechsel hat Kommodore Ludger Bette am Freitag gleich 280 geladene Gäste beim regulären Neujahrsempfang auf dem Fliegerhorst begrüßt. Gemeinsam mit den Gastgebern erlebten insgesamt gut 400 Teilnehmer das Programm wieder im Ausbildungszentrum des Lufttransportgeschwaders 62.

In seiner Rede schilderte der Oberst die Fortschritte des neuen Flugzeugtyps A400M, die auch bei der Visite von Ursula von der Leyen im Mittelpunkt gestand hatten. Abseits seines eigenen Geschwaders berichtete er aber auch, dass das Systemzentrum 23, mit 330 Beschäftigten die zweitgrößte Einheit auf dem Gelände, mittlerweile auch wichtige Aufgaben für andere Teile der Bundeswehr, Polizei und Technisches Hilfswerk übernimmt. Unter anderem spielt es eine wichtige Rolle bei der Umrüstung des Waffensystems Patriot.„Ein quasi mittelständisches Unternehmen, auf das man zählen kann“, sagte Bette.

Den Tag der Bundeswehr und das Luftbrückenjubiläum in der Innenstadt schilderte Bette als besondere Höhepunkte des vergangenen Jahres und dankte allen, die diese Veranstaltungen unterstützt haben. 2019 wird bei den militärischen Aufgaben vor allem der Einsatz in Mali viel Aufmerksamkeit fordern. „Wieder werden wir Neuland betreten müssen“, sagte er. Beim Umbau der Infrastruktur auf dem Fliegerhorst wird das sanierte Offiziersheim bald mit einer Feier wiedereröffnet. Auch die neue Kapelle will Standortpfarrerin Alexandra Dierks möglichst noch im ersten Halbjahr dieses Jahres einweihen.

Bürgermeister befürchtete längeres Warten auf Nordumgehung

Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt verwandte wie schon in seiner Haushaltsrede im Herbst einen großen Teil seiner Ansprache auf den Druck, unter dem die Demokratie derzeit aus vielen Richtungen steht. Im Hinblick auf die zahlreichen Wahlen in diesem Jahr warnte er davor, dass sie durch so ein belastetes Klima beeinflusst werden. „Und wir müssen noch einmal deutlich machen, wie wichtig Europa für Deutschland ist“, sagte er im Vorfeld der Europawahl. Bei allen Unruhen in der Welt sei aber wichtig, die Bundeswehrsoldaten als Garanten für eine lebendige Demokratie zu haben.

An den Beispielen der Dieselkrise, der Steuerbelastung und dem komplizierter gewordenen Bau- und Planungsrecht schilderte er aktuelle Herausforderungen, die auch den Blick der Bürger auf den Staat maßgeblich mit beeinflussen. Für Wunstorf schilderte er vor allem, dass der Bau der Nordumgehung möglicherweise doch noch ferner in die Zukunft rücken könnte. Kurz vor Weihnachten hat das Bundesverkehrsministerium nämlich mitgeteilt, dass der erste Spatenstich wohl erst dann möglich ist, wenn die beiden anhängigen Klagen in allen möglichen Instanzen von den Gerichten behandelt wurden. Und bei der ersten, dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg, ist mittlerweile klar, dass das Verfahren frühestens im nächsten Jahr überhaupt erst beginnen wird. „Das bedeutet in der Praxis, dass wir einen weiteren Verzug von 10 bis 15 Jahren haben werden“, sagte der Bürgermeister enttäuscht. Er hofft auf die Unterstützung der Abgeordneten in Bund und Land.

Stehenden Beifall erhielt am Ende des Programms das Orchester der Wunstorfer Musikschule von Elisabet Heineken. Zu Beginn hatte Nachwuchsdirigent Jan-Aurel Jawidiuk schon mit den Musikern überzeugt, mit der Chefin am Pult drehte das Orchester dann nach „A Salute to the Big Bands“ am Ende auch bei dem Last-Night-of-the Proms-Klassiker „Pomp and Circumstance“ von Edgar Elgar richtig auf – so sehr, dass die Musiker noch einmal für eine Zugabe an die Instrumente mussten. Am Sonntag, 8. September, so kündigte Kommodore Bette an, wird die Musikschule erneut für ein Konzert auf dem Fliegerhorst zu Gast sein.

Von Sven Sokoll

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