Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Werke sind Zeugen einer vergangenen Zeit
Region Wunstorf Nachrichten Werke sind Zeugen einer vergangenen Zeit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:57 28.02.2017
Von Anke Lütjens
"Ansturm" heißt die Bronzeplastik von Marga Falkenhagen. Quelle: privat
Anzeige
Steinhude

Die Künstlerin war schon mehrfach mit ihren faszinierenden Werken in der Kunstscheune zu Gast. Neben anderen Werkstoffen haben für Marga Falkenhagen alte Eichen-Fachwerkbalken mit ihrer Jahrhunderte alten Geschichte eine ganz besondere Ausstrahlung. Sie sieht in jedem Balken mit seiner von der Natur geschaffenen Struktur und den von Menschen einer vergangenen Zeit erzeugten Spuren wie Einkerbungen, Bohrungen, Markierungen etwas absolut Unverwechselbares.

Jeder Balken ist für sie eigentlich schon ein Kunstwerk, dem sie mit sparsamen und einfühlsamen bildhauerischen Mitteln ihre eigene Prägung und ein Thema gibt. Falkenhagens Fachwerkarbeiten sind als Zeitbrücken zu verstehen, sind Sinnbilder für das Eingebunden sein des Menschen in sein Umfeld, seine Zeit, sein Schicksal.

Anzeige

Der alte Eichenbalken - geformt, genutzt, ausgenutzt, missbraucht, aufgebraucht, weggeworfen steht für die Künstlerin als Symbol gelebten Lebens. Für sie sind die Balken lebendige Zeugen einer vergangenen Zeit. Marga Falkenhagen bewahrt sie mit ihrer Arbeit vor dem endgültigen Vergessen. Sie sorgt dafür, dass sie wieder in die Häuser zurückkehren - dieses Mal allerdings als Kunstwerke.

Die in Rostock geborene Falkenhagen verbrachte ihre Jugend und Schulzeit in Lübeck. Nach ihrer Tätigkeit als Kunsterzieherin arbeitet sie als freie Künstlerin in Bad Nenndorf. Seit 1987 zeigte sie ihre Arbeiten in mehr als 100 Ausstellungen im In- und Ausland.

Die Ausstellung in der Kunstscheune ist mittwochs, sonnabends und sonntags von 14 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung unter Telefon (05723) 8719 geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Das Kunstwerk aus altem Eichenholz hat die Künstlerin "Josef und seine Brüder" benannt.x Quelle: privat
Anke Lütjens 28.02.2017