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Nachrichten Bauarbeiter finden eine alte Flasche samt Papierrolle in der Kirchturmwand
Region Wunstorf Nachrichten Bauarbeiter finden eine alte Flasche samt Papierrolle in der Kirchturmwand
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22:52 11.10.2019
Kirchenvorstand Werner Seppelt (links) und Pastorin Christa Hafermann zeigen die Flasche mit Papierrolle, die in der Turmwand gefunden wurde. Quelle: Sven Sokoll
Kolenfeld

Ein besonderer Fund ist bei den Sanierungsarbeiten an der Kolenfelder Kirche zutage getreten: Als der alte Putz abgeklopft wurde, kam dabei plötzlich eine alte, offenbar mundgeblasene Glasflasche in einer Fuge zum Vorschein und zersprang. Die Reste konnte die Kirchengemeinde bergen. Darin befindet sich eine Papierrolle, die mit Pergament umwickelt ist. „Weil sie brüchig ist, haben wir sie lieber noch nicht abgewickelt“, sagt Kirchenvorstand Werner Seppelt.

Er hat mit Experten der Universität Hildesheim Kontakt aufgenommen, um mit ihrer Hilfe die Aufschrift vielleicht lesbar zu machen. „Um einzuschätzen, von wann die Flasche stammt, sind wir leider nicht Fachleute genug“, sagt Pastorin Christa Hafermann. Es gibt auch keine Unterlagen darüber, in welchen Zeiträumen der Turm verputzt worden ist.

Die gefundene Papierrolle ist noch nicht geöffnet worden. Quelle: Sven Sokoll

Putz fehlt am Turm noch

Während der neue Putz am Rest der Kirche weitgehend aufgebracht ist, steht diese Arbeit am Turm noch bevor. Dieser sollte eigentlich nur gestrichen werden. Bei näherem Hinsehen und Abklopfen, als das Gerüst stand, war dann aber doch mehr zu tun. Bei den beschädigten Stellen wurde der lose Putz entfernt. Bei der Frage, welche Putz dann verwendet werden soll, entspann sich noch einmal eine längere Diskussion. Heute wird oftmals schon Kunststoff beigemengt. Nach einem Versuch mit älterem Putz mit Muschelkalk soll dieser nun benutzt werden. Seppelt hofft, dass der Turm bis zum Monatsende verputzt ist, damit er anschließend gestrichen werden kann – wenn das Wetter mitspielt.

Der Turm der Kolenfelder Kirche wird noch eine Weile eingerüstet bleiben. Quelle: Sven Sokoll

An der übrigen Fassade wurden seit Mitte August auch Risse verfüllt und Eisenanker gegen rostfreie ausgetauscht, damit der Sandstein an rostigen Stellen nicht mehr abplatzen kann. Am Boden soll noch ein neues Kiesbett angelegt werden, damit das Wasser ablaufen und sich nicht am Sockelstein der Kirche stauen kann.

Gutachter untersucht löchrige Balken

Seppelts Ziel ist, dass die Kirche zur Adventszeit nicht mehr eingerüstet ist. Ganz wird das aber wohl nicht gelingen, weil sich an der Ostseite der Kirche bei den Arbeiten marode Balken offenbart haben. Sie wird ein Gutachter in der nächsten Woche nun noch untersuchen, damit die nächsten Schritte geklärt werden können.

Ein maroder Balken an der Ostseite der Kirche wird die Handwerker noch eine Weile beschäftigen. Quelle: Sven Sokoll

Für ihn hat die Gemeinde auch noch eine andere Aufgabe: Auch im Turminneren sind löchrige Balken aufgefallen. Ein Zimmermann vermutete, dass dort ein Käfer sein Unwesen im Holz treibt. Leider trägt es den Glockenstuhl, sodass ein Austausch mit einigem Aufwand und Kosten verbunden sein wird. „Die Arbeit geht uns hier nicht aus“, sagte Seppelt. Nach der ursprünglichen Planung hatten die Arbeiten in dieser Woche eigentlich beendet sein sollen.

Im Holzbalken unter dem Glockengeläut zeigen sich Löcher. Quelle: Sven Sokoll

Vor zwei Jahren hatte die Gemeinde schon das Innere der Kirche überholt. Danach war eine Ecke wieder feucht geworden, doch ein neues Rohr im Schornstein als Gegenmaßnahme scheint geholfen zu haben. Anders als bei der Innenrenovierung kann die Gemeinde die Kirche für Gottesdienst aber weiterhin nutzen.

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Von Sven Sokoll

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