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Region Wunstorf Nachrichten Doppelter Förderzeitraum: Haus der Vielfalt kann für weitere acht Jahre planen
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16:49 27.04.2020
Im Haus der Vielfalt ruht derzeit der Betrieb. Quelle: Sven Sokoll
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Wunstorf

Wie viele andere Einrichtungen ist das Mehrgenerationenhaus Haus der Vielfalt derzeit zu einer Corona-Pause gezwungen. Deshalb konnten die Aktiven nicht richtig feiern, dass das Bundesfamilienministerium für diese Einrichtungen langfristigere Zukunftsperspektiven beschlossen hat. Ab 2021 können sie auf acht Jahre bewilligt werden –statt, wie bisher, auf vier. Und die Förderung bleibt auf dem um ein Drittel höheren Niveau von 40.000 Euro im Jahr, die der Bund den 535 Einrichtungen schon in diesem Jahr zahlt.

„Die Häuser haben so eine höhere Planungssicherheit“, sagte die Parlamentarische Staatssekrertärin des Ministeriums, Caren Marks (SPD) aus der Wedemark. Die neue Periode hat das Motto „Miteinander – Füreinander“. Die Projekte sollen dabei den sozialen Zusammenhalt stärken, Demokratie und digitale Kompetenzen fördern und das Bewusstsein dafür stärken, dass die Menschen sich ökologisch nachhaltig verhalten müssen.

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Treff soll Generationen und Kulturen zusammenbringen

In Wunstorf hatte der Träger, die Diakonische Altenhilfe Leine Mittelweser, ihre Einrichtungen aus Schutz vor Infektionen schon geschlossen, bevor auch aus Berlin eine entsprechende Anweisung für alle Mehrgenerationenhäuser kam. Davon betroffen ist auch das Haus der Vielfalt. Koordinatorin Dorothea Manthey gab die Nachricht über die weitere Förderung dann aber Zuversicht. „Ich kann die Zeit im Homeoffice nutzen, um eine inhaltliche Planung für die nächsten Jahre vorzubereiten“, sagte sie.

Das Haus an der Bäckerstraße 6 besteht seit 2017 als Treffpunkt über unterschiedliche Generationen und Kulturen hinweg. Die bestehenden Projekte wie die „MehrGenerationenZeit“ sollen fortgesetzt und mit neuen Kursen und Workshops an die inhaltlichen Schwerpunkte angepasst werden. Um neue Themen im Programm anbieten zu können, hofft sie auch, weitere ehrenamtliche Helfer und Referenten gewinnen zu können.

Ende 2018 haben die Aktiven eine Zwischenbilanz der ersten vierjährigen Förderung gezogen. Quelle: privat

Derzeit können auch die Freiwilligen sich nur von zu Hause aus engagieren. Auf diese Weise ist aber zumindest ein neues Seniorenmagazin entstanden. Darin finden sich Geschichten und Gedichte, aber auch Übungen für das Gehirn und den Körper. Demnächst soll es im Eingangsbereich zum Mitnehmen ausliegen.

Engagierte freuen sich auf Nachholtermine

Was die Engagierten derzeit vor allem vermissen, dazu hat Manthey einige Stimmen gesammelt. So fehlt Eltern mit kleinen Kindern der offene Treff am Montagvormittag. „Gerade die vor der Schließung neu Hinzugekommen konnten die schöne Gemeinschaft nicht weiter miterleben“, sagte Astrid Leuger. Sie hofft, dass es spätestens in der Weihnachtszeit wieder mit backen, basteln und gemeinsamen Aktivitäten mit Senioren weitergeht.

Die Zwangspause hat auch einen Doppelkopfkurs im ersten Quartal jäh beendet. „Die Teilnehmer können sicher sein, dass der Workshop, soweit es geht, weitergeführt und um einen weiteren Termin ergänzt wird“, sagte Werner Leuger dazu. Auch die mittäglichen Doppelkopfrunden in der Evangelischen IGS sollen fortgeführt werden, sobald dies möglich ist.

Sabine Winkler freut sich darauf, einen Kochnachmittag mit dem Jugendtreff Kurze Wege nachzuholen. Dafür war ein türkisches Menü geplant. Und das Team der Mehr-Generationen-Lese-Zeit betont, dass der Start nur verschoben ist. Im Spieltreff Bokeloh wollten Schüler von dort, Mitarbeiter der städtischen Jugendpflege und Aktive aus dem Mehrgenerationenhaus als Generalprobe das Kinderbuch „Marvin“ mit verteilten Sprechrollen und gemalten Bildern präsentieren.

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Von Sven Sokoll